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1 BvR 1380/20 ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20200617a.1bvr138020 KI-generiert

Recusal motion by hearing-authorized party inadmissible for lack of procedural standing

Geschäftsnummer 1 BvR 1380/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court’s First Senate Chamber dismissed the motion for recusal as inadmissible, thereby leaving the challenged judicial act in force and rendering the decision final. The dispute involved a hearing-authorized party under § 94(3) of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG) who attempted to file a recusal motion against a judge, raising the issue of standing in constitutional proceedings. The court held that such a motion is statutorily reserved for formal parties to the proceedings; because hearing-authorized persons cannot join the case as formal parties under § 94(5) BVerfGG, they lack the procedural status required to file procedural applications or recusal motions. The Chamber further determined that no grounds for recusal existed *ex officio* under § 19(3) BVerfGG.

Legislator-Regeste

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§ 94 Abs. 3 BVerfGG, § 94 Abs. 5 BVerfGG, § 19 Abs. 3 BVerfGG; Recusal motion by hearing-authorized party inadmissible for lack of procedural standing: Eine Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit ist nur durch Verfahrensbeteiligte statthaft (Kliegel, in: Barczak, BVerfGG, § 19 Rn. 6). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG können dem Verfahren nicht förmlich beitreten (vgl. § 94 Abs. 5 BVerfGG) und sind daher nicht Beteiligte in diesem Sinn (vgl. Nettersheim, in: Barczak, BVerfGG, § 94 Rn. 28). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG, die mangels Beitrittsmöglichkeit gemäß § 94 Abs. 5 BVerfGG nicht Verfahrensbeteiligte sind oder werden können, können Verfahrensanträge nicht stellen.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren fehlende Legitimation Prozesshandlung Wiederaufnahme des Abwesenheitsverfahrens Ausschluss der öffentlichen Verhandlung Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Kammerbeschluss: Teilweise Parallelentscheidung

[TENOR]

Die Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit seitens des Äußerungsberechtigten wird als unstatthaft verworfen.

[GRUENDE]

Eine Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit ist nur durch Verfahrensbeteiligte statthaft (Kliegel, in: Barczak, BVerfGG, § 19 Rn. 6). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG können dem Verfahren nicht förmlich beitreten (vgl. § 94 Abs. 5 BVerfGG) und sind daher nicht Beteiligte in diesem Sinn (vgl. Nettersheim, in: Barczak, BVerfGG, § 94 Rn. 28). Anhörungsberechtigte nach § 94 Abs. 3 BVerfGG, die mangels Beitrittsmöglichkeit gemäß § 94 Abs. 5 BVerfGG nicht Verfahrensbeteiligte sind oder werden können, können Verfahrensanträge nicht stellen.

Die Kammer sieht auch keine von Amts wegen nach § 19 Abs. 3 BVerfGG zu berücksichtigenden Umstände, die eine Besorgnis der Befangenheit begründen könnten.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.