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1 BvR 515/20 ECLI:DE:BVerfG:2020:rk20200310.1bvr051520 KI-generiert

Interim relief against municipal rent cap law denied for lack of substantiated significant personal disadvantage

Geschäftsnummer 1 BvR 515/20
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court (First Senate, Third Chamber) rejected the applicants' request for interim relief, thereby allowing the Berlin "Rent Cap" Act to remain in force pending a final decision on the constitutional complaint. The applicants challenged the 2020 Law on the New Regulation of Legal Provisions on Rent Restrictions, seeking an immediate suspension of its execution, but the Court ruled the application inadmissible because the petitioners failed to demonstrate that they would suffer significant disadvantages due to the legislation. The decisive legal basis was the requirement under § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG for a sufficient substantiation of a "heavy disadvantage" (schwerer Nachteil); without this proof, the Court refused to engage in a balance of consequences that would consider the interests of third parties, as the applicants could not act as guardians for others' rights. The decision is final and unappealable.

Legislator-Regeste

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§ 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG; Interim relief against municipal rent cap law denied for lack of substantiated significant personal disadvantage: The applicants challenged the 2020 Law on the New Regulation of Legal Provisions on Rent Restrictions, seeking an immediate suspension of its execution, but the Court ruled the application inadmissible because the petitioners failed to demonstrate that they would suffer significant disadvantages due to the legislation. The decisive legal basis was the requirement under § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG for a sufficient substantiation of a "heavy disadvantage" (schwerer Nachteil); without this proof, the Court refused to engage in a balance of consequences that would consider the interests of third parties, as the applicants could not act as guardians for others' rights. The decision is final and unappealable.

Schlagwörter

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Mietordnung Vorläufiger Rechtsschutz Verbleiberecht verfassungsmässige Anforderung Recht auf Wohnung Vorkaufsrecht des Mieters

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG

Cited as the statutory requirement for the reasoning of the application that was not met, leading to the rejection of the request for interim relief.

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Volltext

Ablehnung des Erlasses einer eA im Verfassungsbeschwerdeverfahren: mangelnde Darlegung eines schweren Nachteils infolge des Berliner "Mietendeckels" (Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung vom 11.02.2020)

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Der Antrag, das Gesetz zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung vom 11. Februar 2020 (GVBl Bln S. 50) bis zur Entscheidung über die Verfassungsbeschwerde einstweilen außer Kraft zu setzen, ist unzulässig.

Er genügt jedenfalls nicht den gesetzlichen Anforderungen an die Begründung gemäß § 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG. Zwar sind dann, wenn die Aussetzung des Vollzugs eines Gesetzes begehrt wird, im Rahmen der Folgenabwägung die Auswirkungen auf alle von dem Gesetz Betroffenen zu berücksichtigen, und nicht nur die Folgen, die sich für die Beschwerdeführer ergeben (vgl. BVerfGE 122, 342 ). Dies gilt allerdings nur dann, wenn die Beschwerdeführer auch eigene schwere Nachteile hinreichend substantiiert vortragen. Nur in diesem Fall können im Rahmen der Folgenabwägung auch die Nachteile für Dritte berücksichtigt werden. Ansonsten könnten sich die Beschwerdeführer im Verfahren über die einstweilige Anordnung zum Sachwalter fremder Rechte und Interessen machen (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 5. Juli 2013 - 1 BvR 1014/13 -).

Die Beschwerdeführenden haben jedoch nicht in nachvollziehbarer und hinreichend substantiierter Weise dargelegt, dass ihnen durch die Regelungen des angegriffenen Gesetzes ein schwerer Nachteil entsteht.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.