Extinction of constitutional complaints upon complainant’s death due to lack of standing for succession in personal rights proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court of Germany (Second Senate, Second Chamber) ordered the joinder of twenty-two pending constitutional complaints and declared them moot, resulting in the cessation of proceedings without a substantive decision on the merits. The case arose from a complainant incarcerated in a forensic custody facility in Lower Saxony who died on July 9, 2019, while his complaints challenging conditions and rights violations within that facility remained pending. The Court held that because constitutional complaints typically serve the enforcement of strictly personal rights, legal succession is generally impermissible unless the heir can assert a valid interest in their own name; as the deceased’s complaints exclusively pursued his personal rights in custody, no such interest existed for any successor. Consequently, the Court applied the doctrine that the death of the complainant in a personal rights proceeding leads to the procedural extinguishment (Erledigung) of the case, rendering the decision final and unappealable.
Legislator-Regeste
KI-generiertExtinction of constitutional complaints upon complainant’s death due to lack of standing for succession in personal rights proceedings: Nach Mitteilung des Maßregelvollzugszentrums Niedersachsen Moringen ist der Beschwerdeführer am 9. Juli 2019 verstorben.
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KI-generiertVolltext
Feststellung der Erledigung mehrerer Verfassungsbeschwerdeverfahren mit dem Tod des Beschwerdeführers
[TENOR]
Die Verfahren über die Verfassungsbeschwerden werden verbunden.
Die Verfassungsbeschwerden haben sich durch den Tod des Beschwerdeführers erledigt.
[GRUENDE]
1. Nach Mitteilung des Maßregelvollzugszentrums Niedersachsen Moringen ist der Beschwerdeführer am 9. Juli 2019 verstorben.
2. Über die Folgen des Todes des Beschwerdeführers für ein anhängiges Verfassungsbeschwerdeverfahren lässt sich mangels einer gesetzlichen Regelung nur für den einzelnen Fall unter Berücksichtigung der Art des angegriffenen Hoheitsaktes und des Standes des Verfassungsbeschwerdeverfahrens entscheiden (vgl. BVerfGE 6, 389 ; 12, 311 ; 109, 279 ; 124, 300 ; BVerfGK 9, 62 ).
3. Eine Rechtsnachfolge im Verfassungsbeschwerdeverfahren kommt grundsätzlich nicht in Betracht, weil diese Verfahrensart regelmäßig der Durchsetzung höchstpersönlicher Rechte dient. Ausnahmen sind im Hinblick auf solche Rügen zugelassen worden, die der Rechtsnachfolger im eigenen Interesse geltend machen kann (vgl. BVerfGE 109, 279 ; BVerfGK 9, 62 , jeweils m.w.N.). Ein solches zur Fortführung der Verfassungsbeschwerden berechtigendes Interesse liegt hier nicht vor, da die Verfassungsbeschwerden allein die Durchsetzung höchstpersönlicher Rechte des Verstorbenen - seine Rechte im Maßregelvollzug - verfolgen.
Es ist daher festzustellen, dass sich die Verfahren durch den Tod des Beschwerdeführers erledigt haben.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.