Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 673/19 ECLI:DE:BVerfG:2019:rk20190524.1bvr067319 KI-generiert

Constitutional complaint on veterinary administrative orders: insufficient substantiation of critical evidence and unexhausted administrative remedies

Geschäftsnummer 1 BvR 673/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint for decision, leaving the challenged administrative and lower court decisions in force and terminating the provisional order of March 21, 2019. The complainant challenged two administrative court decisions relating to veterinary matters, arguing that the lower courts had failed to adequately assess relevant evidence, but the Court determined the complaint was inadmissible and lacked prospects of success. The Court held that the applicant failed to meet the substantial justification requirements of §§ 23(1) sentence 2 and 92 of the Federal Constitutional Court Act by not submitting or fully reproducing essential documents, specifically two veterinary expert opinions, witness protocols, and site inspection records, upon which the lower court relied decisively. Additionally, the Court found the exhaustion of legal remedies was not satisfied regarding a separate challenged decision because the objection procedure had not yet concluded, and the exceptional waiver of exhaustion under § 90(2) sentence 2 of the Federal Constitutional Court Act was not met.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 90 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint on veterinary administrative orders: insufficient substantiation of critical evidence and unexhausted administrative remedies: The complainant challenged two administrative court decisions relating to veterinary matters, arguing that the lower courts had failed to adequately assess relevant evidence, but the Court determined the complaint was inadmissible and lacked prospects of success. The Court held that the applicant failed to meet the substantial justification requirements of §§ 23(1) sentence 2 and 92 of the Federal Constitutional Court Act by not submitting or fully reproducing essential documents, specifically two veterinary expert opinions, witness protocols, and site inspection records, upon which the lower court relied decisively. Additionally, the Court found the exhaustion of legal remedies was not satisfied regarding a separate challenged decision because the objection procedure had not yet concluded, and the exceptional waiver of exhaustion under § 90(2) sentence 2 of the Federal Constitutional Court Act was not met.

Schlagwörter

KI-generiert
verfassungsmässige Anforderung Verwaltungsbeschwerde Erschöpfung des Rechtswegs Rechtsgutachten Verfassungsbeschwerde im Ausland sachverständiger Zeuge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BVerfGE 90, 22
Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG sind nicht erfüllt, weil die Verfassungsbeschwerde keine Aussicht auf Erfolg hat (vgl. BVerfGE 90, 22 ).
BVerfGE 78, 320
BVerfGE 78, 320 ; 88, 40 ; BVerfGK 14, 402 ), sowie der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts vom 3.
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Provision cited in the dispositive order to justify the omission of a further detailed reasoning for the non-acceptance of the constitutional complaint.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Nichtannahmebeschluss: Unzureichende Substantiierung der Verfassungsbeschwerde mangels Vorlage entscheidungserheblicher Unterlagen - zudem teils mangelnde Rechtswegerschöpfung

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Die Annahmevoraussetzungen des § 93a Abs. 2 BVerfGG sind nicht erfüllt, weil die Verfassungsbeschwerde keine Aussicht auf Erfolg hat (vgl. BVerfGE 90, 22 ).

Insbesondere ist die Verfassungsbeschwerde gegen die unter 3. angegriffenen Entscheidungen unzulässig, weil sie den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG an eine hinreichend substantiierte Begründung nicht genügt. Der Beschwerdeführer hat Schriftstücke, die für die verfassungsrechtliche Beurteilung unverzichtbar sind, weder vorgelegt noch ihrem wesentlichen Inhalt nach wiedergegeben. Dies betrifft insbesondere die zwei amtstierärztlichen Stellungnahmen, die Protokolle der Zeugenvernehmungen und der Ortsbegehungen, obwohl das Oberverwaltungsgericht darauf in den angegriffenen Entscheidungen in entscheidungserheblicher Weise Bezug nimmt und auch der Beschwerdeführer selbst in seiner Beschwerdebegründung darauf verweist (vgl. BVerfGE 78, 320 ; 88, 40 ; BVerfGK 14, 402 ), sowie der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts vom 3. Juli 2018, auf den der Beschwerdeführer verweist. Der Inhalt einiger Schriftstücke wird zwar in der Beschwerdeschrift an verschiedenen Stellen kurz wiedergegeben. Die Wiedergaben erfolgen aber erkennbar nur auszugsweise oder ohne die Möglichkeit zu überprüfen, ob sie vollständig sind.

Gegen die unter 6. angegriffene Entscheidung ist der Rechtsweg nicht erschöpft, da über den Widerspruch noch nicht entschieden worden ist. Die Voraussetzungen des § 90 Abs. 2 Satz 2 BVerfGG liegen nicht vor.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Die einstweilige Anordnung vom 21. März 2019 tritt gemäß Ziffer 1 des Tenors der Anordnung mit diesem Beschluss außer Kraft.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.