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1 BvR 3/19 ECLI:DE:BVerfG:2019:rk20190211.1bvr000319 KI-generiert

Recall to constitutional court of public broadcasting fee: misuse warning for repetitive, pre-decided challenges

Geschäftsnummer 1 BvR 3/19
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court declined to hear the constitutional complaint, thereby leaving the challenged public broadcasting contribution levy in force, and issued a warning to the petitioner that future filings on the same matter would result in the imposition of a misuse fee under § 34 Abs. 2 BVerfGG. The dispute involved a recurring challenge to the constitutionality of the private radio and television contribution fee, which the petitioner had already challenged three times following a prior 2018 ruling by the First Senate that upheld the levy for primary residences. The court found no grounds for admission under § 93a Abs. 2 BVerfGG and determined the current filing constituted abuse of process because it repeated previously rejected arguments without new factual developments or legal bases, rendering it obviously unsuccessful and hindering the court’s duties.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 34 Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Recall to constitutional court of public broadcasting fee: misuse warning for repetitive, pre-decided challenges: 2 BVerfGG. The dispute involved a recurring challenge to the constitutionality of the private radio and television contribution fee, which the petitioner had already challenged three times following a prior 2018 ruling by the First Senate that upheld the levy for primary residences. The court found no grounds for admission under § 93a Abs. 2 BVerfGG and determined the current filing constituted abuse of process because it repeated previously rejected arguments without new factual developments or legal bases, rendering it obviously unsuccessful and hindering the court’s duties.

Schlagwörter

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Radio- und Fernsehabgabe Abgabestreitigkeit Verfassungsmässigkeit öffentliche Verhandlung neues rechtliches Vorbringen Rüge verfassungsmässiger Rechte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG

Cited as the procedural basis for the refusal to admit the constitutional complaint because the required grounds for acceptance were not met.

§ 34 Abs. 2 BVerfGG

Cited in the dispositive as the legal basis for warning the petitioner that a fee for misuse of legal proceedings will be imposed on future filings.

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Volltext

Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde bzgl der Erhebung des Rundfunkbeitrags - Androhung einer Missbrauchsgebühr wegen wiederholter Beschwerdeerhebung zu demselben Gegenstand

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

I. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, da Annahmegründe gemäß § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht gegeben sind.

II. Dem Beschwerdeführer wird für künftige Verfahren die Auferlegung einer Missbrauchsgebühr nach § 34 Abs. 2 BVerfGG angedroht.

Ein Missbrauch liegt vor, wenn das Bundesverfassungsgericht durch für jeden erkennbar substanzlose Verfassungsbeschwerden an der Erfüllung seiner Aufgaben gehindert wird, wodurch anderen Rechtsuchenden der ihnen zukommende Grundrechtsschutz nur verzögert gewährt werden kann (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. Mai 2010 - 1 BvR 690/10, 1 BvR 901/10 -, juris, Rn. 5; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 20. Juli 2016 - 1 BvR 1979/14 -, juris, Rn. 4; Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 29. März 2017 - 1 BvR 373/17 -, juris, Rn. 5). Um eine missbräuchliche Einlegung einer Verfassungsbeschwerde handelt es sich unter anderem dann, wenn sie offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist und ihre Einlegung von jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden muss (vgl. BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Ersten Senats vom 9. Juni 2004 - 1 BvR 915/04 -, NJW 2004, S. 2959; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 20. Juli 2016 - 1 BvR 1979/14 -, juris, Rn. 4).

Das Bundesverfassungsgericht hat bereits mit Urteil des Ersten Senats vom 18. Juli 2018 (BVerfG, Urteil vom 18. Juli 2018 - 1 BvR 1675/16 u.a. -, www.bverfg.de) die Erhebung des Rundfunkbeitrags im privaten Bereich für Erstwohnungen eingehend untersucht und für verfassungsgemäß erachtet. Der Beschwerdeführer hat nach der Verkündung des Urteils zu dem gleichen Gegenstand bereits die dritte Verfassungsbeschwerde erhoben, die aufgrund der zeitnahen vorangegangenen Befassung des Senats und mangels neuer Argumente oder abweichender Sachverhaltsgestaltung erkennbar aussichtslos ist.

Von einer weitergehenden Begründung wird gemäß § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.