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1 BvQ 80/18 ECLI:DE:BVerfG:2018:qk20181106.1bvq008018 KI-generiert

Denial of interim relief on travel expense reimbursement due to lack of severe detriment and availability of standard transport benefits

Geschäftsnummer 1 BvQ 80/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court rejected the applicant's petition for interim relief, upholding the lower court's refusal to award travel expenses for social court proceedings. The dispute centered on the applicant's challenge to the social court's decision not to obligatorily reimburse travel costs for court appearances, with the applicant arguing that this omission caused significant financial hardship. The Court found no basis for interim protection under § 32 of the Federal Constitutional Court Act because the applicant failed to demonstrate severe, irremediable detriment, specifically failing to explain why personal attendance at the social court located approximately three kilometers away was impossible or why public transport fares of 6.80 EUR to the regional social court could not be covered by the statutory standard rate for transport of 32.90 EUR under the Basic Needs Regulation, concluding that the decision is final and unappealable.

Legislator-Regeste

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§ 32 BVerfGG, § 20 SGB II, § 28 SGB XII; Denial of interim relief on travel expense reimbursement due to lack of severe detriment and availability of standard transport benefits: The dispute centered on the applicant's challenge to the social court's decision not to obligatorily reimburse travel costs for court appearances, with the applicant arguing that this omission caused significant financial hardship. The Court found no basis for interim protection under § 32 of the Federal Constitutional Court Act because the applicant failed to demonstrate severe, irremediable detriment, specifically failing to explain why personal attendance at the social court located approximately three kilometers away was impossible or why public transport fares of 6.80 EUR to the regional social court could not be covered by the statutory standard rate for transport of 32.90 EUR under the Basic Needs Regulation, concluding that the decision is final and unappealable.

Schlagwörter

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Vergütung von Reisekosten Vorläufiger Rechtsschutz finanzielle Notlage Öffentlicher Verkehrsdienst statutarische Leistung sozialversicherungsrechtliche Streitigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Ablehnung eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, gerichtet auf die Gewährung von Reisekosten bzgl sozialgerichtlicher Verfahren - schwerer Nachteil durch Versagung von Reisekosten mit Blick auf geringe Entfernung bzw Regelbedarf für Verkehr nicht dargelegt

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Der Antragsteller verlangt die Erstattung von Reisekosten, um an Gerichtsterminen teilnehmen zu können, wozu er seitens des Gerichts ausnahmsweise nicht verpflichtet worden ist. Gründe für den Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 32 BVerfGG sind hier jedoch nicht dargelegt oder sonst erkennbar. Der Antragsteller legt nicht dar, inwiefern ihm derart schwere Nachteile drohen, dass eine Entscheidung nach § 32 BVerfGG geboten wäre. Es ist insbesondere nicht erkennbar, warum das persönliche Erscheinen vor dem Sozialgericht nicht möglich wäre, obwohl das Gericht in etwa drei Kilometern Entfernung vom Wohnort liegt. Desgleichen ist nicht dargelegt, warum die Kosten für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu dem weiter entfernten Landessozialgericht in Höhe von 6,80 Euro nicht aus den Leistungen für den Regelbedarf bestritten werden können, der nach § 20 SGB II in Verbindung mit § 28 SGB XII in § 5 RBEG vorsieht, dass für solche Bedarfe ein Betrag in Höhe von 32,90 Euro berücksichtigt wird.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.