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1 BvQ 55/18 ECLI:DE:BVerfG:2018:qk20180821.1bvq005518 KI-generiert

Interim relief denied where pending constitutional complaint lacks exhausted legal remedy and right-violation claim

Geschäftsnummer 1 BvQ 55/18
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court denied the applicant's request for interim relief (einstweilige Anordnung), leaving the status quo in force and deeming it unnecessary to rule on the parallel application for readmission to the prior status. The dispute concerned the admissibility of a prospective constitutional complaint challenging unspecified measures, where the applicant sought urgent injunctive relief under § 32(1) BVerfGG. The court held that interim relief is unavailable when the main constitutional complaint is fundamentally inadmissible; specifically, the applicant failed to exhaust the ordinary legal remedies as required by § 90(2) sentence 1 BVerfGG and failed to demonstrate a violation of rights within the meaning of § 90(1) BVerfGG, rendering the underlying complaint unmeritable regardless of the need to prevent serious disadvantages.

Legislator-Regeste

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§ 90 Abs 1 BVerfGG, § 32 Abs. 1 BVerfGG, § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG; Interim relief denied where pending constitutional complaint lacks exhausted legal remedy and right-violation claim: The dispute concerned the admissibility of a prospective constitutional complaint challenging unspecified measures, where the applicant sought urgent injunctive relief under § 32(1) BVerfGG. The court held that interim relief is unavailable when the main constitutional complaint is fundamentally inadmissible; specifically, the applicant failed to exhaust the ordinary legal remedies as required by § 90(2) sentence 1 BVerfGG and failed to demonstrate a violation of rights within the meaning of § 90(1) BVerfGG, rendering the underlying complaint unmeritable regardless of the need to prevent serious disadvantages.

Schlagwörter

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Vorläufiger Rechtsschutz ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Nothilfe nach BV Demonstrationsrecht Eilvorabentscheidungsverfahren Erschöpfung des Rechtswegs

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 89, 38
BVerfGE 89, 38 ; 118, 111 ; 130, 367 ; stRspr).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG

Cited in the dispositive to establish the inadmissibility of the underlying constitutional complaint due to failure to exhaust legal remedies.

§ 90 Abs. 1 BVerfGG

Cited in the dispositive to establish the inadmissibility of the underlying constitutional complaint due to the failure to demonstrate a violation of constitutional rights.

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Volltext

Ablehnung des Erlasses einer eA bei Unzulässigkeit einer noch zu erhebenden Verfassungsbeschwerde - mangelnde Rechtswegerschöpfung sowie fehlende Darlegung einer Verletzung von Rechten iSd § 90 Abs 1 BVerfGG

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt, ohne dass es einer Entscheidung über den Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bedarf.

[GRUENDE]

Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung sind nicht erfüllt.

1. Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen Zustand durch einstweilige Anordnung vorläufig regeln, wenn dies zur Abwehr schwerer Nachteile, zur Verhinderung drohender Gewalt oder aus einem anderen wichtigen Grund zum gemeinen Wohl dringend geboten ist. Dabei müssen die Gründe, die für die Verfassungswidrigkeit der angegriffenen Maßnahmen sprechen, außer Betracht bleiben. Für eine einstweilige Anordnung ist allerdings dann kein Raum, wenn der Antrag in der Hauptsache sich von vornherein als unzulässig oder offensichtlich unbegründet erweist (vgl. BVerfGE 89, 38 ; 118, 111 ; 130, 367 ; stRspr).

2. Danach kann eine einstweilige Anordnung nicht ergehen. Denn eine in der Hauptsache zu erhebende Verfassungsbeschwerde wäre unzulässig, weil der Antragsteller vor Erhebung der Verfassungsbeschwerde den Rechtsweg nicht ordnungsgemäß nach § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG erschöpft hat. Darüber hinaus lässt die Antragsschrift eine Verletzung von Rechten im Sinne des § 90 Abs. 1 BVerfGG nicht erkennen. Einer Entscheidung über den vorsorglich gestellten Antrag des Antragstellers auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bedarf es nicht.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.