Inadmissibility of objection to rejection of isolated interim relief in constitutional complaint proceedings
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court dismissed the applicants' objections to the rejection of their requests for interim relief, finding them inadmissible. The dispute concerned isolated applications for preliminary injunctions challenging constitutional violations in compulsory enforcement measures, where no main constitutional complaint was yet pending. Relying on Section 32(3) sentence 2 of the Federal Constitutional Court Act, the Court held that the objection procedure is inadmissible in constitutional complaint proceedings and therefore unavailable to applicants whose main action is limited to a constitutional complaint, even if the main case has not yet been filed.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 93d Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 32 Abs. 3 Satz 3 BVerfGG, § 32 Abs. 3 BVerfGG, § 32 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG, § 32 Abs. 3 S 2 BVerfGG, § 93d Abs. 2 S 1 BVerfGG; Inadmissibility of objection to rejection of isolated interim relief in constitutional complaint proceedings: The dispute concerned isolated applications for preliminary injunctions challenging constitutional violations in compulsory enforcement measures, where no main constitutional complaint was yet pending. Relying on Section 32(3) sentence 2 of the Federal Constitutional Court Act, the Court held that the objection procedure is inadmissible in constitutional complaint proceedings and therefore unavailable to applicants whose main action is limited to a constitutional complaint, even if the main case has not yet been filed.
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KI-generiertBasis for rejecting the objections as inadmissible because the remedy is statutorily unavailable in proceedings where only a constitutional complaint is possible in the main case.
Procedural basis for the chamber's competence to reject the objections due to evident inadmissibility.
Volltext
Verwerfung von Widersprüchen gegen eA-Ablehnungen: Zuständigkeit der Kammer für Verwerfung wegen offensichtlicher Unzulässigkeit - Unstatthaftigkeit des Widerspruchs gem § 32 Abs 3 S 2 BVerfGG auch bei isoliertem eA-Antrag, wenn in der Hauptsache nur eine Verfassungsbeschwerde möglich wäre
[TENOR]
Die Widersprüche werden verworfen.
[GRUENDE]
Die Widersprüche gegen die Ablehnung der gesondert gestellten Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sind zu verwerfen, weil sie unzulässig sind.
1. Die Verwerfung der Widersprüche kann nach § 93d Abs. 2 Satz 1 BVerfGG durch die Kammer erfolgen, weil diese offensichtlich unzulässig sind. Ebenso, wie die Durchführung einer mündlichen Verhandlung gemäß § 32 Abs. 3 Satz 3 BVerfGG einen zulässigen Widerspruch voraussetzt (vgl. BVerfGE 89, 119 ), ist § 93d Abs. 2 Satz 3 in Verbindung mit § 32 Abs. 3 BVerfGG für die Zuständigkeit des Senats so auszulegen, dass der Widerspruchsführer befugt sein muss, diesen Rechtsbehelf einzulegen (vgl. BVerfGE 99, 49 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 26. Januar 2017 - 1 BvQ 4/17 -, juris, Rn. 2; Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 25. Januar 2018 - 2 BvQ 85/17 -, juris, Rn. 3). Dies ist hier nicht der Fall.
2. Die Widersprüche gegen die Ablehnung der Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sind gemäß § 32 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG im Verfassungsbeschwerdeverfahren unstatthaft. Im vorliegenden Fall hat der Antragsteller zwar bislang in der Hauptsache kein Verfahren beim Bundesverfassungsgericht eingeleitet. Allerdings kommt für den Antragsteller, der die Verfassungswidrigkeit von Maßnahmen der Zwangsvollstreckung rügt, in der Hauptsache nur die Verfassungsbeschwerde in Betracht (Art. 93 Abs. 1 Nr. 4a GG, §§ 13 Nr. 8a, 90 Abs. 1 BVerfGG). Daher steht ihm ebenso wie in dem Fall, in dem die Verfassungsbeschwerde im Zeitpunkt der Entscheidung über den einstweiligen Rechtsschutzantrag bereits anhängig ist, gemäß § 32 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG kein Widerspruchsrecht zu (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 26. Januar 2017 - 1 BvQ 4/17 -, juris, Rn. 3; Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 25. Januar 2018 - 2 BvQ 85/17 -, juris, Rn. 5).
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.