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1 BvR 2759/16 ECLI:DE:BVerfG:2018:rk20180213.1bvr275916 KI-generiert

Application of the half-division principle to child support claims of uncohabiting mothers under §§ 1615l(3), 1610 BGB

Geschäftsnummer 1 BvR 2759/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint for adjudication, thereby upholding the lower court's application of the "half-division principle" to the respondent's child support claim. The dispute concerned whether applying this principle to determine the maintenance entitlement of an uncohabiting mother under § 1615l (3) in conjunction with § 1610 of the German Civil Code violated the complainant's fundamental rights. The Court held that the interpretation and application by the higher regional court were not objectively arbitrary under Article 3 (1) of the Basic Law and did not constitute impermissible judicial law-making, finding no prospect of success for the constitutional challenge under Article 93a (2)(b) of the Rules of Procedure for the Federal Constitutional Court.

Legislator-Regeste

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§ 1610 BGB, § 1615l Abs. 3 BGB, Art. 3 Abs. 1 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Application of the half-division principle to child support claims of uncohabiting mothers under §§ 1615l(3), 1610 BGB: Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Die Annahme der Verfassungsbeschwerde ist auch nicht zur Durchsetzung der als verletzt bezeichneten Grundrechte angezeigt (§ 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG), weil die Verfassungsbeschwerde keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat (vgl. BVerfGE 90, 22 ; 96, 245 ; 108, 129 ; stRspr).

Schlagwörter

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Kindesunterhalt Prozessrecht Zivilabteilung verfassungsmässiger Grundsatz Auslegung von Urteilen Landesrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 90, 22
BVerfGE 90, 22 ; 96, 245 ; 108, 129 ; stRspr).
XII ZR 121/03
Dezember 2004 - XII ZR 121/03 -, juris, Rn.
BVerfGE 132, 99
dazu BVerfGE 132, 99 ) dar.
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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Anwendung des Halbteilungsgrundsatzes auf Unterhaltsanspruch der nicht verheirateten Mutter nach §§ 1615l Abs 3, 1610 BGB begegnet keinen verfassungsrechtlichen Bedenken

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Die Annahme der Verfassungsbeschwerde ist auch nicht zur Durchsetzung der als verletzt bezeichneten Grundrechte angezeigt (§ 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG), weil die Verfassungsbeschwerde keine hinreichende Aussicht auf Erfolg hat (vgl. BVerfGE 90, 22 ; 96, 245 ; 108, 129 ; stRspr).

Die Beschwerdeführerin wendet sich gegen die Anwendung des Halbteilungsgrundsatzes auf die Bestimmung des Unterhaltsanspruches der nicht verheirateten Mutter gemäß § 1615l Abs. 3, § 1610 BGB (vgl. BGH, Urteil vom 15. Dezember 2004 - XII ZR 121/03 -, juris, Rn. 11 ff.).

Das Oberlandesgericht hat § 1615l Abs. 3 BGB nicht in objektiv willkürlicher Weise fehlerhaft (Art. 3 Abs. 1 GG) ausgelegt und angewendet. Zudem wahrt die Auslegung, die die Vorschrift durch das Oberlandesgericht gefunden hat, die richterliche Bindung an Recht und Gesetz und stellt keine unzulässige Rechtsfortbildung (vgl. dazu BVerfGE 132, 99 ) dar.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.