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2 BvQ 49/17 ECLI:DE:BVerfG:2018:qk20180125.2bvq004917 KI-generiert

Denial of cost reimbursement in isolated preliminary injunction proceedings for insufficient substantiation of constitutional claim to network access

Geschäftsnummer 2 BvQ 49/17
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court rejected the applicant's request for the reimbursement of necessary expenses under § 34a(3) BVerfGG, leaving the applicant to bear their own costs. The case involved a request for the reimbursement of costs arising from an earlier application for a preliminary injunction (einstweilige Anordnung) regarding a constitutional complaint against a telecommunications provider's refusal to reinstate network access; the initial injunction request was rendered moot by the applicant's declaration of completion. The Court held that cost reimbursement is only granted on billerly grounds if the preliminary injunction application was obviously successful upon cursory review, but it lacked prospect of success because the applicant failed to substantiate a constitutionally grounded claim to immediate restoration of network access, failing to meet the substantive requirements for a standalone preliminary injunction application under § 32(1) BVerfGG, which demands sufficient detail to support a future constitutional complaint.

Legislator-Regeste

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§ 34a Abs 3 BVerfGG, § 32 Abs. 1 BVerfGG; Denial of cost reimbursement in isolated preliminary injunction proceedings for insufficient substantiation of constitutional claim to network access: The case involved a request for the reimbursement of costs arising from an earlier application for a preliminary injunction (einstweilige Anordnung) regarding a constitutional complaint against a telecommunications provider's refusal to reinstate network access; the initial injunction request was rendered moot by the applicant's declaration of completion. The Court held that cost reimbursement is only granted on billerly grounds if the preliminary injunction application was obviously successful upon cursory review, but it lacked prospect of success because the applicant failed to substantiate a constitutionally grounded claim to immediate restoration of network access, failing to meet the substantive requirements for a standalone preliminary injunction application under § 32(1) BVerfGG, which demands sufficient detail to support a future constitutional complaint.

Schlagwörter

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Kostenersatz verfassungsmässige Anforderung Vorentscheid hinreichende Zufahrt Rüge verfassungsmässiger Rechte Klagebewilligung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 34a Abs. 3 BVerfGG

Provision governing the discretionary reimbursement of expenses after the completion of a preliminary injunction application, which the court rejected.

§ 32 Abs. 1 BVerfGG

Procedural requirement mandating that a standalone preliminary injunction application must contain sufficient substantiation for a subsequent constitutional complaint, which the applicant failed to meet.

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Volltext

Keine Auslagenerstattung im isolierten eA-Verfahren gem § 34a Abs 3 BVerfGG bei Unzulässigkeit des eA-Antrags mangels hinreichender Begründung

[TENOR]

Der Antrag der Antragstellerin, die Erstattung ihrer notwendigen Auslagen anzuordnen, wird abgelehnt.

[GRUENDE]

Über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung ist aufgrund der Erledigungserklärung der Antragstellerin vom 8. September 2017 nicht mehr zu entscheiden (vgl. BVerfGE 7, 75 ; 85, 109 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 2. Mai 2017 - 2 BvR 572/17 -, juris, Rn. 1).

1. Gemäß § 34a Abs. 3 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht nach Erledigung eines Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung die volle oder teilweise Erstattung der der Antragstellerin entstandenen Auslagen anordnen.

Über die Erstattung ist unter Gesamtwürdigung aller bekannten Umstände nach Billigkeitsgesichtspunkten zu entscheiden. Dabei kommt mit Blick auf die Funktion und Tragweite verfassungsrichterlicher Entscheidungen eine summarische Prüfung der Erfolgsaussichten des Antrags auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zwar regelmäßig nicht in Betracht (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 87, 394 ; 133, 37 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 21. September 2017 - 2 BvQ 40/17 -, juris, Rn. 3; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 2. Mai 2017 - 2 BvR 572/17 -, juris, Rn. 2; Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 9. Februar 2017 - 1 BvR 309/11 -, juris, Rn. 2). Eine Erstattung kann aus Billigkeitsgesichtspunkten allerdings dann angeordnet werden, wenn der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bei überschlägiger Beurteilung offensichtlich Aussicht auf Erfolg gehabt hätte und im Rahmen der lediglich kursorischen Prüfung zu verfassungsrechtlichen Zweifelsfragen nicht Stellung genommen zu werden braucht (vgl. BVerfGE 85, 109 ; 133, 37 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 21. September 2017 - 2 BvQ 40/17 -, juris, Rn. 3; Beschluss der 1. Kammer des Zweiten Senats vom 19. Dezember 2016 - 2 BvR 1490/16 -, juris, Rn. 9).

2. Nach diesen Maßstäben scheidet die Anordnung einer Auslagenerstattung vorliegend aus. Ein Antrag nach § 32 Abs. 1 BVerfGG ist nur zulässig, wenn die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung substantiiert dargelegt sind (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. Oktober 2006 - 1 BvQ 30/06 -, juris; Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 17. November 2006 - 1 BvQ 33/06 -, juris). Wird - wie hier - isoliert eine einstweilige Anordnung beantragt, muss der Antrag die Angaben enthalten, die zur Begründung der noch zu erhebenden Verfassungsbeschwerde erforderlich sind (vgl. BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 20. August 2015 - 1 BvQ 28/15 -, juris). Diesen Anforderungen genügt die Antragsbegründung nicht. Die Antragstellerin hat bereits nicht hinreichend dargelegt, dass sie einen verfassungsrechtlich begründeten Anspruch auf sofortige Wiederherstellung eines Anschlusses an das Telekommunikationsnetz der Antragsgegnerin des Ausgangsverfahrens gehabt hätte.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.