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2 BvR 1400/17 ECLI:DE:BVerfG:2017:rk20170703.2bvr140017 KI-generiert

Constitutional complaint against Bundeswehr Syria deployment resolution dismissed as inadmissible; recusal motions rejected for lack of concrete bias

Geschäftsnummer 2 BvR 1400/17
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the applicants' recusal motions as inadmissible and declined to admit the constitutional complaint, rendering the motion for interim relief moot, thereby upholding the lower tribunal's resolution of the underlying dispute. The case involved a constitutional challenge to the German Bundestag's resolution extending and expanding the Bundeswehr's deployment in Syria, accompanied by recusal requests against the Court's President and a specific judge. The recusal against the President was deemed inadmissible because he was not assigned to the proceedings, while the request against the judge was rejected for containing only unsubstantiated speculation and a mere repetition of previously adjudicated claims, failing to establish a concrete doubt about objectivity. The Constitutional Court found the main complaint inadmissible, citing the procedural requirement that a complaint must meet specific formal standards to be admitted for review, and explicitly dispensed with further reasoning pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, resulting in a final, unappealable decision.

Legislator-Regeste

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§ 93d Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint against Bundeswehr Syria deployment resolution dismissed as inadmissible; recusal motions rejected for lack of concrete bias: The case involved a constitutional challenge to the German Bundestag's resolution extending and expanding the Bundeswehr's deployment in Syria, accompanied by recusal requests against the Court's President and a specific judge. The recusal against the President was deemed inadmissible because he was not assigned to the proceedings, while the request against the judge was rejected for containing only unsubstantiated speculation and a mere repetition of previously adjudicated claims, failing to establish a concrete doubt about objectivity. The Constitutional Court found the main complaint inadmissible, citing the procedural requirement that a complaint must meet specific formal standards to be admitted for review, and explicitly dispensed with further reasoning pursuant to § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, resulting in a final, unappealable decision.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren verfassungsmässige Anforderung Verfassungsbeschwerde im Ausland Verfahrensüberprüfung Disziplinarverfahren der Militärjustiz Wandelungsrecht

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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2 BvR 865/17
EU legislation not actionable as German public authority act in individual constitutional complaint; recusal for speculative partiality failed
1 BvR 1487/87
Dezember 1988 - 1 BvR 1487/87 -, juris).
BVerfGE 20, 9
Besorgnis der Befangenheit besteht, wenn ein am Verfahren Beteiligter bei vernünftiger Würdigung aller Umstände Anlass hat, an der Unvoreingenommenheit und objektiven Einstellung des Richters zu zweifeln (BVerfGE 20, 9 ; 32, 288 ; 82, 30 ; 98, 134 ; 101, 46 ; 102, 122 ; 108, 279 ; 135, 248 ; stRspr).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Cited in the dispositive to justify dispensing with further reasoning for the non-acceptance of the constitutional complaint.

§ 93d Abs. 2 Satz 1 BVerfGG

Cited in the dispositive to establish the chamber's authority to decide on the inadmissibility of the recusal requests.

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Volltext

Nichtannahme einer gegen den Beschluss des Deutschen Bundestages vom 09.11.2016 "über die Verlängerung und Erweiterung des Syrien-Einsatzes der Bundeswehr" gerichteten, unzulässigen Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Zurückweisung offensichtlich unzulässiger Ablehnungsgesuche (teilweise Wiederholung des ebenfalls offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs im Verfahren 2 BvR 865/17) in ursprünglicher Kammerbesetzung

[TENOR]

Die Ablehnungsgesuche gegen den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts und den Richter Huber werden als unzulässig verworfen.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Damit erledigt sich der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung.

[GRUENDE]

1. Die Verwerfung der Ablehnungsgesuche kann mit der Sachentscheidung erfolgen, weil sie offensichtlich unzulässig sind.

a) Bei offensichtlicher Unzulässigkeit bedarf es keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters; dieser ist auch von der Entscheidung über das offensichtlich unzulässige Ablehnungsgesuch nicht ausgeschlossen (vgl. BVerfGK 8, 59 ). Die Entscheidungsbefugnis der Kammer folgt im Rahmen der Nichtannahmeentscheidung aus § 93d Abs. 2 Satz 1 BVerfGG.

b) Die offensichtliche Unzulässigkeit hinsichtlich des Ablehnungsgesuchs gegen den Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts ergibt sich daraus, dass dieser nicht zur Mitwirkung in diesem Verfahren berufen ist (BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 15. Dezember 1988 - 1 BvR 1487/87 -, juris).

c) Die offensichtliche Unzulässigkeit des Ablehnungsgesuchs gegen den Richter Huber ergibt sich daraus, dass dieses lediglich Ausführungen enthält, die zur Darlegung einer Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind. Besorgnis der Befangenheit besteht, wenn ein am Verfahren Beteiligter bei vernünftiger Würdigung aller Umstände Anlass hat, an der Unvoreingenommenheit und objektiven Einstellung des Richters zu zweifeln (BVerfGE 20, 9 ; 32, 288 ; 82, 30 ; 98, 134 ; 101, 46 ; 102, 122 ; 108, 279 ; 135, 248 ; stRspr). Die Beschwerdeführer wiederholen im Kern lediglich das von der Kammer bereits für offensichtlich unzulässig befundene Ablehnungsgesuch der Beschwerdeführerin zu 1. im Verfahren 2 BvR 865/17, das aus der Perspektive eines verständigen Beschwerdeführers lediglich nicht nachvollziehbare Interpretationen öffentlicher Äußerungen und substanzlose Spekulationen zu persönlichen Beziehungen und Bekanntschaften, nicht jedoch einen konkreten, zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit geeigneten Sachverhalt enthielt. Auch soweit das vorliegende Befangenheitsgesuch zum Teil auf neue Ausführungen gestützt ist, gilt in der Sache nichts anderes; insbesondere ist die beanstandete Sachbehandlung des vorgenannten Ablehnungsgesuchs der Beschwerdeführerin zu 1. lediglich die Folge von dessen offensichtlicher Unzulässigkeit.

2. Die Verfassungsbeschwerde war nicht zur Entscheidung anzunehmen, da sie unzulässig ist.

3. Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.