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1 BvR 1015/15 ECLI:DE:BVerfG:2017:rs20170329.1bvr101515 KI-generiert

Valuation of subject matter for legal aid fees in constitutional complaints: rejection of deviation from the €50,000 standard

Geschäftsnummer 1 BvR 1015/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court (BVerfG) fixed the value of the subject matter for legal professional activity in a constitutional complaint proceedings at €50,000, rejecting a request by the court-appointed attorney to set it at €300,000. The dispute concerned the determination of the statutory "Gegenstandswert" under § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG in conjunction with § 14 Abs. 1 Satz 1 RVG, where the attorney argued the higher value was justified by the case's extensive scope, nationwide significance, and the client's severe financial impact due to a challenged law affecting their income as a real estate broker. The Court held that its established jurisprudence sets the standard value for such constitutional complaint proceedings at €50,000, and found no reason to deviate from this rule value, as this amount sufficiently reflected both the subjective financial interest of the complainant and the objective significance of the proceedings.

Legislator-Regeste

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Valuation of subject matter for legal aid fees in constitutional complaints: rejection of deviation from the €50,000 standard: The dispute concerned the determination of the statutory "Gegenstandswert" under § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG in conjunction with § 14 Abs. 1 Satz 1 RVG, where the attorney argued the higher value was justified by the case's extensive scope, nationwide significance, and the client's severe financial impact due to a challenged law affecting their income as a real estate broker. The Court held that its established jurisprudence sets the standard value for such constitutional complaint proceedings at €50,000, and found no reason to deviate from this rule value, as this amount sufficiently reflected both the subjective financial interest of the complainant and the objective significance of the proceedings.

Schlagwörter

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Anwaltskosten Streitwert unentgeltliche Rechtspflege Grundstücksbewertung Subjektives Recht Einkommensermittlung

Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 79, 365
BVerfGE 79, 365 ; BVerfGK 20, 336 ; stRspr).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 37 Abs. 2 Satz 2, 1. Halbsatz RVG in Verbindung mit § 14 Abs. 1 Satz 1 RVG

Legal basis cited in the decision to fix the value of the subject matter for the attorney's activity.

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Volltext

Gegenstandswertfestsetzung im Verfassungsbeschwerdeverfahren

[TENOR]

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird für das Verfassungsbeschwerdeverfahren auf 50.000 € (in Worten: fünfzigtausend Euro) festgesetzt.

[GRUENDE]

I. Mit Beschluss vom 2. November 2015 ist dem Beschwerdeführer zu 2) Prozesskostenhilfe bewilligt und sein Bevollmächtigter zur Wahrnehmung seiner Rechte im Verfassungsbeschwerdeverfahren beigeordnet worden.

Mit Schriftsatz vom 15. Januar 2017 hat der Bevollmächtigte beantragt, den Gegenstandswert auf 300.000 € festzusetzen. Ein Betrag in dieser Größenordnung sei gerechtfertigt, weil die Angelegenheit äußert umfangreich und die Entscheidung des Senats in ihrer Reichweite bundesweit von Bedeutung gewesen sei. Darüber hinaus sei das persönliche Interesse des Beschwerdeführers zu 2) als "extrem hoch" zu bewerten, denn das mit der Verfassungsbeschwerde angegriffene Gesetz habe zu einem erheblichen Rückgang seiner Einkünfte als selbständiger Wohnungsmakler geführt und ihn damit letztlich "zu einem Hartz-IV-Fall gemacht".

Die Beschwerdeführer und das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz hatten Gelegenheit zur Stellungnahme, haben davon aber keinen Gebrauch gemacht.

II. Die Festsetzung des Gegenstandswerts beruht auf § 37 Abs. 2 Satz 2, 1. Halbsatz in Verbindung mit § 14 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über die Vergütung der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Rechtsanwaltsvergütungsgesetz - RVG). Maßgeblich für die Höhe des Gegenstandwerts der anwaltlichen Tätigkeit sind zum einen die subjektive und besondere objektive Bedeutung des Verfahrens und zum anderen das Maß seiner Förderung durch die anwaltliche Tätigkeit (vgl. BVerfGE 79, 365 ; BVerfGK 20, 336 ; stRspr).

In Anwendung dieser Maßstäbe beträgt der Gegenstandswert bei Entscheidung des Senats nach seiner ständigen Rechtsprechung in der Regel 50.000 €. Auch unter Berücksichtigung der Argumente des Bevollmächtigten der Beschwerdeführer besteht keine Veranlassung, von diesem Regelwert abzuweichen. Insbesondere spiegelt ein Betrag in dieser Höhe sowohl das finanzielle Interesse des Beschwerdeführers zu 2) an einem ihm günstigen Ausgang als auch die objektive Bedeutung des Verfahrens für die Allgemeinheit wider und erscheint auch unter Berücksichtigung von Art und Umfang der anwaltlichen Tätigkeit seines Bevollmächtigten im konkreten Fall angemessen.