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1 BvR 1877/15 ECLI:DE:BVerfG:2017:rk20170222.1bvr187715 KI-generiert

BVerfG admission as auxiliary assistant excludes "lecturers" from status as legal teachers under § 22 BVerfGG

Geschäftsnummer 1 BvR 1877/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court admitted the complainant's son as an auxiliary assistant (Beistand) under § 22 para. 1 sentence 4 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), explicitly denying his admission as a fully authorized representative under § 22 para. 1 sentence 1 BVerfGG. The dispute concerned the procedural qualification of a family member seeking to represent a complainant in a constitutional complaint, specifically regarding the complainant's health-related interests. The Court held that the term "legal teacher" in § 22 para. 1 sentence 1 BVerfGG is strictly limited to university professors or persons substantially comparable, excluding "lecturers" (Lehrbeauftragte) who hold only time-limited contracts for specific teaching modules; consequently, the applicant did not meet the professional quality standards for a representative. However, admission as an assistant was granted because it was objectively useful and subjectively necessary, given the applicant's legal background as a former administrative judge and the complainant's justifiable need for familial support in health-related matters.

Legislator-Regeste

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§ 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG, § 22 Abs 1 S 4 BVerfGG; BVerfG admission as auxiliary assistant excludes "lecturers" from status as legal teachers under § 22 BVerfGG: 1 sentence 4 of the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), explicitly denying his admission as a fully authorized representative under § 22 para. 1 sentence 1 BVerfGG. The dispute concerned the procedural qualification of a family member seeking to represent a complainant in a constitutional complaint, specifically regarding the complainant's health-related interests. The Court held that the term "legal teacher" in § 22 para. 1 sentence 1 BVerfGG is strictly limited to university professors or persons substantially comparable, excluding "lecturers" (Lehrbeauftragte) who hold only time-limited contracts for specific teaching modules; consequently, the applicant did not meet the professional quality standards for a representative. However, admission as an assistant was granted because it was objectively useful and subjectively necessary, given the applicant's legal background as a former administrative judge and the complainant's justifiable need for familial support in health-related matters.

Schlagwörter

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Ausgeschlossene Rechtsgebiete Dienstrechtliche Stellungen gesetzliche Vertretung verfassungsmässige Schranken vergleichbare Rechtsstellung verwaltungsrechtlicher Vertrag

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 8, 92
BVerfGE 8, 92 ; 68, 360 ).
1 BvR 2971/06
Januar 2007 - 1 BvR 2971/06 -, juris), ein nachvollziehbares Bedürfnis, aus familiärer Beziehung gerade auf ihn als Beistand zurückzugreifen.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 22 Abs 1 S 4 BVerfGG

Legal basis for admitting the applicant as an auxiliary assistant (Beistand) instead of a full representative.

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Volltext

Kammerentscheidung: Zulassung eines Lehrbeauftragten an einer Hochschule als Beistand im Verfassungsbeschwerdeverfahren (§ 22 Abs 1 S 4 BVerfGG) - Begriff des "Rechtslehrers" iSd § 22 Abs 1 S1 Als 2 BVerfGG umfasst lediglich Hochschulprofessoren und ihnen weitgehend vergleichbare Personen, nicht aber Lehrbeauftragte

[TENOR]

Der Sohn der Beschwerdeführerin, Herr O..., wird als Beistand der Beschwerdeführerin zugelassen.

[GRUENDE]

Nachdem der Sohn der Beschwerdeführerin sie im Verfahren nicht als Bevollmächtigter im Sinne von § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG vertreten kann, war er auf ihren für diesen Fall hilfsweise gestellten Antrag als Beistand nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG zuzulassen.

Der Sohn der Beschwerdeführerin war Verwaltungsrichter und ist zur Zeit im juristischen Dienst eines Landtags tätig. Daneben unterrichtet er im Rahmen eines Lehrauftrags an einer wissenschaftlichen Hochschule.

Er gehört als Lehrbeauftragter an einer Hochschule nicht zum Kreis der möglichen Bevollmächtigten nach § 22 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG. Die Vorschrift verlangt zur Sicherung der fachlichen Qualität eines Bevollmächtigten sowohl die Stellung als Hochschullehrer als auch die Befähigung zum Richteramt. Letztere soll die Vertrautheit mit dem deutschen Recht sicherstellen (vgl. BTDrucks 17/3356, S. 19). Mit der vom Gesetz zusätzlich verlangten Stellung eines Hochschullehrers verbindet sich ersichtlich eine darüber hinausgehende Qualifikationserwartung, so dass der Kreis der Rechtslehrer im Sinne von § 22 Abs. 1 Satz 1 Alt. 2 BVerfGG auf Hochschulprofessoren und ihnen weitgehend vergleichbare Personen zu beschränken ist. Lehrbeauftragte werden dagegen nicht erfasst, denn sie vermitteln aufgrund eines zeitlich beschränkten Vertrages allein thematisch von der Hochschule vorgeschriebene Lehrinhalte.

Nach dem Hilfsantrag war er aber als Beistand nach § 22 Abs. 1 Satz 4 BVerfGG zuzulassen. Eine Zulassung, die in das pflichtgemäße Ermessen des Bundesverfassungsgerichts gestellt ist, kann erfolgen, wenn sie objektiv sachdienlich und subjektiv notwendig ist (vgl. BVerfGE 8, 92 ; 68, 360 ). Diese Voraussetzungen sind vorliegend erfüllt: Angesichts seiner bisherigen und gegenwärtigen Tätigkeiten kann bei dem Sohn der Beschwerdeführerin davon ausgegangen werden, dass er ihr juristisch qualifiziert vor dem Bundesverfassungsgericht beistehen kann. Auch besteht für sie, da es um Gesundheitsfragen geht (vgl. zu diesem Gesichtspunkt BVerfG, Beschluss vom 15. Januar 2007 - 1 BvR 2971/06 -, juris), ein nachvollziehbares Bedürfnis, aus familiärer Beziehung gerade auf ihn als Beistand zurückzugreifen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.