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2 BvF 1/15 ECLI:DE:BVerfG:2016:fs20161222.2bvf000115 KI-generiert

Interim suspension of Census Act provision renewed despite loss of quorum due to judge departure and recusal

Geschäftsnummer 2 BvF 1/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court repeated its interim order suspending Section 19 of the 2011 Census Act for an additional six months or until a final decision on the merits, leaving the suspension in force. In a proceeding for abstract judicial review, the Court addressed the challenge to the provision concerning census registration, necessitating a renewal of the interim relief initially granted in August 2015. The Court applied § 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG, finding that the statutory prerequisites for an interim order remained satisfied, while also addressing a procedural defect: because the departure of one judge rendered the previously designated quorum of the Second Senate unable to reach a decision due to recusal rules under § 15 Abs. 3 BVerfGG, the Senate was required to restart the deliberation and decision-making process in its full current composition.

Legislator-Regeste

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§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG, § 15 Abs. 3 Satz 1 BVerfGG, § 15 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 15 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG; Interim suspension of Census Act provision renewed despite loss of quorum due to judge departure and recusal: In a proceeding for abstract judicial review, the Court addressed the challenge to the provision concerning census registration, necessitating a renewal of the interim relief initially granted in August 2015. The Court applied § 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG, finding that the statutory prerequisites for an interim order remained satisfied, while also addressing a procedural defect: because the departure of one judge rendered the previously designated quorum of the Second Senate unable to reach a decision due to recusal rules under § 15 Abs. 3 BVerfGG, the Senate was required to restart the deliberation and decision-making process in its full current composition.

Schlagwörter

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Vorläufiger Rechtsschutz Normenkontrolle prozessleitende Verfügungen Gefährdung der verfassungsmässigen Ordnung Dauer der Landesverweisung Sistierung des Stimmrechts einer Gesellschaft

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG

Legal basis cited in the operative order for repeating the interim injunction for an additional period.

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Volltext

Erneute Wiederholung einer eA im Verfahren der abstrakten Normenkontrolle: Vorläufige Außervollzugsetzung des § 19 ZensG 2011 - Neubeginn der Beratung und Entscheidung in neuer Senatsbesetzung (§ 15 Abs 3 S 2 BVerfGG) nach Richterwechsel

[TENOR]

Die einstweilige Anordnung vom 26. August 2015 wird für die Dauer von weiteren sechs Monaten, längstens jedoch bis zur Entscheidung in der Hauptsache, wiederholt (§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG).

[GRUENDE]

I. Das Bundesverfassungsgericht hat durch einstweilige Anordnung vom 26. August 2015 § 19 des Gesetzes über den registergestützten Zensus im Jahre 2011 (Zensusgesetz 2011) vom 8. Juli 2009 (BGBl I S. 1781) bis zur Entscheidung in der Hauptsache, längstens für die Dauer von sechs Monaten, außer Vollzug gesetzt. Mit Beschlüssen vom 15. Februar 2016 und 20. Juli 2016 wurde die einstweilige Anordnung vom 26. August 2015 jeweils für die Dauer von weiteren sechs Monaten, längstens jedoch bis zur Entscheidung in der Hauptsache, wiederholt (§ 32 Abs. 6 Satz 2 BVerfGG).

II. Das Bundesverfassungsgericht kann eine einstweilige Anordnung dann wiederholen, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen für den erstmaligen Erlass einer solchen Anordnung noch gegeben sind (vgl. BVerfGE 21, 50 ; 89, 113 ; 97, 102 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 9. Juni 2004 - 2 BvQ 70/03 -, juris, Rn. 3; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 11. November 2013 - 2 BvR 547/13 -, juris, Rn. 6). Dies ist vorliegend der Fall. Zur Begründung wird auf den Beschluss vom 26. August 2015 verwiesen.

Über den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung sowie deren Wiederholungen hat der Senat am 26. August 2015 beziehungsweise am 15. Februar 2016 und 20. Juli 2016 in der Besetzung durch den Präsidenten sowie die Richter Landau, Huber, Müller, die Richterin Kessal-Wulf und den Richter Maidowski beraten und entschieden. Die Richterinnen Hermanns und König waren bei Erlass der einstweiligen Anordnung am 26. August 2015 nicht anwesend und daher gemäß § 15 Abs. 3 Satz 1 BVerfGG von der Beratung und Entscheidung über die Wiederholungen der einstweiligen Anordnung ausgeschlossen.

Allerdings ist der Senat infolge des Ausscheidens des Richters Landau zum 20. Juli 2016 in der aufgrund des Hinzutrittsverbots verbleibenden Besetzung durch den Präsidenten und die Richter Huber, Müller, die Richterin Kessal-Wulf und den Richter Maidowski nicht mehr beschlussfähig (vgl. § 15 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG). Daher musste gemäß § 15 Abs. 3 Satz 2 BVerfGG hinsichtlich der Wiederholung des Eilantrags die Beratung neu begonnen werden. Für diese neue Beratung war der Senat in seiner vollen Besetzung - nicht in einer nur bis zum Wiedererreichen des Beschlussfähigkeitsquorums von sechs Richterinnen und Richtern aufgefüllten Besetzung - zuständig (vgl. BVerfGE 133, 241 ). Folglich hatte der Senat über die Wiederholung der einstweiligen Anordnung in seiner nach dem Ausscheiden des Richters Landau und der Ernennung der Richterin Langenfeld aktuellen Besetzung (neu) zu beraten und entscheiden.