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1 BvQ 48/16 ECLI:DE:BVerfG:2016:qk20161214.1bvq004816 KI-generiert

Interim relief for suspension of enforcement against favorable judgment on inclusion in radio sales model: unproven fundamental rights violation and lack of imminent severe disadvantage.

Geschäftsnummer 1 BvQ 48/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court (1st Senate, 3rd Chamber) denied the application for interim relief, leaving the appellate court's order for the provisional suspension of enforcement in full effect. The dispute concerned regional broadcasting stations seeking to set aside an appellate decision that suspended the enforcement of a favorable first-instance judgment requiring their inclusion in a radio sales model operated by process counterparties. The Court held that the prerequisites for interim relief under Section 32 of the Federal Constitutional Court Act were not met, as the applicants failed to substantiate a violation of fundamental rights and did not demonstrate that a significant disadvantage would result from the continued suspension of enforcement pending the appellate review, specifically noting a lack of proof that the applicants required immediate inclusion in the sales model to maintain their broadcasting operations.

Legislator-Regeste

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§ 32 BVerfGG, § 707 ZPO; Interim relief for suspension of enforcement against favorable judgment on inclusion in radio sales model: unproven fundamental rights violation and lack of imminent severe disadvantage: The dispute concerned regional broadcasting stations seeking to set aside an appellate decision that suspended the enforcement of a favorable first-instance judgment requiring their inclusion in a radio sales model operated by process counterparties. The Court held that the prerequisites for interim relief under Section 32 of the Federal Constitutional Court Act were not met, as the applicants failed to substantiate a violation of fundamental rights and did not demonstrate that a significant disadvantage would result from the continued suspension of enforcement pending the appellate review, specifically noting a lack of proof that the applicants required immediate inclusion in the sales model to maintain their broadcasting operations.

Schlagwörter

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Vorläufiger Rechtsschutz Senderecht Antrag auf Zulassung der Zwangsvollstreckung – Entscheidung vorsorgliche Einstellung Wirkungen des Urteils Grundrechte

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 66, 39
BVerfGE 66, 39 ; stRspr).
BVerfGE 71, 158
BVerfGE 71, 158 ; 88, 185 ; 91, 252 ; 111, 147 ; stRspr) strenge Maßstäbe.
1 BvR 2102/12
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 32 BVerfGG

Main procedural provision cited in the reasoning justifying the denial of the application for interim relief because the prerequisites for issuing such an order were not met.

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Volltext

Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Aufnahme von Rundfunksendern in das Vermarktungsmodell eines Audiovermarkters - Grundrechtsverletzung nicht substantiiert dargelegt, kein erheblicher Nachteil infolge der einstweiligen Einstellung der Zwangsvollstreckung

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

[GRUENDE]

1. Die Antragstellerinnen sind Betreiber regionaler Rundfunksender. Sie begehren die Außervollzugsetzung einer Entscheidung des Oberlandesgerichts über die einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung aus einem für die Antragstellerinnen günstigen Urteil des Landgerichts, mit dem diesen unter anderem ein Anspruch auf Aufnahme in ein Vermarktungsmodell ihrer erstinstanzlichen Prozessgegnerinnen zugesprochen wurde.

2. Die Voraussetzungen für den Erlass einer einstweiligen Anordnung nach § 32 BVerfGG liegen nicht vor. Danach kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen Zustand durch einstweilige Anordnung vorläufig regeln, wenn dies zur Abwehr schwerer Nachteile oder aus einem anderen wichtigen Grund zum gemeinen Wohl dringend geboten ist (vgl. BVerfGE 66, 39 ; stRspr). Die Gründe, die für die Verfassungswidrigkeit des angegriffenen Hoheitsakts vorgetragen werden, bleiben dabei grundsätzlich außer Betracht; eine materielle Überprüfung der angegriffenen Entscheidung ist nicht Gegenstand des vorläufigen Rechtsschutzverfahrens (BVerfG, Beschluss der 3.

Kammer des Ersten Senats vom 29. Januar 2016 - 1 BvQ 6/16 -, juris). Im Übrigen gälten, selbst wenn eine Verfassungsbeschwerde in der Sache Aussicht auf Erfolg hätte, für den Erlass einer einstweiligen Anordnung durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der insoweit grundsätzlich maßgeblichen Folgenabwägung (vgl. BVerfGE 71, 158 ; 88, 185 ; 91, 252 ; 111, 147 ; stRspr) strenge Maßstäbe. Bei der Entscheidung über den Eilantrag ist zudem zu berücksichtigen, dass das Bundesverfassungsgericht nicht eine weitere Rechtsschutzinstanz des fachgerichtlichen Eilrechtsschutzverfahrens ist (BVerfG, Beschluss der 1.

Kammer des Ersten Senats vom 12. Oktober 2012 - 1 BvR 2102/12 -).

3. Im vorliegenden Fall ist eine Verletzung von Grundrechten oder grundrechtsgleichen Rechten der Antragstellerinnen nicht substantiiert dargetan. Darüber hinaus ist angesichts der bisherigen Verfahrensdauer nicht ersichtlich, dass den Antragstellerinnen durch eine einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung bis zur Entscheidung über den Antrag der Berufungsführerinnen nach § 719 Abs. 1, § 707 ZPO erhebliche Nachteile drohen. Insbesondere ist nicht substantiiert dargetan, dass die Antragstellerinnen für die Aufrechterhaltung des Sendebetriebs auf die kurzfristige Aufnahme in das Vermarktungsmodell ihrer Prozessgegnerinnen angewiesen wären. Ein Einschreiten des Bundesverfassungsgerichts ist daher nicht geboten.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.