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1 BvR 147/16 ECLI:DE:BVerfG:2016:rk20160727.1bvr014716 KI-generiert

Constitutional validity of denying legal counseling aid for inability to pay and the requirement to substantiate violations of equality in the pursuit of rights

Geschäftsnummer 1 BvR 147/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for decision, leaving the lower court’s denial of legal aid in force. The complainant challenged the district court’s rejection of his application for legal counseling aid (Beratungshilfe), arguing it violated the constitutional principle of equality in pursuing legal rights (Art. 3(1), 20(1), 20(3) Basic Law) and the right to be heard (Art. 103(1) Basic Law). The Court held the complaint inadmissible under § 93a(2) and § 92 of the Federal Constitutional Court Act because the applicant failed to substantiate the factual record, did not demonstrate that the lower court’s assessment of his financial means contained an error reflecting a fundamentally incorrect understanding of constitutional equality, and failed to adequately articulate a violation of the right to be heard despite merely referring to previous submissions without engaging with the specific reasons for the initial denial.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 92 BVerfGG, Art. 103 Abs. 1 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional validity of denying legal counseling aid for inability to pay and the requirement to substantiate violations of equality in the pursuit of rights: The complainant challenged the district court’s rejection of his application for legal counseling aid (Beratungshilfe), arguing it violated the constitutional principle of equality in pursuing legal rights (Art. 3(1), 20(1), 20(3) Basic Law) and the right to be heard (Art. 103(1) Basic Law). The Court held the complaint inadmissible under § 93a(2) and § 92 of the Federal Constitutional Court Act because the applicant failed to substantiate the factual record, did not demonstrate that the lower court’s assessment of his financial means contained an error reflecting a fundamentally incorrect understanding of constitutional equality, and failed to adequately articulate a violation of the right to be heard despite merely referring to previous submissions without engaging with the specific reasons for the initial denial.

Schlagwörter

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Recht auf einen Verteidiger verfassungsmässige Rechtsgleichheit Verletzung von Verfahrensrechten Gültigkeitserfordernis Demonstrationsrecht ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 122, 39
BVerfGE 122, 39 ), verletzt, legt er die Verletzung spezifischen Verfassungsrechts nicht dar.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG

Procedural basis cited in the decision for refusing to accept the constitutional complaint for decision due to insufficient substantiation.

§ 92 BVerfGG

Procedural provision cited as part of the requirements for substantiating the complaint that the applicant failed to meet.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Provision cited for the procedural omission of a detailed justification for the decision.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Mangels ausreichender Substantiierung erfolglose Verfassungsbeschwerde - hier: unzureichende Darlegung einer Verletzung von Grundrechten durch Versagung von Beratungshilfe

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen (§ 93a Abs. 2 BVerfGG).

Der Beschwerdeführer hat die Verfassungsbeschwerde in keinem Punkt den Anforderungen von § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG entsprechend schlüssig und substantiiert begründet. So mangelt es bereits an einer hinreichenden Darlegung des maßgeblichen Lebenssachverhalts und des Verfahrensgangs, nachdem der Beschwerdeführer seinen Antrag auf Beratungshilfe weder seinem wesentlichen Inhalt nach wiedergegeben noch vorgelegt hat.

Soweit der Beschwerdeführer rügt, das Amtsgericht habe durch die Ablehnung von Beratungshilfe die in Art. 3 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Abs. 3 GG verbürgte Rechtswahrnehmungsgleichheit von bemittelten und unbemittelten Rechtsuchenden bei der Durchsetzung ihrer Rechte auch im außergerichtlichen Bereich, somit auch im Hinblick auf die Beratungshilfe nach dem Beratungshilfegesetz (vgl. BVerfGE 122, 39 ), verletzt, legt er die Verletzung spezifischen Verfassungsrechts nicht dar. Namentlich hat er nicht dargetan, dass die Auffassung des Amtsgerichts, er habe persönliche und wirtschaftliche Verhältnisse, die die Bewilligung von Beratungshilfe tragen könnten, nicht glaubhaft gemacht, Fehler erkennen ließe, die auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung der Rechtswahrnehmungsgleichheit beruhen könnten.

Auch ein Verstoß gegen das Recht auf rechtliches Gehör aus Art. 103 Abs. 1 GG durch die angegriffenen Entscheidungen ist nicht hinreichend dargetan; das gilt auch für die in Form einer Mitteilung gekleidete Entscheidung des Amtsgerichts über die Anhörungsrüge. Der Hinweis auf die fehlende Begründung dieser Entscheidung reicht insoweit nicht aus, nachdem sich das Vorbringen des Beschwerdeführers im Anhörungsrüge- wie bereits im Erinnerungsverfahren im Wesentlichen auf den Verweis auf den bisherigen Vortrag und die eingereichten Unterlagen beschränkte, ohne dass er sich konkret mit der ursprünglichen Ablehnungsentscheidung auseinandergesetzt hätte.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.