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1 BvR 1152/16 ECLI:DE:BVerfG:2016:rk20160607.1bvr115216 KI-generiert

Constitutional complaint barred for failure to file hearing objection and inadequate substantiation

Geschäftsnummer 1 BvR 1152/16
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court refused to accept the constitutional complaint for decision, rendering the applicant's request for interim relief moot. The dispute involved a challenge to a superior court decision where the complainant alleged a violation of the right to be heard but had failed to file a specific hearing objection (*Anhörungsrüge*) against that lower court ruling, while also raising other fundamental rights claims concerning the same subject matter. The court deemed the complaint inadmissible under the principle of subsidiarity because the specific procedural remedy was not exhausted, and further found it deficient for failing to meet the substantive requirements of constitutional complaint briefs, as the argumentation did not make the alleged rights violation understandable and crucial factual documents were omitted.

Legislator-Regeste

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Art. 103 Abs. 1 GG, § 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG, § 92 BVerfGG, § 90 Abs. 1 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 40 Abs. 3 GOBVerfG; Constitutional complaint barred for failure to file hearing objection and inadequate substantiation: The dispute involved a challenge to a superior court decision where the complainant alleged a violation of the right to be heard but had failed to file a specific hearing objection (*Anhörungsrüge*) against that lower court ruling, while also raising other fundamental rights claims concerning the same subject matter. The court deemed the complaint inadmissible under the principle of subsidiarity because the specific procedural remedy was not exhausted, and further found it deficient for failing to meet the substantive requirements of constitutional complaint briefs, as the argumentation did not make the alleged rights violation understandable and crucial factual documents were omitted.

Schlagwörter

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ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Anspruch auf rechtliches Gehör Verfahrensrügen Streitgegenstand verfassungsmässiger Grundsatz Fehlen materieller Voraussetzungen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 134, 106
BVerfGE 78, 320
nur BVerfGE 78, 320 ; 99, 84 ; 115, 166 ; 130, 1 ; stRspr).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 40 Abs. 3 GOBVerfG

Applied to declare the application for interim relief moot following the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde, wenn eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör gerügt wird, jedoch vor den Fachgerichten keine Anhörungsrüge erhoben wurde - zudem Substantiierungsmängel

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen. Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig. Die Beschwerdeführerin rügt ausdrücklich eine Verletzung rechtlichen Gehörs (Art. 103 Abs. 1 GG), ohne aber gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts eine Anhörungsrüge erhoben zu haben, was insoweit zur Erschöpfung des Rechtswegs erforderlich gewesen wäre (§ 90 Abs. 2 Satz 1 BVerfGG). Da auch die weiteren von der Beschwerdeführerin gerügten Grundrechtsverstöße denselben Streitgegenstand betreffen, wie die der Sache nach geltend gemachte Gehörsverletzung, ist die Verfassungsbeschwerde insgesamt schon wegen der Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde unzulässig (vgl. BVerfGE 134, 106 ).

Zudem genügt die Verfassungsbeschwerde nicht den Anforderungen der § 23 Abs. 1 Satz 2 Halbsatz 1, § 92 BVerfGG. Ihre Begründung lässt eine Verletzung von Rechten im Sinne des § 90 Abs. 1 BVerfGG inhaltlich nicht nachvollziehbar erkennen, zumal wesentliche, für die Beurteilung des Sachverhalts notwendige Unterlagen nicht vorgelegt worden sind (zu den Substantiierungsanforderungen vgl. nur BVerfGE 78, 320 ; 99, 84 ; 115, 166 ; 130, 1 ; stRspr).

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.