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1 BvR 1739/12 ECLI:DE:BVerfG:2016:rk20160216.1bvr173912 KI-generiert

Constitutional admissibility of challenging the subsumption of occupation-law expropriations under the restitution exclusion of § 1 Abs. 8 Buchstabe a VermG

Geschäftsnummer 1 BvR 1739/12
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage keine Kosten erhoben

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint, leaving the lower courts' judgments in force. The dispute concerned the exclusion of restitution for an expropriation based on occupation law under § 1 Abs. 8 Buchstabe a of the Property Act (VermG), where the complainant argued that the specific measure did not have the required causal connection to the occupying power and thus should be eligible for restitution. The Court held that the principles regarding the constitutionality of restitution exclusions for occupation-law expropriations are settled, and that the factual determination of whether a specific measure falls under the statutory exclusion or lacks the necessary causal link is exclusively a matter for the specialized courts; the complaint lacked fundamental constitutional significance and did not demonstrate that the lower courts' application of ordinary law resulted in a constitutional violation.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG, § 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG; Constitutional admissibility of challenging the subsumption of occupation-law expropriations under the restitution exclusion of § 1 Abs. 8 Buchstabe a VermG: The dispute concerned the exclusion of restitution for an expropriation based on occupation law under § 1 Abs. 8 Buchstabe a of the Property Act (VermG), where the complainant argued that the specific measure did not have the required causal connection to the occupying power and thus should be eligible for restitution. The Court held that the principles regarding the constitutionality of restitution exclusions for occupation-law expropriations are settled, and that the factual determination of whether a specific measure falls under the statutory exclusion or lacks the necessary causal link is exclusively a matter for the specialized courts; the complaint lacked fundamental constitutional significance and did not demonstrate that the lower courts' application of ordinary law resulted in a constitutional violation.

Schlagwörter

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Rückerstattung des Eigentums Verfassungsmässigkeit Streitgegenstand Besitzeskonstitut Verfahrensverletzungen gesetzliche Grundlage

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 84, 90
BVerfGE 94, 12
BVerfGE 89, 1
BVerfGE 89, 1 ; 99, 145 ).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG

Procedural basis for the decision not to accept the constitutional complaint for decision because the prerequisites for admissibility are not met.

§ 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG

Specific criterion stating that acceptance is not indicated for the enforcement of the constitutional rights allegedly violated.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Procedural rule permitting the court to omit further reasoning in its decision.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Subsumtion einer besatzungsrechtlichen Enteignung unter § 1 Abs 8 Buchst a VermG ist im Einzelfall Sache der Fachgerichte - hier: kein Verfassungsverstoß erkennbar

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen (§ 93a Abs. 2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Die Annahme der Verfassungsbeschwerde ist auch nicht zur Durchsetzung der als verletzt bezeichneten Verfassungsrechte angezeigt (§ 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG).

Die Grundsätze zur Verfassungsmäßigkeit des Restitutionsausschlusses für Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher Grundlage sind auch unter Berücksichtigung der in dem hiesigen Verfahren geltend gemachten Belange der Beschwerdeführerin in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt (BVerfGE 84, 90; 94, 12; 102, 254). Ob und inwieweit eine bestimmte Maßnahme unter § 1 Abs. 8 Buchstabe a Vermögensgesetz fällt oder wegen fehlenden Zurechnungszusammenhangs zur Besatzungsmacht nicht davon erfasst wird, muss danach der Klärung durch die Fachgerichte vorbehalten bleiben. Insoweit kommt es maßgeblich auf die jeweils im fachgerichtlichen Verfahren zu prüfenden Umstände des Einzelfalls an (vgl. BVerfGE 94, 12 ).

Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts sind Sache der Fachgerichte; das Bundesverfassungsgericht beanstandet nur die Verletzung von Verfassungsrecht. Die Schwelle eines Verstoßes gegen Verfassungsrecht, den das Bundesverfassungsgericht zu korrigieren hat, ist erst erreicht, wenn die Auslegung oder Anwendung des Rechts durch die Fachgerichte Fehler erkennen lässt, die auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung des Grundrechts, insbesondere vom Umfang seines Schutzbereichs, beruhen und auch in ihrer materiellen Bedeutung für den konkreten Rechtsfall von einigem Gewicht sind (vgl. BVerfGE 89, 1 ; 99, 145 ). Die hier angegriffenen Entscheidungen der Fachgerichte lassen in diesem Sinne einen Verfassungsverstoß nicht erkennen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.