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2 BvR 2092/14 ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20151027.2bvr209214 KI-generiert

Constitutional complaint inadmissible for failure to exhaust legal remedies and expired deadline, triggering abuse fee

Geschäftsnummer 2 BvR 2092/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for review, finding it manifestly inadmissible, and imposed a €200 abuse fee on the complainant’s legal representative. The dispute involved a challenge to a lower court’s decision in a shareholder-related proceeding, where the complainant argued that the immediate appeal was not a viable path but failed to directly attack the original district court order. The court held that the complainant had not exhausted the legal remedy of the immediate appeal against the specific decision affecting them, and the constitutional complaint was filed outside the one-month statutory deadline even considering the applicant’s claim of reintegration. The decisive legal basis was the requirement of admissibility under the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), specifically the exhaustion of legal remedies and the strict time limit in § 93 Abs. 1, combined with § 34 Abs. 2, which permits the imposition of an abuse fee when a constitutional complaint is filed by a representative despite being evidently baseless and hopeless.

Legislator-Regeste

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§ 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, § 34 Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint inadmissible for failure to exhaust legal remedies and expired deadline, triggering abuse fee: The dispute involved a challenge to a lower court’s decision in a shareholder-related proceeding, where the complainant argued that the immediate appeal was not a viable path but failed to directly attack the original district court order. The court held that the complainant had not exhausted the legal remedy of the immediate appeal against the specific decision affecting them, and the constitutional complaint was filed outside the one-month statutory deadline even considering the applicant’s claim of reintegration. The decisive legal basis was the requirement of admissibility under the Federal Constitutional Court Act (BVerfGG), specifically the exhaustion of legal remedies and the strict time limit in § 93 Abs. 1, combined with § 34 Abs. 2, which permits the imposition of an abuse fee when a constitutional complaint is filed by a representative despite being evidently baseless and hopeless.

Schlagwörter

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ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen verspätete Einreichung gesetzliche Frist Erschöpfung des Instanzenzuges Klagefrist Rechte des Gesellschafters

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 34 Abs. 2 BVerfGG

Provision cited in the dispositive to impose a €200 abuse fee on the procedural representative.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung - Missbrauchsgebühr

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

Der Verfahrensbevollmächtigten B… wird gemäß § 34 Absatz 2 BVerfGG eine Missbrauchsgebühr in Höhe von 200 € (in Worten: zweihundert Euro) auferlegt.

[GRUENDE]

I. Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen. Sie ist offensichtlich unzulässig.

Der Beschwerdeführer hat den Beschluss des Amtsgerichts Bonn nicht selbst mit der sofortigen Beschwerde angegriffen. Durch die dennoch von ihm mit der Verfassungsbeschwerde angegriffene Beschwerdeentscheidung des Landgerichts, die gegen andere Aktionäre erging, ist er nicht selbst betroffen. Hinsichtlich des Beschlusses des Amtsgerichts hat der Beschwerdeführer den Rechtsweg nicht erschöpft. Selbst wenn dies, wie geltend gemacht, mangels Erfolgsaussicht unzumutbar gewesen sein sollte, wahrt die Verfassungsbeschwerde, auch bei Zugrundlegung der Angaben im Antrag auf Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, insoweit jedenfalls offensichtlich nicht die Monatsfrist des § 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG.

II. Die Auferlegung einer Missbrauchsgebühr in Höhe von 200 € beruht auf § 34 Abs. 2 BVerfGG.

1. Ein Missbrauch des Rechtsbehelfs der Verfassungsbeschwerde liegt unter anderem dann vor, wenn sie offensichtlich unzulässig oder unbegründet ist und ihre Einlegung von jedem Einsichtigen als völlig aussichtslos angesehen werden muss. Das Bundesverfassungsgericht muss nicht hinnehmen, dass es an der Erfüllung seiner Aufgaben durch für jedermann erkennbar aussichtslose Verfassungsbeschwerden behindert wird und dadurch anderen Bürgern den ihnen zukommenden Grundrechtsschutz nur verzögert gewähren kann. Die Missbrauchsgebühr kann dem Bevollmächtigten des Beschwerdeführers auferlegt werden, wenn ihm die missbräuchliche Handlung zuzurechnen ist (vgl. BVerfGK 6, 219 f.; 10, 94 ; BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 14. August 2013 - 1 BvR 923/13 -, juris, Rn. 9).

2. Unter Zugrundelegung dieser Maßstäbe liegt hier eine der Bevollmächtigten des Beschwerdeführers zuzurechnende missbräuchliche Erhebung der Verfassungsbeschwerde vor. Die oben dargelegten, gravierenden Zulässigkeitsmängel können, insbesondere für einen Rechtsanwalt, nicht zweifelhaft sein.

III. Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.