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2 BvR 862/15 ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150519.2bvr086215 KI-generiert

Inadmissibility of constitutional complaint against involuntary medical treatment authorization for failure to exhaust remedies

Geschäftsnummer 2 BvR 862/15
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for review, resulting in the respondent's position prevailing and leaving the lower court's order in force. The dispute concerned a challenge to a district court's authorization of involuntary medical treatment for an individual under guardianship law. The complaint was dismissed as inadmissible because the complainant failed to exhaust prior legal remedies by not filing an appeal against the underlying procedural court decision before initiating the constitutional complaint, in violation of § 90(2) of the Federal Constitutional Court Act. The decisive legal basis for the dismissal is the requirement to exhaust judicial remedies prior to filing a constitutional complaint, specifically noted in the context of challenging an authorization granted under § 58(1) and § 64(1) of the Family Proceedings Act and § 312 of the same Act in conjunction with § 1906 of the Civil Code.

Legislator-Regeste

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§ 90 Abs. 2 BVerfGG, § 312 Satz 1 Nr. 1 FamFG, § 64 Abs. 1 Satz 1 FamFG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Inadmissibility of constitutional complaint against involuntary medical treatment authorization for failure to exhaust remedies: Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat. Sie ist unzulässig, weil nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer vor Erheben der Verfassungsbeschwerde gegen die Zwangsbehandlung um fachgerichtlichen Rechtsschutz nachgesucht hat (§ 90 Abs. 2 BVerfGG).

Schlagwörter

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verfassungsmässige Anforderung medizinische Behandlung Vormundschaft Normenkontrolle prozessleitende Verfügungen Einrede der Verfassungswidrigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Parallelentscheidung

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat. Sie ist unzulässig, weil nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer vor Erheben der Verfassungsbeschwerde gegen die Zwangsbehandlung um fachgerichtlichen Rechtsschutz nachgesucht hat (§ 90 Abs. 2 BVerfGG).

Gegen die durch das Amtsgericht Rüdesheim am Rhein erfolgte Genehmigung der Einwilligung in eine ärztliche Zwangsmaßnahme nach § 312 Satz 1 Nr. 1 FamFG in Verbindung mit § 1906 Abs. 1 bis 3a BGB kann der Beschwerdeführer gemäß § 58 Abs. 1, § 64 Abs. 1 Satz 1 FamFG Beschwerde beim Amtsgericht Rüdesheim am Rhein einlegen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.