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2 BvR 503/14 ECLI:DE:BVerfG:2015:rk20150304.2bvr050314 KI-generiert

Constitutional complaint inadmissible due to failure to file hearing objection against right-to-be-heard violation

Geschäftsnummer 2 BvR 503/14
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Constitutional Court (Second Senate, Second Chamber) declined to accept the constitutional complaint for decision and rejected the applicant's request for legal aid, as the proceedings lacked a reasonable prospect of success. The case involved a prisoner challenging the lower civil court's denial of interim legal protection, alleging a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the Basic Law because the court ruled without providing the applicant the opportunity to rebut a statement submitted by the opposing party, the prison administration. The Court held the complaint inadmissible because the applicant failed to exhaust the required legal remedies by not filing an "Anhörungsrüge" (hearing objection) with the lower court, which is the specific procedural remedy for hearing violations under Article 90(2) of the Federal Constitutional Court Act and must be utilized before a constitutional complaint is filed.

Legislator-Regeste

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Art. 103 Abs. 1 GG, § 90 Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint inadmissible due to failure to file hearing objection against right-to-be-heard violation: The case involved a prisoner challenging the lower civil court's denial of interim legal protection, alleging a violation of the right to be heard under Article 103(1) of the Basic Law because the court ruled without providing the applicant the opportunity to rebut a statement submitted by the opposing party, the prison administration. The Court held the complaint inadmissible because the applicant failed to exhaust the required legal remedies by not filing an "Anhörungsrüge" (hearing objection) with the lower court, which is the specific procedural remedy for hearing violations under Article 90(2) of the Federal Constitutional Court Act and must be utilized before a constitutional complaint is filed.

Schlagwörter

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Anspruch auf rechtliches Gehör ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Verletzung von Verfahrensrechten Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege Kündigungsschutz unbefugtes Aufnehmen von Gesprächen

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Procedural rule invoked in the dispositive to dispense with a further explanation of the reasons for the decision.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Unzulässigkeit einer Verfassungsbeschwerde mangels Rechtswegerschöpfung - Unterlassene Erhebung der Anhörungsrüge - Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch fachgerichtliche Entscheidung ohne Möglichkeit der Erwiderung auf Stellungnahme der Gegenseite

[TENOR]

Der Antrag auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung von Rechtsanwältin A. wird abgelehnt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde des strafgefangenen Beschwerdeführers, die die Versagung von fachgerichtlichem Eilrechtsschutz betrifft, ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat. Sie ist unzulässig, weil der Beschwerdeführer den Rechtsweg nicht erschöpft hat.

1. Der Beschwerdeführer rügt mit seiner Verfassungsbeschwerde unter anderem eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG) durch das Landgericht. Hiergegen steht ihm der Rechtsbehelf der Anhörungsrüge zur Verfügung. Das Verfahren der Anhörungsrüge gehört zum Rechtsweg im Sinne des § 90 Abs. 2 BVerfGG (vgl. BVerfGK 5, 337 ), der grundsätzlich vor Erhebung der Verfassungsbeschwerde erschöpft sein muss.

Soweit aus den mit der Verfassungsbeschwerde vorgelegten Unterlagen ersichtlich, hat das Landgericht über den Eilantrag des Beschwerdeführersentschieden, ohne diesem zuvor die Stellungnahme der Justizvollzugsanstalt zugänglich zu machen. Gegen den darin liegenden Gehörsverstoß (vgl. BVerfGK 7, 438 ; BVerfG, Beschlüsse der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 6. Juni 2011 - 2 BvR 960/11 -, juris; vom 24. Oktober 2012 - 2 BvR 1432/11 -, juris; vom 30. Mai 2013 - 2 BvR 885/13 -, juris) stand dem Beschwerdeführer die Anhörungsrüge offen.

2. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.