Compulsory medical treatment in psychiatric institutional care: requirement to exhaust judicial review under state execution laws
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court refused to admit the constitutional complaint, resulting in a dismissal of the applicant's claims and a mooting of the associated request for interim relief. The dispute concerned the mandatory medical treatment (compulsory medication) of an individual detained in a psychiatric institution under a security measure in Hesse, where the applicant challenged this intervention without first exhausting the regular judicial remedies. The Court deemed the complaint inadmissible under Section 90(2) of the Federal Constitutional Court Act because the applicant failed to demonstrate an attempt to obtain specialized court protection; the decisive legal basis was the requirement to file an application for judicial decision under Section 83(4) of the Hessian State Penal Execution Act in conjunction with Sections 138(3) and 109(1) of the German Penal Execution Act, which provides the necessary legal remedy before a constitutional complaint can be filed.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 90 Abs. 2 BVerfGG, § 63 StGB, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Compulsory medical treatment in psychiatric institutional care: requirement to exhaust judicial review under state execution laws: Die mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnungverbundene Verfassungsbeschwerde betrifft die medizinische Zwangsbehandlung eines im hessischen Maßregelvollzug Untergebrachten auf der Grundlage des hessischen Gesetzes über den Vollzug von Maßregeln der Besserung und Sicherung in einem psychiatrischen Krankenhaus und in einer Entziehungsanstalt (MVollzG HE) vom 3. Dezember 1981 (GVBl I 1981, S. 414, zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 27. September 2012, GVBl S. 290).
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Nichtannahmebeschluss: Mangelnde Rechtswegerschöpfung bzgl einer Zwangsmedikation im Maßregelvollzug (hier: gem § 7 MVollzG HE) - Statthaftigkeit des Antrags auf gerichtliche Entscheidung gem § 83 Nr 4 MVollzG HE, §§ 138 Abs 3, 109 Abs 1 StVollzG
[GRUENDE]
Die mit einem Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnungverbundene Verfassungsbeschwerde betrifft die medizinische Zwangsbehandlung eines im hessischen Maßregelvollzug Untergebrachten auf der Grundlage des hessischen Gesetzes über den Vollzug von Maßregeln der Besserung und Sicherung in einem psychiatrischen Krankenhaus und in einer Entziehungsanstalt (MVollzG HE) vom 3. Dezember 1981 (GVBl I 1981, S. 414, zuletzt geändert durch Artikel 12 des Gesetzes vom 27. September 2012, GVBl S. 290).
1. Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen, weil sie keine Aussicht auf Erfolg hat. Sie ist unzulässig, weil nicht ersichtlich ist, dass der Beschwerdeführer vor Erheben der Verfassungsbeschwerde gegen die Zwangsbehandlung um fachgerichtlichen Rechtsschutz nachgesucht hat (§ 90 Abs. 2 BVerfGG). Die sich nach § 7 MVollzG HE richtende medizinische Zwangsbehandlung während der Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus nach § 63 StGB ist eine Maßnahme, gegen die der Beschwerdeführer gemäß § 83 Nr. 4 HStVollzG in Verbindung mit § 138 Abs. 3, § 109 Abs. 1 StVollzG Antrag auf gerichtliche Entscheidung vor dem nach § 110 StVollzG örtlich und nach § 78a Abs. 1 Nr. 2 GVG sachlich zuständigen Landgericht stellen kann (vgl. BVerfGE 128, 282 ; 129, 269 ; BVerfG, Beschluss der 3. Kammer des Zweiten Senats vom 28. November 2013 - 2 BvR 2784/12 - juris, Rn. 6 ff.).
Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
2. Da die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen wird, erledigt sich der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.