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2 BvC 5/13 ECLI:DE:BVerfG:2013:cs20130723.2bvc000513 KI-generiert

Non-recognition of party status for Bundestag election; missed four-day deadline for non-recognition complaint

Geschäftsnummer 2 BvC 5/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the non-recognition complaint as inadmissible, ruling against the complaining parties. The dispute involved a challenge to the Federal Electoral Committee's decision to deny party recognition for the 18th German Bundestag election due to non-compliance with formal requirements under § 18 Abs. 2 BWahlG, specifically that participation notifications were submitted late and not in original form. The complaint was rejected because it was filed on July 9, 2013, more than four days after the decision was publicly announced in the committee session on July 4, 2013, thereby violating the strict filing and substantiation deadline established by § 96a Abs. 2 BVerfGG in conjunction with § 18 Abs. 4a S. 1, Abs. 4 S. 2 BWahlG.

Legislator-Regeste

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§ 96a Abs 2 BVerfGG, § 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, § 18 Abs. 4a S. 1 BWG, § 18 Abs. 4 S. 2 BWG; Non-recognition of party status for Bundestag election; missed four-day deadline for non-recognition complaint: The dispute involved a challenge to the Federal Electoral Committee's decision to deny party recognition for the 18th German Bundestag election due to non-compliance with formal requirements under § 18 Abs. 2 BWahlG, specifically that participation notifications were submitted late and not in original form. The complaint was rejected because it was filed on July 9, 2013, more than four days after the decision was publicly announced in the committee session on July 4, 2013, thereby violating the strict filing and substantiation deadline established by § 96a Abs. 2 BVerfGG in conjunction with § 18 Abs. 4a S. 1, Abs. 4 S. 2 BWahlG.

Schlagwörter

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verspätete Eingabe Fristwahrung Eröffnung des Entscheids verfassungsmässige Anforderung Wahlfälschung Verletzung von Parteirechten

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 96a Abs 2 BVerfGG
Cited in the dispositive to establish the four-day filing deadline for the complaint.
§ 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG
des § 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG allenfalls genügende Beschwerde erst am 9.
§ 18 Abs. 4a S. 1 BWG
Cited in the dispositive as the procedural basis for the admissibility requirements of the non-recognition complaint.
§ 18 Abs. 4 S. 2 BWG
Cited in the dispositive to define the point in time (announcement in session) from which the filing deadline runs.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 96a Abs. 2 BVerfGG

Cited in the dispositive to establish the four-day filing deadline for the complaint.

§ 18 Abs. 4a S. 1 BWG

Cited in the dispositive as the procedural basis for the admissibility requirements of the non-recognition complaint.

§ 18 Abs. 4 S. 2 BWG

Cited in the dispositive to define the point in time (announcement in session) from which the filing deadline runs.

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Volltext

Verwerfung einer Nichtanerkennungsbeschwerde wegen Unzulässigkeit: Beschwerdeerhebung nach Ablauf der viertätigen Erhebungs- und Begründungsfrist gem § 96a Abs 2 BVerfGG, § 18 Abs 4a S 1, Abs 4 S 2 BWahlG

[TENOR]

Die Nichtanerkennungsbeschwerde wird verworfen.

[GRUENDE]

I. 1. Die Beschwerdeführerinnen wenden sich gegen die Ablehnung der Anerkennung als Partei für die Wahl zum 18. Deutschen Bundestag.

2. Am 4. Juli 2013 stellte der Bundeswahlausschuss fest, dass die Beschwerdeführerinnen nicht als Partei für die Wahl zum

18. Deutschen Bundestag anzuerkennen sind, weil die formellen Voraussetzungen des § 18 Abs. 2 BWG nicht erfüllt seien. Die

Beteiligungsanzeigen seien nicht fristgemäß, sondern am 18. Juni 2013 und nicht im Original eingegangen.

3. Am 8. Juli 2013 ging ein Fax beim Bundesverfassungsgericht ein, auf dem handschriftlich auf der Entscheidung des Bundeswahlausschusses

neben der nicht ganz leserlichen Unterschrift mit einem Nachnamen lediglich Folgendes vermerkt war: "Gegen diese Feststellung

lege ich Beschwerde zum BVerfG ein." Am 9. Juli 2013 ging ein Schreiben des Vertreters der Beschwerdeführerinnen beim Bundesverfassungsgericht

ein, mit dem Beschwerde gegen ihre Nichtanerkennung eingelegt wurde. Zur Begründung wird lediglich ausgeführt, die Feststellung

des Bundeswahlausschusses sei erst am 8. Juli 2013 bekannt geworden.

4. Dem Bundeswahlausschuss wurde Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Bundeswahlleiter hält die Beschwerde für unzulässig;

die Beschwerdeführerinnen haben sich hierzu geäußert.

II. Die Nichtanerkennungsbeschwerde ist unzulässig. Gemäß § 96a Abs. 2 BVerfGG, § 18 Abs. 4a Satz 1, Abs. 4 Satz 2 BWG ist die

Beschwerde binnen einer Frist von vier Tagen nach Bekanntgabe der Entscheidung in der Sitzung des Bundeswahlausschusses nach

§ 18 Abs. 4 Satz 2 BWG zu erheben und zu begründen. Daran fehlt es. Die Beschwerdeführerinnen haben eine den Anforderungen

des § 23 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG allenfalls genügende Beschwerde erst am 9. Juli 2013 und damit mehr als vier Tage nach Bekanntgabe

der angegriffenen Entscheidung in der Sitzung des Bundeswahlausschusses am 4. Juli 2013 erhoben.