Enforcement of counter-statement judgment and insufficiency of coercive fines to establish severe constitutional disadvantage
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court’s 1st Senate, 3rd Chamber, dismissed the applicant’s request for interim relief, upholding the enforcement measures against her. The dispute involved a final lower-court judgment obligating the applicant to print a counter-statement, which she failed to execute in full, prompting the opposing party to initiate coercive enforcement via a second fine. The Court held that the threatened financial burden from the enforcement fine did not constitute a severe disadvantage under § 32 Abs. 1 BVerfGG sufficient to warrant interim protection, noting that the Constitutional Court is not an additional legal instance and that a strict balance of consequences between the parties was not met for immediate judicial intervention.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 32 Abs 1 BVerfGG; Enforcement of counter-statement judgment and insufficiency of coercive fines to establish severe constitutional disadvantage: The dispute involved a final lower-court judgment obligating the applicant to print a counter-statement, which she failed to execute in full, prompting the opposing party to initiate coercive enforcement via a second fine. The Court held that the threatened financial burden from the enforcement fine did not constitute a severe disadvantage under § 32 Abs. 1 BVerfGG sufficient to warrant interim protection, noting that the Constitutional Court is not an additional legal instance and that a strict balance of consequences between the parties was not met for immediate judicial intervention.
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KI-generiertVolltext
Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Zwangsgeld zur Durchsetzung eines Gegendarstellungsanspruchs begründet keinen schweren Nachteil iSd § 32 Abs 1 BVerfGG
[TENOR]
Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.
[GRUENDE]
1. Die Beschwerdeführerin wurde durch rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Frankenthal (Pfalz) vom 24. April 2012 zum Abdruck
einer Gegendarstellung verpflichtet. Dieser Verpflichtung kam sie hinsichtlich der Größe der Gegendarstellung nicht nach,
so dass der Gegner des Ausgangsverfahrens die Zwangsvollstreckung betreibt. Die Kammer hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen
Anordnung im Hinblick auf einen ersten Zwangsgeldbeschluss in dem Verfahren 1 BvR 2102/12 bereits abgelehnt. Die hiesige Verfassungsbeschwerde
richtet sich gegen einen zweiten Zwangsgeldbeschluss.
2. Der auf das Unterbleiben von Vollstreckungsmaßnahmen aus dem Urteil des Landgerichts Frankenthal (Pfalz) vom 24. April
2012 gerichtete Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung hat keinen Erfolg.
Selbst wenn eine Verfassungsbeschwerde in der Sache Aussicht auf Erfolg hat, gelten für den Erlass einer einstweiligen Anordnung
durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der insoweit grundsätzlich maßgeblichen Folgenabwägung (vgl. BVerfGE 71, 158
; 88, 185 ; 91, 252 ; 111, 147 ; stRspr) strenge Maßstäbe. Bei der Entscheidung über den Eilantrag
ist zudem zu berücksichtigen, dass das Bundesverfassungsgericht nicht eine weitere Rechtsschutzinstanz des fachgerichtlichen
Verfahrens ist. Es ist insoweit nicht erkennbar, dass die Nachteile der Beschwerdeführerin im Verhältnis zu den drohenden
Nachteilen des Gegners des Ausgangsverfahrens so schwer wiegen, dass das Bundesverfassungsgericht im Wege der einstweiligen
Anordnung zwingend einschreiten müsste. Insbesondere fehlt es an Anhaltspunkten dafür, dass in der Fortsetzung des Zwangsvollstreckungsverfahrens
Besonderheiten lägen, die eine nunmehrige einstweilige Anordnung rechtfertigten.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.