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1 BvR 1660/13 ECLI:DE:BVerfG:2013:rk20130709.1bvr166013 KI-generiert

Enforcement of counter-statement judgment and insufficiency of coercive fines to establish severe constitutional disadvantage

Geschäftsnummer 1 BvR 1660/13
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court’s 1st Senate, 3rd Chamber, dismissed the applicant’s request for interim relief, upholding the enforcement measures against her. The dispute involved a final lower-court judgment obligating the applicant to print a counter-statement, which she failed to execute in full, prompting the opposing party to initiate coercive enforcement via a second fine. The Court held that the threatened financial burden from the enforcement fine did not constitute a severe disadvantage under § 32 Abs. 1 BVerfGG sufficient to warrant interim protection, noting that the Constitutional Court is not an additional legal instance and that a strict balance of consequences between the parties was not met for immediate judicial intervention.

Legislator-Regeste

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§ 32 Abs 1 BVerfGG; Enforcement of counter-statement judgment and insufficiency of coercive fines to establish severe constitutional disadvantage: The dispute involved a final lower-court judgment obligating the applicant to print a counter-statement, which she failed to execute in full, prompting the opposing party to initiate coercive enforcement via a second fine. The Court held that the threatened financial burden from the enforcement fine did not constitute a severe disadvantage under § 32 Abs. 1 BVerfGG sufficient to warrant interim protection, noting that the Constitutional Court is not an additional legal instance and that a strict balance of consequences between the parties was not met for immediate judicial intervention.

Schlagwörter

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Vollstreckungsmassnahmen Schwere des Grundrechtseingriffs Gesetzlicher Schutz Rechtsvorschlag Vorläufiger Rechtsschutz verfassungsrechtliche Rüge

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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1 BvR 2102/12
Press freedom limits on retraction orders: classification of rhetorical headlines as factual assertions
BVerfGE 71, 158
durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der insoweit grundsätzlich maßgeblichen Folgenabwägung (vgl. BVerfGE 71, 158
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Volltext

Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung: Zwangsgeld zur Durchsetzung eines Gegendarstellungsanspruchs begründet keinen schweren Nachteil iSd § 32 Abs 1 BVerfGG

[TENOR]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung wird abgelehnt.

[GRUENDE]

1. Die Beschwerdeführerin wurde durch rechtskräftiges Urteil des Landgerichts Frankenthal (Pfalz) vom 24. April 2012 zum Abdruck

einer Gegendarstellung verpflichtet. Dieser Verpflichtung kam sie hinsichtlich der Größe der Gegendarstellung nicht nach,

so dass der Gegner des Ausgangsverfahrens die Zwangsvollstreckung betreibt. Die Kammer hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen

Anordnung im Hinblick auf einen ersten Zwangsgeldbeschluss in dem Verfahren 1 BvR 2102/12 bereits abgelehnt. Die hiesige Verfassungsbeschwerde

richtet sich gegen einen zweiten Zwangsgeldbeschluss.

2. Der auf das Unterbleiben von Vollstreckungsmaßnahmen aus dem Urteil des Landgerichts Frankenthal (Pfalz) vom 24. April

2012 gerichtete Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung hat keinen Erfolg.

Selbst wenn eine Verfassungsbeschwerde in der Sache Aussicht auf Erfolg hat, gelten für den Erlass einer einstweiligen Anordnung

durch das Bundesverfassungsgericht im Rahmen der insoweit grundsätzlich maßgeblichen Folgenabwägung (vgl. BVerfGE 71, 158

; 88, 185 ; 91, 252 ; 111, 147 ; stRspr) strenge Maßstäbe. Bei der Entscheidung über den Eilantrag

ist zudem zu berücksichtigen, dass das Bundesverfassungsgericht nicht eine weitere Rechtsschutzinstanz des fachgerichtlichen

Verfahrens ist. Es ist insoweit nicht erkennbar, dass die Nachteile der Beschwerdeführerin im Verhältnis zu den drohenden

Nachteilen des Gegners des Ausgangsverfahrens so schwer wiegen, dass das Bundesverfassungsgericht im Wege der einstweiligen

Anordnung zwingend einschreiten müsste. Insbesondere fehlt es an Anhaltspunkten dafür, dass in der Fortsetzung des Zwangsvollstreckungsverfahrens

Besonderheiten lägen, die eine nunmehrige einstweilige Anordnung rechtfertigten.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.