Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 336/09 ECLI:DE:BVerfG:2012:rk20121205.1bvr033609 KI-generiert

Scope of Constitutional Review Over Specialized Courts' Interpretation of Occupation-Based Expropriation Exclusions in Restitution Law

Geschäftsnummer 1 BvR 336/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court (1st Senate, 3rd Chamber) issued a non-acceptance decision, rejecting the constitutional complaint and thereby allowing the lower court decisions to stand. The dispute concerned the interpretation and application of § 1(8) lit. a of the Assets Act (Vermögensgesetz), specifically whether a specific expropriation measure was excluded from restitution because it was based on occupation law or lacked a sufficient causal link to the occupying power. The Court held that the constitutional complaint lacked both fundamental constitutional significance and the necessity of acceptance to enforce the alleged rights violations, as the principles regarding the constitutionality of restitution exclusions for occupation-based expropriations are already established in prior jurisprudence. Determining whether a specific measure falls under this exclusionary provision requires an examination of individual factual circumstances by specialized courts, and no fundamental error in the understanding or application of constitutional rights by the lower courts was evident in this instance.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Scope of Constitutional Review Over Specialized Courts' Interpretation of Occupation-Based Expropriation Exclusions in Restitution Law: The dispute concerned the interpretation and application of § 1(8) lit. a of the Assets Act (Vermögensgesetz), specifically whether a specific expropriation measure was excluded from restitution because it was based on occupation law or lacked a sufficient causal link to the occupying power. The Court held that the constitutional complaint lacked both fundamental constitutional significance and the necessity of acceptance to enforce the alleged rights violations, as the principles regarding the constitutionality of restitution exclusions for occupation-based expropriations are already established in prior jurisprudence. Determining whether a specific measure falls under this exclusionary provision requires an examination of individual factual circumstances by specialized courts, and no fundamental error in the understanding or application of constitutional rights by the lower courts was evident in this instance.

Schlagwörter

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Umfang der Enteignung Verfassungsmässigkeit Kognitionsbefugnis Auslegung des Rechts einzelne Grundrechte erworbener Anspruch

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 84, 90
der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt (BVerfGE 84, 90; 94, 12; 102, 254).
BVerfGE 94, 12
auf die jeweils im fachgerichtlichen Verfahren zu prüfenden Umstände des Einzelfalls an (vgl. BVerfGE 94, 12 ).
BVerfGE 89, 1
beruhen und auch in ihrer materiellen Bedeutung für den konkreten Rechtsfall von einigem Gewicht sind (vgl. BVerfGE 89, 1
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG

Cited as the procedural basis for rejecting the constitutional complaint due to the absence of prerequisites for acceptance.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Cited in the final operative order to justify the omission of a further legal reasoning.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Kein Verfassungsverstoß der angegriffenen Entscheidungen bzgl der Auslegung und Anwendung von § 1 Abs 8 Buchst a VermG erkennbar

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen (§ 93a Abs.

2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Die Annahme der Verfassungsbeschwerde

ist auch nicht zur Durchsetzung der als verletzt bezeichneten Verfassungsrechte angezeigt (§ 93a Abs. 2 Buchstabe b BVerfGG).

Die Grundsätze zur Verfassungsmäßigkeit des Restitutionsausschlusses für Enteignungen auf besatzungsrechtlicher oder besatzungshoheitlicher

Grundlage sind auch unter Berücksichtigung der in dem hiesigen Verfahren geltend gemachten Belange des Beschwerdeführers in

der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts geklärt (BVerfGE 84, 90; 94, 12; 102, 254). Ob und inwieweit eine bestimmte

Maßnahme unter § 1 Abs. 8 Buchstabe a Vermögensgesetz fällt oder wegen fehlenden Zurechnungszusammenhangs zur Besatzungsmacht

nicht davon erfasst wird, muss danach der Klärung durch die Fachgerichte vorbehalten bleiben. Insoweit kommt es maßgeblich

auf die jeweils im fachgerichtlichen Verfahren zu prüfenden Umstände des Einzelfalls an (vgl. BVerfGE 94, 12 ).

Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts sind Sache der Fachgerichte; das Bundesverfassungsgericht beanstandet nur die

Verletzung von Verfassungsrecht. Die Schwelle eines Verstoßes gegen Verfassungsrecht, den das Bundesverfassungsgericht zu

korrigieren hat, ist erst erreicht, wenn die Auslegung oder Anwendung des Rechts durch die Fachgerichte Fehler erkennen lässt,

die auf einer grundsätzlich unrichtigen Anschauung von der Bedeutung des Grundrechts, insbesondere vom Umfang seines Schutzbereichs,

beruhen und auch in ihrer materiellen Bedeutung für den konkreten Rechtsfall von einigem Gewicht sind (vgl. BVerfGE 89, 1

; 99, 145 ). Die hier angegriffenen Entscheidungen der Fachgerichte lassen in diesem Sinne einen Verfassungsverstoß

nicht erkennen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.