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1 BvR 2653/08 ECLI:DE:BVerfG:2012:rk20120507.1bvr265308 KI-generiert

Constitutionality of statutory obligation for employers to accept salary conversion into direct insurance for occupational pension provision as interference with freedom of profession under Art. 12(1) GG

Geschäftsnummer 1 BvR 2653/08
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court issued a non-acceptance decision, upholding the lower court's dismissal of the constitutional complaint and leaving the challenged statutory obligations in force. The complainant, an employer, challenged a statutory obligation to accept employees' offers for salary conversion into a direct insurance scheme for occupational pension provision, arguing it violated freedom of profession. The Court held that the legislative aim of securing an adequate standard of living in old age through the spread of corporate pension provision constitutes a high-ranking public interest that justifies the interference. Relying on the principle of proportionality, the Court found the burdens imposed on employers to be manageable and the regulation of § 1a Abs. 1 BetrAVG therefore compatible with Article 12(1) of the German Basic Law, while noting that separate liability issues under § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG were not part of the reviewed claim.

Legislator-Regeste

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Art 12 Abs 1 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutionality of statutory obligation for employers to accept salary conversion into direct insurance for occupational pension provision as interference with freedom of profession under Art. 12(1) GG: The complainant, an employer, challenged a statutory obligation to accept employees' offers for salary conversion into a direct insurance scheme for occupational pension provision, arguing it violated freedom of profession. The Court held that the legislative aim of securing an adequate standard of living in old age through the spread of corporate pension provision constitutes a high-ranking public interest that justifies the interference. Relying on the principle of proportionality, the Court found the burdens imposed on employers to be manageable and the regulation of § 1a Abs. 1 BetrAVG therefore compatible with Article 12(1) of the German Basic Law, while noting that separate liability issues under § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG were not part of the reviewed claim.

Schlagwörter

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Vorschriften über das Ruhegehalt gesetzliche Versicherungspflicht Verfassungsmässigkeit Obligationenrecht Direktversicherung Alters- und Hinterlassenenversicherung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 103, 293
BVerfGE 103, 293 ); die mit § 1a Abs.1 BetrAVG einhergehenden Belastungen für Arbeitgeber im Fall der
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Procedural rule cited to justify the omission of a further explanation of the decision.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Keine verfassungsrechtlichen Bedenken gegen Pflicht von Arbeitgebern zur Annahme eines Angebots auf Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung (§ 1a Abs 1 BetrAVG) - keine Verletzung des Arbeitgebers in Grundrecht aus Art 12 Abs 1 GG

[GRUENDE]

Gegen die Verpflichtung zur Annahme eines Angebots von Beschäftigten auf Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung und

gegen die Verpflichtung zur Durchführung der Entgeltumwandlung durch den Abschluss einer Direktversicherung aus § 1a Abs.

1 BetrAVG bestehen keine verfassungsrechtlichen Bedenken. Sie ist als Eingriff in die durch Art. 12 Abs. 1 GG geschützte Berufsausübungsfreiheit

gerechtfertigt. Der Gesetzgeber verfolgt mit der erstrebten Verbreitung der betrieblichen Altersversorgung als Ergänzung zur

gesetzlichen Altersversorgung zur Absicherung eines angemessenen Lebensstandards im Alter einen Gemeinwohlbelang von hoher

Bedeutung (vgl. BVerfGE 103, 293 ); die mit § 1a Abs.1 BetrAVG einhergehenden Belastungen für Arbeitgeber im Fall der

vorliegend zu beurteilenden Entgeltumwandlung über eine Direktversicherung sind überschaubar, die Regelung insofern angemessen.

Insofern verfassungsrechtliche Bedenken daraus hergeleitet werden, dass für Arbeitgeber nicht nur eine Pflicht normiert ist,

Angebote auf Entgeltumwandlung und Direktversicherung anzunehmen, sondern daneben auch eine Haftungsverpflichtung aus § 1

Abs. 1 Satz 3 BetrAVG besteht, war dies hier verfassungsrechtlich nicht zu überprüfen. Die Haftungsverpflichtung war kein

Gegenstand des im Ausgangsverfahren eingeklagten Anspruchs. Die Pflicht zur Annahme eines Angebots von Beschäftigten auf Entgeltumwandlung

über eine Direktversicherung und die Verpflichtung zur Durchführung der Entgeltumwandlung durch den Abschluss einer Direktversicherung

aus § 1a Abs. 1 BetrAVG war daher unabhängig von der Haftungsverpflichtung aus § 1 Abs. 1 Satz 3 BetrAVG zu beurteilen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.