Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 916/07 KI-generiert

Satellite dish installation for religious TV access: balancing property rights against freedom of information and insufficient demonstration of cultural relevance

Geschäftsnummer 1 BvR 916/07
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint without a hearing, upholding the lower courts' refusal to allow the installation of a satellite dish on a rental apartment. The case concerned the tenants' request to mount an antenna to receive Alevi television channels, which the property owner opposed. The Court held that the Regional Court's balancing of the owner's property rights under Article 14 Paragraph 1 of the Basic Law against the tenants' freedom of information under Article 5 Paragraph 1 Sentence 1 of the Basic Law was constitutionally permissible. The decisive factor was the tenants' failure to demonstrate a protected interest, as they merely listed channel names without specifying how the programs related to their Alevi culture or religion, thus falling within the scope of acceptable factual determinations by the specialized courts.

Legislator-Regeste

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§ 93a Abs. 2 BVerfGG, Art. 4 Abs. 2 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Satellite dish installation for religious TV access: balancing property rights against freedom of information and insufficient demonstration of cultural relevance: The case concerned the tenants' request to mount an antenna to receive Alevi television channels, which the property owner opposed. The Court held that the Regional Court's balancing of the owner's property rights under Article 14 Paragraph 1 of the Basic Law against the tenants' freedom of information under Article 5 Paragraph 1 Sentence 1 of the Basic Law was constitutionally permissible. The decisive factor was the tenants' failure to demonstrate a protected interest, as they merely listed channel names without specifying how the programs related to their Alevi culture or religion, thus falling within the scope of acceptable factual determinations by the specialized courts.

Schlagwörter

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Eigentumsrecht Senderecht Zugang zu amtlichen Dokumenten Glaubenskrieg Recht auf Kultur Kulturgüter

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 7, 198
BVerfGE 90, 27
BVerfGE 90, 27 ), abgewogen.
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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Anbringung einer Parabolantenne an Mietwohnung zum Empfang alevitischer Fernsehsender - hier: Unzureichende Darlegung eines von Art 5 Abs 1 S 1 GG geschützten Interesses vor Fachgerichten

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Anbringung einer Parabolantenne durch die Mieter einer Wohnung.

Annahmegründe gemäß § 93a Abs. 2 BVerfGG sind nicht gegeben. Die Verfassungsbeschwerde hat keine Aussicht auf Erfolg, weil

die angegriffenen Entscheidungen Grundrechte der Beschwerdeführer nicht verletzen. Auslegung und Anwendung des einfachen Rechts

sind Sache der Fachgerichte. Das Bundesverfassungsgericht prüft nur, ob die Grundrechte hierbei gewahrt bleiben (vgl. BVerfGE

7, 198 ; 18, 85 ).

Das Landgericht hat zwischen dem Eigentümerinteresse an der Erhaltung des Wohnhauses aus Art. 14 Abs. 1 Satz 1 GG und der

in Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG verankerten Informationsfreiheit, wie in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts gefordert

(vgl. BVerfGE 90, 27 ), abgewogen. Diese Abwägung genügt im Ergebnis noch verfassungsrechtlichen Maßstäben. Tragfähig

ist insoweit freilich nicht schon die Erwägung, ein Anspruch der Beschwerdeführer, die den Empfang alevitischer Sender anstreben,

scheide bereits deshalb aus, weil sie türkische Fernsehprogramme und damit Sendungen in ihrer Sprache empfangen könnten. Das

Gericht stellt der Sache nach jedoch auch - wenngleich ausdrücklich nur bezogen auf den hier jedenfalls nicht primär einschlägigen

Maßstab des Art. 4 Abs. 2 GG - darauf ab, dass die Beschwerdeführer nicht dargelegt haben, warum der Empfang eines alevitischen

Fernsehprogramms für sie von Belang wäre. Da die Beschwerdeführer im fachgerichtlichen Verfahren nur pauschal die Namen einiger

"alevitischer Sender" genannt haben, ohne auch nur andeutungsweise anzuzeigen, dass und auf welche Art auf diesen Sendern

tatsächlich Programme mit Bezug zu Kultur und Glauben der Aleviten ausgestrahlt werden, hält es sich noch im fachgerichtlichen

Wertungsrahmen, hierin keinen ausreichenden Vortrag dafür zu sehen, dass die genannten Sender tatsächlich geeignet sind, das

von Art. 5 Abs. 1 Satz 1 GG geschützte Interesse der Beschwerdeführer, sich als Aleviten über das Geschehen in ihrer Heimat

unterrichten und die kulturelle Verbindung aufrechterhalten können (BVerfGE 90, 27 ), zu befriedigen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.