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2 BvR 1219/10 ECLI:DE:BVerfG:2011:rk20110622.2bvr121910 KI-generiert

Interim Injunction Against European Stabilization Mechanism Guarantee Assumption: Balancing of Consequences Under § 32 BVerfGG

Geschäftsnummer 2 BvR 1219/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court rejected the application for a preliminary injunction, denying the applicants' request to restrict the federal government's authority regarding the assumption of guarantees under a European stabilization mechanism. The dispute arose from a constitutional complaint challenging the "Guarantee Assumption Act" (StabMechG), specifically targeting the legislative transfer of powers to the executive branch in the context of European financial stability mechanisms. Relying on § 32 Abs. 1 of the Federal Constitutional Court Act, the court applied a strict standard of review for interim measures, conducting a balancing of consequences. The Court held that the petition failed the required urgency test, as the applicants presented no new arguments to alter the outcome of a previous similar ruling from June 2010, and the potential adverse effects of issuing the injunction outweighed the claimed benefits, leaving the challenged legislation and government powers in force.

Legislator-Regeste

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§ 32 Abs. 1 BVerfGG; Interim Injunction Against European Stabilization Mechanism Guarantee Assumption: Balancing of Consequences Under § 32 BVerfGG: The dispute arose from a constitutional complaint challenging the "Guarantee Assumption Act" (StabMechG), specifically targeting the legislative transfer of powers to the executive branch in the context of European financial stability mechanisms. Relying on § 32 Abs. 1 of the Federal Constitutional Court Act, the court applied a strict standard of review for interim measures, conducting a balancing of consequences. The Court held that the petition failed the required urgency test, as the applicants presented no new arguments to alter the outcome of a previous similar ruling from June 2010, and the potential adverse effects of issuing the injunction outweighed the claimed benefits, leaving the challenged legislation and government powers in force.

Schlagwörter

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Vorläufiger Rechtsschutz Wirkungen der Vorabentscheidungsurteile Finanzsystemstabilität exekutive Gewalt verfahrensrechtliche Minimalgarantie im Staatsvertrag Finanzbestimmung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 126, 158
Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung bzgl des "Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" (juris: StabMechG) - Verweisung auf BVerfGE 126, 158
BVerfGE 87, 107
BVerfGE 71, 158
BVerfGE 71, 158 ; 88, 185 ; 91, 252 ; stRspr).
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Volltext

Ablehnung des Erlasses einer einstweiligen Anordnung bzgl des "Gesetzes zur Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus" (juris: StabMechG) - Verweisung auf BVerfGE 126, 158

[GRUENDE]

Der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung, der auf die Beschränkung von Handlungsbefugnissen der Bundesregierung

im Zusammenhang mit der Übernahme von Gewährleistungen im Rahmen eines europäischen Stabilisierungsmechanismus abzielt, hat

keinen Erfolg.

Nach § 32 Abs. 1 BVerfGG kann das Bundesverfassungsgericht im Streitfall einen Zustand durch einstweilige Anordnung vorläufig

regeln, wenn dies zur Abwehr schwerer Nachteile, zur Verhinderung drohender Gewalt oder aus einem anderen wichtigen Grund

zum gemeinen Wohl dringend geboten ist. Wegen der meist weit tragenden Folgen, die eine einstweilige Anordnung in einem verfassungsgerichtlichen

Verfahren auslöst, ist bei der Prüfung der Voraussetzungen des § 32 Abs. 1 BVerfGG ein strenger Maßstab anzulegen (vgl. BVerfGE

87, 107 ; stRspr). Dabei haben die Gründe, die für die Verfassungswidrigkeit des angegriffenen Hoheitsakts vorgetragen

werden, grundsätzlich außer Betracht zu bleiben, es sei denn, die Verfassungsbeschwerde erweist sich von vornherein als unzulässig

oder offensichtlich unbegründet (vgl. BVerfGE 71, 158 ; 88, 185 ; 91, 252 ; stRspr). Ist die Verfassungsbeschwerde

weder von vornherein unzulässig noch offensichtlich unbegründet, sind vielmehr die Folgen, die eintreten würden, wenn eine

einstweilige Anordnung nicht erginge, die Verfassungsbeschwerde aber Erfolg hätte, gegenüber den Nachteilen abzuwägen, die

entstünden, wenn die begehrte einstweilige Anordnung erlassen würde, der Verfassungsbeschwerde aber der Erfolg zu versagen

wäre (vgl. BVerfGE 71, 158 ; 96, 120 ; stRspr).

Der Antrag auf Erlass der begehrten Anordnung bleibt ungeachtet offener Fragen der Zulässigkeit und Begründetheit der Verfassungsbeschwerde

jedenfalls aufgrund der gebotenen Folgenabwägung ohne Erfolg. Diese führt hier - wie bereits im Beschluss vom 9. Juni 2010

ausgeführt (vgl. BVerfGE 126, 158 ) - zu dem Ergebnis, dass der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung nach

§ 32 Abs. 1 BVerfGG abzulehnen ist. Die Beschwerdeführer haben weder neue Argumente vorgetragen, die eine andere Bewertung

der Folgen rechtfertigen, noch sind diese sonst ersichtlich.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.