Constitutional review of civil revision: right to be heard and lawful judge versus foreign corporate standing for fundamental rights
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for decision, finding it lacked both fundamental constitutional significance and a realistic prospect of success. The complainant, a foreign corporate entity, challenged a civil revision decision, alleging violations of the right to be heard and the right to a lawful judge, specifically claiming the Federal Court of Justice assumed powers of a lower instance and overstepped the limits of judicial law-making. The Court held that the right to be heard was sufficiently granted, the lower court did not improperly usurp factual determinations, and no constitutional limits on law-making were breached; consequently, the court left open whether the foreign corporation even possessed standing to invoke fundamental rights under Article 19(3) of the Basic Law.
Legislator-Regeste
KI-generiertArt 103 Abs 1 GG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, Art. 19 Abs. 3 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional review of civil revision: right to be heard and lawful judge versus foreign corporate standing for fundamental rights: The complainant, a foreign corporate entity, challenged a civil revision decision, alleging violations of the right to be heard and the right to a lawful judge, specifically claiming the Federal Court of Justice assumed powers of a lower instance and overstepped the limits of judicial law-making. The Court held that the right to be heard was sufficiently granted, the lower court did not improperly usurp factual determinations, and no constitutional limits on law-making were breached; consequently, the court left open whether the foreign corporation even possessed standing to invoke fundamental rights under Article 19(3) of the Basic Law.
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Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung von Art 103 Abs 1 GG, Art 101 Abs 1 S 2 GG im zivilprozessualen Revisionsverfahren - Grundrechtsträgerschaft einer Gesellschaft nach US-amerikanischem Recht kann offen bleiben
[GRUENDE]
Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen (§ 93a Abs.
2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Ihre Annahme ist auch
nicht zur Durchsetzung der Grundrechte und grundrechtsgleichen Rechte der Beschwerdeführerin angezeigt; denn sie hat keine
Aussicht auf Erfolg. Anhaltspunkte dafür, dass die angegriffenen Entscheidungen gegen die als verletzt gerügten verfassungsmäßigen
Rechte der Beschwerdeführerin verstoßen könnten, sind auf der Grundlage des Vorbringens der Verfassungsbeschwerde nicht ersichtlich.
Der Beschwerdeführerin ist in der Revisionsinstanz das rechtliche Gehör hinreichend gewährt worden (Art. 103 Abs. 1 GG). Dies
lässt sich den mit der Verfassungsbeschwerde vorgelegten Anlagen entnehmen. Der Bundesgerichtshof hat sich nicht unter Verstoß
gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG Befugnisse einer Tatsacheninstanz angemaßt. Das ergibt sich ohne weiteres im Blick auf die
Gründe des Berufungsurteils, die der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung aufgegriffen hat. Er hat auch nicht die verfassungsrechtlichen
Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung überschritten. Deshalb kann dahingestellt bleiben, inwieweit sich die Beschwerdeführerin
als Gesellschaft ausländischen Rechts mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika unter diesem Aspekt überhaupt auf eine
Verletzung eigener verfassungsmäßiger Rechte berufen könnte (vgl. Art. 19 Abs. 3 GG; BVerfGE 21, 207 ; 23, 229 ;
100, 313 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 27. Dezember 2007 - 1 BvR 853/06 -, NVwZ 2008, S. 670
f.; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 27. April 2010 - 2 BvR 1848/07 -, GRUR 2010, S. 1031 Rn. 11; Beschluss
der 3. Kammer des Ersten Senats vom 18. August 2010 - 1 BvR 3268/07 -, ZOV 2010, S. 216 ).
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.