Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 1880/10 ECLI:DE:BVerfG:2011:rk20110308.1bvr188010 KI-generiert

Constitutional review of civil revision: right to be heard and lawful judge versus foreign corporate standing for fundamental rights

Geschäftsnummer 1 BvR 1880/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for decision, finding it lacked both fundamental constitutional significance and a realistic prospect of success. The complainant, a foreign corporate entity, challenged a civil revision decision, alleging violations of the right to be heard and the right to a lawful judge, specifically claiming the Federal Court of Justice assumed powers of a lower instance and overstepped the limits of judicial law-making. The Court held that the right to be heard was sufficiently granted, the lower court did not improperly usurp factual determinations, and no constitutional limits on law-making were breached; consequently, the court left open whether the foreign corporation even possessed standing to invoke fundamental rights under Article 19(3) of the Basic Law.

Legislator-Regeste

KI-generiert

Art 103 Abs 1 GG, § 93a Abs. 2 BVerfGG, Art. 19 Abs. 3 GG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional review of civil revision: right to be heard and lawful judge versus foreign corporate standing for fundamental rights: The complainant, a foreign corporate entity, challenged a civil revision decision, alleging violations of the right to be heard and the right to a lawful judge, specifically claiming the Federal Court of Justice assumed powers of a lower instance and overstepped the limits of judicial law-making. The Court held that the right to be heard was sufficiently granted, the lower court did not improperly usurp factual determinations, and no constitutional limits on law-making were breached; consequently, the court left open whether the foreign corporation even possessed standing to invoke fundamental rights under Article 19(3) of the Basic Law.

Schlagwörter

KI-generiert
Verfassungsänderung zivilrechtliche Revision Anspruch auf rechtliches Gehör Normenkontrolle Grundrechte verfassungsmässige Schranken

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Nichtannahmebeschluss: Keine Verletzung von Art 103 Abs 1 GG, Art 101 Abs 1 S 2 GG im zivilprozessualen Revisionsverfahren - Grundrechtsträgerschaft einer Gesellschaft nach US-amerikanischem Recht kann offen bleiben

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen, weil die Voraussetzungen dafür nicht vorliegen (§ 93a Abs.

2 BVerfGG). Der Verfassungsbeschwerde kommt keine grundsätzliche verfassungsrechtliche Bedeutung zu. Ihre Annahme ist auch

nicht zur Durchsetzung der Grundrechte und grundrechtsgleichen Rechte der Beschwerdeführerin angezeigt; denn sie hat keine

Aussicht auf Erfolg. Anhaltspunkte dafür, dass die angegriffenen Entscheidungen gegen die als verletzt gerügten verfassungsmäßigen

Rechte der Beschwerdeführerin verstoßen könnten, sind auf der Grundlage des Vorbringens der Verfassungsbeschwerde nicht ersichtlich.

Der Beschwerdeführerin ist in der Revisionsinstanz das rechtliche Gehör hinreichend gewährt worden (Art. 103 Abs. 1 GG). Dies

lässt sich den mit der Verfassungsbeschwerde vorgelegten Anlagen entnehmen. Der Bundesgerichtshof hat sich nicht unter Verstoß

gegen Art. 101 Abs. 1 Satz 2 GG Befugnisse einer Tatsacheninstanz angemaßt. Das ergibt sich ohne weiteres im Blick auf die

Gründe des Berufungsurteils, die der Bundesgerichtshof in seiner Entscheidung aufgegriffen hat. Er hat auch nicht die verfassungsrechtlichen

Grenzen richterlicher Rechtsfortbildung überschritten. Deshalb kann dahingestellt bleiben, inwieweit sich die Beschwerdeführerin

als Gesellschaft ausländischen Rechts mit Sitz in den Vereinigten Staaten von Amerika unter diesem Aspekt überhaupt auf eine

Verletzung eigener verfassungsmäßiger Rechte berufen könnte (vgl. Art. 19 Abs. 3 GG; BVerfGE 21, 207 ; 23, 229 ;

100, 313 ; BVerfG, Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 27. Dezember 2007 - 1 BvR 853/06 -, NVwZ 2008, S. 670

f.; Beschluss der 2. Kammer des Zweiten Senats vom 27. April 2010 - 2 BvR 1848/07 -, GRUR 2010, S. 1031 Rn. 11; Beschluss

der 3. Kammer des Ersten Senats vom 18. August 2010 - 1 BvR 3268/07 -, ZOV 2010, S. 216 ).

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.