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2 BvR 1434/10 ECLI:DE:BVerfG:2010:rk20100908.2bvr143410 KI-generiert

Constitutional complaint against health benefit exclusions rejected for failure to exhaust administrative remedy and insufficient substantiation

Geschäftsnummer 2 BvR 1434/10
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint as inadmissible, leaving the underlying administrative decision in force. The dispute concerned a challenge to the statutory exclusion of non-prescription medications from health benefit eligibility under federal public service regulations. The Court held that the petition violated the principle of subsidiarity because the complainant failed to pursue the available administrative remedy of a subsequent application for cost reimbursement under § 12 Abs. 2 BhV, and the filing simultaneously failed to meet the substantive requirements of §§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG by relying on a general assertion of unconstitutionality without explaining why the administrative route was futile or detailing the specific constitutional infringement.

Legislator-Regeste

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§ 92 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint against health benefit exclusions rejected for failure to exhaust administrative remedy and insufficient substantiation: The dispute concerned a challenge to the statutory exclusion of non-prescription medications from health benefit eligibility under federal public service regulations. The Court held that the petition violated the principle of subsidiarity because the complainant failed to pursue the available administrative remedy of a subsequent application for cost reimbursement under § 12 Abs. 2 BhV, and the filing simultaneously failed to meet the substantive requirements of §§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG by relying on a general assertion of unconstitutionality without explaining why the administrative route was futile or detailing the specific constitutional infringement.

Schlagwörter

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Verwaltungsbeschwerde verfassungsmässige Anforderung Krankenversicherung öffentlich-rechtliche Leistung Verfassungsbeschwerde im Ausland Verjährung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 107, 257
BVerfGE 107, 257 ; 110, 1 ; stRspr).
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Procedural rule cited to justify omitting a detailed reasoning for the non-acceptance of the constitutional complaint.

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Volltext

Nichtannahmebeschluss: Subsidiarität der Verfassungsbeschwerde bei Möglichkeit eines nachträglichen Antrags gem § 12 Abs 2 BhV, sowie unzureichende Substantiierung bei fehlender Darlegung, warum ein Antrag gem § 12 Abs 2 BhV nicht sachdienlich sei

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist bereits unzulässig, weil der Grundsatz der Subsidiarität nicht gewahrt ist. Dieser verlangt vom Beschwerdeführer, über das Erfordernis der Rechtswegerschöpfung im engeren Sinn hinaus alle ihm zumutbaren, nach Lage der Dinge zur Verfügung stehenden prozessualen Möglichkeiten zu ergreifen, um Rechtsschutz bereits durch die Fachgerichte zu erreichen (vgl. BVerfGE 107, 257 ; 110, 1 ; stRspr).

Der Beschwerdeführer trägt nicht vor, ob er den vom Bundesverwaltungsgericht vorgezeichneten Weg beschritten hat, nachträglich einen Antrag nach § 12 Abs. 2 der Beihilfevorschriften des Bundes (BhV) in der damals geltenden Fassung zu stellen und auf diesem Weg eine Kostenerstattung herbeizuführen. Zugleich lässt sich seinen Ausführungen aber auch nicht entnehmen, dass beziehungsweise warum er diese Vorgehensweise für nicht zielführend hält. Vielmehr erschöpft sich sein Vorbringen in der pauschalen Behauptung, dass der grundsätzliche Ausschluss nicht verschreibungspflichtiger Medikamente von der Beihilfefähigkeit verfassungswidrig sei. Damit genügt die Verfassungsbeschwerde zugleich nicht den gemäß § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG an sie zu stellenden Substantiierungsanforderungen.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.