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2 BvL 21/08 ECLI:DE:BVerfG:2010:lk20100726.2bvl002108 KI-generiert

Validity of university professor salary scales under Article 33(5) GG: requirement for full chamber composition in constitutional referral decisions

Geschäftsnummer 2 BvL 21/08
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court deemed the judicial referral inadmissible and dismissed the case, resulting in the rejection of the plaintiff's constitutional challenge. The dispute concerned whether the salary scale for university professors (Besoldungsgruppe W 2) violated the constitutional requirement for office-appropriate remuneration under Article 33 Paragraph 5 of the Basic Law. The decisive legal ground for the decision was a procedural defect: the administrative court had issued the suspension and referral order with only three professional judges, whereas the German Constitutional Court ruled that such orders must be adopted in the full chamber composition (including lay judges) identical to that required for the final substantive decision in administrative proceedings, as mandated by the close link between the referral question and the pending case.

Legislator-Regeste

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Art 33 Abs 5 GG, Art. 100 Abs. 1 GG, § 80 Abs. 1 BVerfGG, § 5 Abs. 3 Satz 1 VwGO; Validity of university professor salary scales under Article 33(5) GG: requirement for full chamber composition in constitutional referral decisions: The dispute concerned whether the salary scale for university professors (Besoldungsgruppe W 2) violated the constitutional requirement for office-appropriate remuneration under Article 33 Paragraph 5 of the Basic Law. The decisive legal ground for the decision was a procedural defect: the administrative court had issued the suspension and referral order with only three professional judges, whereas the German Constitutional Court ruled that such orders must be adopted in the full chamber composition (including lay judges) identical to that required for the final substantive decision in administrative proceedings, as mandated by the close link between the referral question and the pending case.

Schlagwörter

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Prozessrecht verfassungsmässige Anforderung Grundgehalt verfahrensrechtliche Fragen Rückweisungsentscheid materielle Mängel

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 1, 80
fassen, in der es die Entscheidung hätte treffen müssen, für die die Vorlagefrage erheblich ist (vgl. BVerfGE 1, 80 ;
BVerfGE 16, 305
BVerfGE 34, 52
werden müssen (vgl. BVerfGE 34, 52 ).
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Volltext

Unzulässige Richtervorlage zur Frage der Vereinbarkeit der Besoldung von Hochschullehrern mit Art 33 Abs 5 GG - Volle Spruchkörperbesetzung für Aussetzungs- und Vorlagebeschluss erforderlich

[GRUENDE]

Die Vorlage betrifft die Frage der amtsangemessenen Alimentation eines Universitätsprofessors.

I. 1. Der Kläger des Ausgangsverfahrens begehrt die Feststellung, dass seine Alimentation aus der Besoldungsgruppe W 2 den verfassungsrechtlichen

Anforderungen an eine amtsangemessene Besoldung nicht genügt.

2. Mit Beschluss vom 8. Dezember 2008 hat das Verwaltungsgericht Gießen - 5. Kammer - in der Besetzung mit drei Berufsrichtern

das Verfahren ausgesetzt und dem Bundesverfassungsgericht die Frage zur Entscheidung vorgelegt, ob § 32 Sätze 1 und 2 BBesG

in Verbindung mit Anlage II (Bundesbesoldungsordnung W) und Anlage IV Nr. 3 (Grundgehaltssätze der Bundesbesoldungsordnung

W) mit Art. 33 Abs. 5 GG vereinbar ist. Der Aussetzungs- und Vorlagebeschluss wurde außerhalb der mündlichen Verhandlung ohne

Zuziehung der ehrenamtlichen Richter gefasst.

II. Die Vorlage ist mangels Vorlageberechtigung unzulässig. Das Verwaltungsgericht hat den Aussetzungs- und Vorlagebeschluss nicht

in der korrekten Besetzung erlassen.

Ein Gericht kann einen Aussetzungs- und Vorlagebeschluss gemäß Art. 100 Abs. 1 GG, § 80 Abs. 1 BVerfGG nur in derjenigen Besetzung

fassen, in der es die Entscheidung hätte treffen müssen, für die die Vorlagefrage erheblich ist (vgl. BVerfGE 1, 80 ;

16, 305 ; 29, 178 ; 34, 52 ; 54, 159 ; 98, 145 ; 114, 303 ; BVerfGK 5, 172 ). Dies

ergibt sich aus dem engen Zusammenhang zwischen der anstehenden Sachentscheidung und der dem Bundesverfassungsgericht zur

Prüfung gestellten Frage, ob die bei der Sachentscheidung anzuwendende Norm gültig oder verfassungswidrig ist (vgl. BVerfGE

16, 305 ; 29, 178 ). Die Sachentscheidung im ausgesetzten verwaltungsgerichtlichen Verfahren ist grundsätzlich

in voller Spruchkörperbesetzung, also in der Kammerbesetzung mit drei Richtern und zwei ehrenamtlichen Richtern zu treffen

(vgl. § 5 Abs. 3 Satz 1 VwGO). Daher hätte auch der Aussetzungs- und Vorlagebeschluss in voller Spruchkörperbesetzung getroffen

werden müssen (vgl. BVerfGE 34, 52 ).

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.