Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 1360/09 ECLI:DE:BVerfG:2010:rk20100510.1bvr136009 KI-generiert

Time-barred constitutional complaint against tax court's interpretation of non-admission complaint: fault-based denial of reinstatement and failure to assert personal injury

Geschäftsnummer 1 BvR 1360/09
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Constitutional Court dismissed the constitutional complaint as inadmissible, leaving the Federal Fiscal Court's decision of November 25, 2008, in force. The dispute concerned a tax procedure where the appellants challenged the Federal Fiscal Court's interpretation of their non-admission complaint, arguing it had incorrectly limited the remand to the tax court to only one appellant. The court held the complaint was time-barred and the request for reinstatement to the previous status was denied because the appellants were at fault for missing the one-month filing deadline; the legal basis centered on § 93 Abs. 1 and 2 BVerfGG regarding the complaint period and reinstatement without fault, combined with the requirement that a constitutional complaint must assert a specific personal injury, which the appellants failed to do by not raising a hearing objection (§ 133a FGO) against the lower court's interpretation while the remedy was available.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG, § 93 Abs. 2 BVerfGG, § 133a FGO, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Time-barred constitutional complaint against tax court's interpretation of non-admission complaint: fault-based denial of reinstatement and failure to assert personal injury: The dispute concerned a tax procedure where the appellants challenged the Federal Fiscal Court's interpretation of their non-admission complaint, arguing it had incorrectly limited the remand to the tax court to only one appellant. The court held the complaint was time-barred and the request for reinstatement to the previous status was denied because the appellants were at fault for missing the one-month filing deadline; the legal basis centered on § 93 Abs. 1 and 2 BVerfGG regarding the complaint period and reinstatement without fault, combined with the requirement that a constitutional complaint must assert a specific personal injury, which the appellants failed to do by not raising a hearing objection (§ 133a FGO) against the lower court's interpretation while the remedy was available.

Schlagwörter

KI-generiert
Einreichungszeitpunkt verfassungsmässige Schranken Verfahrensrügen bisheriger Rechtsstatus Rüge verfassungsmässiger Rechte Steuerstreitverfahren

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 93 Abs. 1 Satz 1 BVerfGG

Cited as the procedural ground for declaring the constitutional complaint time-barred and thus inadmissible.

§ 93 Abs. 2 BVerfGG

Applied to deny the applicants' request for reinstatement into the previous status because they failed to prove the delay was without fault.

§ 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG

Procedural rule permitting the court to omit a further reasoning for the decision on its inadmissibility.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Nichtannahme einer mangels Beschwer und wegen Verfristung unzulässigen Verfassungsbeschwerde - hier: Keine Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei verschuldeter Fristversäumung - Auslegung einer Nichtzulassungsbeschwerde im finanzgerichtlichen Verfahren

[GRUENDE]

Die Verfassungsbeschwerde ist unzulässig.

Die Verfassungsbeschwerde gegen die telefonische Mitteilung des Bundesfinanzhofs vom 27. Mai 2009, dass das Verfahren durch

den Beschluss über die Nichtzulassungsbeschwerde vom 25. November 2008 vor dem Bundesfinanzhof beendet worden sei, ist unzulässig,

weil es sich hierbei nicht um eine beschwerdefähige Gerichtsentscheidung, sondern um einen bloßen informatorischen Hinweis

handelt.

Soweit die Beschwerdeführerin Verfassungsbeschwerde gegen den Beschluss des Bundesfinanzhofs vom 25. November 2008 erhebt,

ist diese ebenfalls unzulässig, da sie keine eigene Beschwer geltend macht.

Unabhängig hiervon ist die Verfassungsbeschwerde beider Beschwerdeführer gegen diesen Beschluss verfristet (§ 93 Abs. 1 Satz

1 BVerfGG). Die beantragte Wiedereinsetzung in die versäumte Beschwerdefrist kann ihnen nicht gewährt werden, da sie nicht

ohne Verschulden verhindert waren, die Beschwerdefrist einzuhalten (§ 93 Abs. 2 BVerfGG). Der Bundesfinanzhof hat in dem Beschluss

vom 25. November 2008 ausdrücklich ausgeführt, dass nach seiner Auffassung "nur die Klägerin (hier die Beschwerdeführerin)

Beschwerde wegen Nichtzulassung der Revision" erhoben habe (S. 3 des Beschlusses). Die von den Beschwerdeführern nunmehr mit

ihrer Verfassungsbeschwerde als Verletzung ihres Anspruchs auf Gewährung rechtlichen Gehörs beanstandete Auslegung ihrer Nichtzulassungsbeschwerde

durch den Bundesfinanzhof war mithin bereits durch dessen Beschluss vom 25. November 2008 eindeutig erkennbar ebenso wie die

daraus sich ergebende Rechtsfolge, dass die Sache nur, soweit sie die Beschwerdeführerin betraf, an das Finanzgericht zurückverwiesen

wurde. Der Beschwerdeführer hätte daher insoweit eine Anhörungsrüge (§ 133a FGO) beim Bundesfinanzhof erheben müssen und danach,

falls diese erfolglos geblieben wäre, Verfassungsbeschwerde einlegen können.

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.