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2 BvR 2552/08 ECLI:DE:BVerfG:2010:rk20100113.2bvr255208 KI-generiert

Inadmissibility of motion to exceed minimum subject matter value for attorney fees in unadmitted constitutional complaint

Geschäftsnummer 2 BvR 2552/08
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Constitutional Court dismissed the applicant’s motion to fix the subject matter value as inadmissible, upholding the application of the statutory minimum value of €4,000. The dispute concerned the calculation of attorney’s fees in a constitutional complaint procedure where the underlying complaint had not been admitted for decision. The Court held that under § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG and § 14 Abs. 1 RVG, a subject matter value exceeding the legal minimum is only justified if there is a demonstrable need for legal protection, which generally does not exist when a constitutional complaint is rejected without an admissibility finding. Consequently, the motion was deemed inadmissible as the applicant failed to demonstrate that the specific circumstances of the case warranted a deviation from the standard minimum value.

Legislator-Regeste

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§ 37 Abs. 2 Satz 2 RVG, § 14 Abs. 1 RVG; Inadmissibility of motion to exceed minimum subject matter value for attorney fees in unadmitted constitutional complaint: The dispute concerned the calculation of attorney’s fees in a constitutional complaint procedure where the underlying complaint had not been admitted for decision. The Court held that under § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG and § 14 Abs. 1 RVG, a subject matter value exceeding the legal minimum is only justified if there is a demonstrable need for legal protection, which generally does not exist when a constitutional complaint is rejected without an admissibility finding. Consequently, the motion was deemed inadmissible as the applicant failed to demonstrate that the specific circumstances of the case warranted a deviation from the standard minimum value.

Schlagwörter

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Anwaltskosten Streitgegenstand ungenügende Substantiierung von Grundrechtsverletzungen Gesetzlicher Schutz unleserliche Rechtsschrift Klagebewilligung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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BVerfGE 79, 365
BVerfGE 79, 365 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 25.
2 BvR 1790/94
Mai 1999 - 2 BvR 1790/94 -, NJW 2000, S.
1 BvR 206/08
April 2008 - 1 BvR 206/08 -, juris ).
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Volltext

Verwerfung eines Antrags auf Gegenstandswertfestsetzung wegen Unzulässigkeit: Kein Rechtsschutzbedürfnis hinsichtlich den Mindestwert übersteigender Gegenstandswertfestsetzung bei Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde

[GRUENDE]

Der Antrag auf Festsetzung des Gegenstandswerts ist unzulässig. Für die Berechnung der Rechtsanwaltsgebühren ist hier der

gesetzliche Mindestwert nach § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG in Höhe von 4.000 € maßgebend. Für die Festsetzung eines darüber hinaus

gehenden Wertes ist ein Rechtsschutzbedürfnis weder dargetan noch sonst erkennbar.

1. Der Gegenstandswert für das Verfassungsbeschwerdeverfahren wird gesondert nach § 37 Abs. 2 Satz 2 RVG in Verbindung mit

§ 14 Abs. 1 RVG festgesetzt. Danach ist der Gegenstandswert unter Berücksichtigung aller Umstände, insbesondere der Bedeutung

der Angelegenheit, des Umfangs und der Schwierigkeit der anwaltlichen Tätigkeit sowie der Vermögens- und Einkommensverhältnisse

des Auftraggebers nach billigem Ermessen zu bestimmen, jedoch nicht unter 4.000 €. In objektiver Hinsicht kommt auch dem Erfolg

der Verfassungsbeschwerde für die Bemessung des Gegenstandswerts Bedeutung zu. Wird die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung

angenommen, über sie also nicht inhaltlich befunden, ist es deshalb im Regelfall nicht gerechtfertigt, über den gesetzlichen

Mindestwert hinaus zu gehen. In diesen Fällen besteht kein Rechtsschutzbedürfnis für die Festsetzung des Gegenstandswerts

(vgl. BVerfGE 79, 365 ; BVerfG, Beschluss des Zweiten Senats vom 25. Mai 1999 - 2 BvR 1790/94 -, NJW 2000, S. 1399; Beschluss

der 3. Kammer des Ersten Senats vom 24. April 2008 - 1 BvR 206/08 -, juris ).

2. Der vorliegende Fall bietet keinen Anlass, von dieser Regel abzuweichen. Die Verfassungsbeschwerde wurde nicht zur Entscheidung

angenommen. Anhaltspunkte, die es gleichwohl rechtfertigen könnten, für das Verfassungsbeschwerdeverfahren einen über den

gesetzlichen Mindestbetrag hinausgehenden Gegenstandswert festzusetzen, sind mit der Antragsbegründung nicht dargetan und

auch sonst nicht ersichtlich.