Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
1 BvR 2491/21 ECLI:DE:BVerfG:2024:rk20241021.1bvr249121 KI-generiert

Constitutional complaint against refusal of leave to appeal for unapproved medication: inadmissibility due to failure to allege procedural fundamental rights violations

Geschäftsnummer 1 BvR 2491/21
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Federal Constitutional Court declined to accept the constitutional complaint for a decision, rendering the underlying procedural ruling of the Federal Social Court final. The complainant, a patient seeking the provision of a medication not approved for her specific medical condition, challenged the Social Court’s order refusing leave to appeal, arguing that the refusal violated the social state principle and the right to physical integrity. The Court held the complaint inadmissible because it failed to meet the procedural requirements for challenging a non-acceptance of revision, specifically by limiting the arguments to substantive fundamental rights without substantiating a violation of specific procedural fundamental rights or engaging with the lower court’s procedural reasoning. The decisive legal basis was the requirement under the Federal Constitutional Court Act that a complaint against a procedural decision on leave to appeal must demonstrate a violation of procedural fundamental rights, not merely substantive ones.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 93a Abs. 2 BVerfGG, Art. 20 Abs. 1 GG, § 92 BVerfGG, § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG; Constitutional complaint against refusal of leave to appeal for unapproved medication: inadmissibility due to failure to allege procedural fundamental rights violations: Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Versorgung der Beschwerdeführerin mit einem für ihr Krankheitsbild nicht zugelassenen Arzneimittel unter Zugrundelegung der im Rahmen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Dezember 2005 (BVerfGE 115, 25 ) aufgestellten Maßstäbe.

Schlagwörter

KI-generiert
Verletzung von Verfahrensrechten verfassungsmässige Anforderung einzelne Grundrechte Demonstrationsrecht Verletzung der Begründungspflicht Sozialstaat

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
BVerfGE 115, 25
Dezember 2005 (BVerfGE 115, 25 ) aufgestellten Maßstäbe.
BVerfGE 103, 172
BVerfGE 103, 172 ; 128, 90 ).
KI-generiert

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Nichtannahmebeschluss: Verfassungsbeschwerde gegen fachgerichtliche Entscheidung über die Nichtzulassung der Revision setzt Rüge von Prozessgrundrechten voraus - Unzulässigkeit der Verfassungsbeschwerde bei Beschränkung auf Rüge materieller Grundrechte

[TENOR]

Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.

[GRUENDE]

I. Die Verfassungsbeschwerde betrifft die Versorgung der Beschwerdeführerin mit einem für ihr Krankheitsbild nicht zugelassenen Arzneimittel unter Zugrundelegung der im Rahmen der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 6. Dezember 2005 (BVerfGE 115, 25 ) aufgestellten Maßstäbe.

II. Die Verfassungsbeschwerde ist nicht zur Entscheidung anzunehmen. Annahmegründe nach § 93a Abs. 2 BVerfGG liegen nicht vor. Die ausschließlich gegen den Beschluss des Bundessozialgerichts vom 28. September 2021 gerichtete und auf die Rügen von Art. 20 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip sowie von Art. 2 Abs. 2 Satz 1 GG beschränkte Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, da sie nicht den Anforderungen aus § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG entsprechend substantiiert und schlüssig die Möglichkeit einer Verletzung spezifischen Verfassungsrechts durch die angegriffene Entscheidung aufzeigt. Die angegriffene Entscheidung ist eine prozessuale Entscheidung über die Beschwerde der Nichtzulassung der Revision. Weder rügt die Beschwerdeführerin die Verletzung von Prozessgrundrechten noch enthält sie die erforderliche Auseinandersetzung mit deren prozessualen Erwägungen (vgl. BVerfGE 103, 172 ; 128, 90 ).

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.