Recusal of constitutional court judge barred by distinct subject matter of prior criminal investigation and lack of concrete bias indicators
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Constitutional Court rejected the constitutional complaint as not accepted for decision and dismissed the recusal motion against a judge as manifestly inadmissible, thereby upholding the lower court's ruling in the underlying supervision proceeding. The dispute involved a complainant challenging a decision in a supervision proceeding (Führungsaufsichtsverfahren) and seeking the recusal of a judge who had previously served as a federal public prosecutor in a separate criminal investigation against the complainant, as well as citing the judge's public statements. The Court held that the prior criminal investigation did not constitute "the same matter" under § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG, and that neither the previous role as prosecutor nor the public statements alone provided sufficient grounds for a fear of bias without additional specific circumstances, rendering the recusal manifestly inadmissible under § 93d BVerfGG.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 40 Abs. 3 GOBVerfG; Recusal of constitutional court judge barred by distinct subject matter of prior criminal investigation and lack of concrete bias indicators: The dispute involved a complainant challenging a decision in a supervision proceeding (Führungsaufsichtsverfahren) and seeking the recusal of a judge who had previously served as a federal public prosecutor in a separate criminal investigation against the complainant, as well as citing the judge's public statements. The Court held that the prior criminal investigation did not constitute "the same matter" under § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG, and that neither the previous role as prosecutor nor the public statements alone provided sufficient grounds for a fear of bias without additional specific circumstances, rendering the recusal manifestly inadmissible under § 93d BVerfGG.
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KI-generiertProcedural provision cited in the dispositive to determine that the application for interim relief becomes moot upon the non-acceptance of the constitutional complaint.
Volltext
Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde ohne weitere Begründung - Verwerfung eines offensichtlich unzulässigen Ablehnungsgesuchs
[TENOR]
Das Ablehnungsgesuch gegen den Richter Frank wird als unzulässig verworfen.
Die Verfassungsbeschwerde wird nicht zur Entscheidung angenommen.
Mit der Nichtannahme der Verfassungsbeschwerde wird der Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung gegenstandslos (§ 40 Abs. 3 GOBVerfG).
[GRUENDE]
1. Der Richter Frank ist nicht wegen seiner Tätigkeit als Generalbundesanwalt im Ermittlungsverfahren gegen den Beschwerdeführer von der Ausübung seines Richteramtes gemäß § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ausgeschlossen. Die Ausschlussregelung des § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG ist als Ausnahmetatbestand konstruiert und deshalb eng auszulegen (vgl. BVerfGE 155, 357 ). Das Ermittlungsverfahren gehört im Verhältnis zum Führungsaufsichtsverfahren, das hier das Ausgangsverfahren der Verfassungsbeschwerde ist, nicht zu „derselben Sache“ im Sinne von § 18 Abs. 1 Nr. 2 BVerfGG.
2. Das Ablehnungsgesuch ist offensichtlich unzulässig. Es enthält lediglich Ausführungen, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind (vgl. BVerfGE 159, 26 m.w.N.).
Die vom Beschwerdeführer monierte öffentliche Äußerung des Richters Frank rechtfertigt grundsätzlich nicht seine Ablehnung wegen Besorgnis der Befangenheit (vgl. BVerfGE 99, 51 ; 142, 9 ; 142, 18 ). Der Beschwerdeführer hat keine besonderen Umstände dargelegt, die Zweifel an der Unparteilichkeit des Richters rechtfertigen würden.
Aus der vorhergehenden Tätigkeit des Richters Frank als Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof allein lässt sich ebenfalls keine Besorgnis der Befangenheit ableiten (vgl. BVerfGE 42, 88 ; 43, 126 ). Der Beschwerdeführer hat keine zusätzlichen Umstände dargelegt, die die Besorgnis der Befangenheit begründen würden.
Bei offensichtlicher Unzulässigkeit des Ablehnungsgesuchs bedarf es auch keiner dienstlichen Stellungnahme des abgelehnten Richters und ist dieser nicht an der Mitwirkung bei der Entscheidung über das Ablehnungsgesuch gehindert (vgl. BVerfGE 142, 1 m.w.N.).
3. Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.