Admissibility and two-week deadline for Gegenvorstellung against cost assessment decisions of supreme federal courts
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Social Court dismissed a "Gegenvorstellung" (extraordinary objection) as inadmissible, leaving the prior decision rejecting an objection to cost assessment in force. The dispute concerned the admissibility of an extraordinary objection against the Social Court's decision on a party's objection to the cost assessment in a previous appeal procedure, where the party argued they were exempt from costs due to legal aid applications. The court held that such an objection is inadmissible primarily because it exceeded the two-week deadline applicable by analogy to the "Anhörungsrüge" (hearing objection), and further noted that the submission failed to demonstrate a serious fundamental rights violation or lack of legal basis. The decisive legal framework involved the application of § 69a Abs. 2 S. 1 GKG, § 178a Abs. 2 S. 1 SGG, and related procedural norms, along with § 66 Abs. 3 S. 3 GKG regarding the non-amendability of final cost decisions by supreme federal courts.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 66 Abs 3 Satz 3 GKG, § 69a Abs 2 Satz 1 GKG, § 178a Abs 2 Satz 1 SGG, § 321a Abs 2 Satz 1 ZPO, § 152a Abs 2 Satz 1 VwGO, § 133a Abs 2 Satz 1 FGO; Admissibility and two-week deadline for Gegenvorstellung against cost assessment decisions of supreme federal courts: The dispute concerned the admissibility of an extraordinary objection against the Social Court's decision on a party's objection to the cost assessment in a previous appeal procedure, where the party argued they were exempt from costs due to legal aid applications. The court held that such an objection is inadmissible primarily because it exceeded the two-week deadline applicable by analogy to the "Anhörungsrüge" (hearing objection), and further noted that the submission failed to demonstrate a serious fundamental rights violation or lack of legal basis. The decisive legal framework involved the application of § 69a Abs. 2 S. 1 GKG, § 178a Abs. 2 S. 1 SGG, and related procedural norms, along with § 66 Abs. 3 S. 3 GKG regarding the non-amendability of final cost decisions by supreme federal courts.
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KI-generiertApplied by analogy to determine the costs of the proceedings, as the decision is rendered free of court fees and no reimbursement of extrajudicial costs is granted.
Applied by analogy to determine the costs of the proceedings, specifically regarding the non-reimbursement of extrajudicial costs.
Volltext
Sozialgerichtliches Verfahren - Statthaftigkeit einer Gegenvorstellung gegen Beschlüsse über eine Kostenerinnerung - Frist für eine Gegenvorstellung
[TENOR]
Die Gegenvorstellung des Erinnerungsführers gegen den Beschluss des Senats vom 6. November 2020 (B 5 SF 14/20 S) wird als unzulässig verworfen.
Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.
[GRUENDE]
I. Der Senat hat mit Beschluss vom 6.11.2020 die Erinnerung gegen den Kostenansatz in der Schlusskostenrechnung für das Beschwerdeverfahren B 10 ÜG 2/20 B zurückgewiesen. Gegen den ihm am 26.11.2020 zugestellten Beschluss hat der Erinnerungsführer mit Schreiben vom 5.2.2021 eine Gegenvorstellung erhoben. Das Schreiben ist am 11.2.2021 als Telefax beim BSG eingegangen. Der Erinnerungsführer ist weiterhin der Ansicht, keine Verfahrenskosten tragen zu müssen, weil er für das genannte Beschwerdeverfahren Prozesskostenhilfe beantragt und der 10. Senat ihm keine Gelegenheit gegeben habe, nach deren Ablehnung das Verfahren nicht mehr weiter zu betreiben.
II. Die Gegenvorstellung ist unzulässig.
Dabei kann offenbleiben, ob sie bereits nicht statthaft ist, weil Gegenvorstellungen nur gegen an sich abänderbare Entscheidungen des Gerichts erhoben werden können. Der BFH ist der Ansicht, dass die Entscheidung eines obersten Gerichtshofs des Bundes über eine Erinnerung gegen den Kostenansatz nicht zu den vom Gericht selbst noch abänderbaren Entscheidungen gehört (vgl § 66 Abs 3 Satz 3 GKG sowie BFH Beschluss vom 8.5.2014 - II S 18/14 - juris RdNr 3 mwN; s auch Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, FGO/AO, Vorbemerkung zu §§ 115 bis 134 RdNr 70, Stand September 2017).
Selbst wenn dies anders gesehen und eine Gegenvorstellung gegen einen Beschluss des BSG über eine Kostenerinnerung als statthaft angesehen würde, wäre sie hier unzulässig. Der außerordentliche Rechtsbehelf muss jedenfalls in entsprechender Anwendung der Vorgaben zum gesetzlich geregelten Rechtsbehelf der Anhörungsrüge (vgl § 69a Abs 2 Satz 1 GKG, § 178a Abs 2 Satz 1 SGG, § 321a Abs 2 Satz 1 ZPO, § 152a Abs 2 Satz 1 VwGO, § 133a Abs 2 Satz 1 FGO) innerhalb einer Frist von zwei Wochen erhoben werden (vgl Lange in Hübschmann/Hepp/Spitaler, aaO RdNr 77; s auch BFH Beschluss vom 27.1.2004 - VIII R 111/01 - juris RdNr 3 mwN). Das Schreiben des Erinnerungsführers vom 5.2.2021 wahrt diese Frist nicht.
Ungeachtet der Unzulässigkeit der Gegenvorstellung lassen die erneuten Einwendungen des Erinnerungsführers auch nicht erkennen, inwiefern der Beschluss des Senats vom 6.11.2020 über die Erinnerung auf schwerwiegenden Grundrechtsverstößen beruhen oder jeder gesetzlichen Grundlage entbehren könnte.
Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung von § 66 Abs 8 und § 69a Abs 6 GKG.