Inadmissibility of challenging evidentiary assessment as procedural defect in social court non-admission complaint
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Social Court (BSG) 7th Senate dismissed the appellant’s complaint against the non-admission of revision as inadmissible, leaving the Landessozialgericht Sachsen-Anhalt judgment of January 31, 2024, in force. The dispute concerned a challenge to a decision by the social court, where the appellant alleged procedural defects based on violations of interpretive rules under §§ 133 and 157 BGB and breaches of logical laws and rules of experience. The BSG ruled that the complaint was insufficiently designated under § 160a Abs 2 Satz 3 SGG because challenges to the lower court’s evidentiary assessment, framed as violations of logical laws or statutory interpretation, are generally inadmissible in the non-admission procedure unless it is substantiated that only one possible conclusion could be drawn from the established facts. Since the appellant failed to demonstrate that the lower court’s reasoning was logically impossible or contrary to mandatory laws, the complaint was rejected, and no costs were awarded.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 169 SGG, § 160a Abs 2 Satz 3 SGG, § 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 103 SGG, § 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 SGG; Inadmissibility of challenging evidentiary assessment as procedural defect in social court non-admission complaint: The dispute concerned a challenge to a decision by the social court, where the appellant alleged procedural defects based on violations of interpretive rules under §§ 133 and 157 BGB and breaches of logical laws and rules of experience. The BSG ruled that the complaint was insufficiently designated under § 160a Abs 2 Satz 3 SGG because challenges to the lower court’s evidentiary assessment, framed as violations of logical laws or statutory interpretation, are generally inadmissible in the non-admission procedure unless it is substantiated that only one possible conclusion could be drawn from the established facts. Since the appellant failed to demonstrate that the lower court’s reasoning was logically impossible or contrary to mandatory laws, the complaint was rejected, and no costs were awarded.
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KI-generiertPrimary legal basis for dismissing the complaint as inadmissible due to insufficient designation of procedural errors.
Procedural provision applied in conjunction with § 160a SGG to govern the handling of the non-admission complaint.
Volltext
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - Rüge eines Verstoßes gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze oder gesetzliche Auslegungsregeln
[TENOR]
Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt vom 31. Januar 2024 wird als unzulässig verworfen.
Kosten sind nicht zu erstatten.
[GRUENDE]
Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in der bezeichneten Entscheidung des LSG ist als unzulässig zu verwerfen (§ 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 iVm § 169 SGG). Der Kläger hat den allein geltend gemachten Zulassungsgrund des Verfahrensmangels, soweit er rügefähig ist, nicht hinreichend bezeichnet (§ 160a Abs 2 Satz 3 SGG).
Nach § 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist die Revision zuzulassen, wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann; der geltend gemachte Verfahrensmangel kann nicht auf eine Verletzung der §§ 109 und 128 Abs 1 Satz 1 SGG und auf eine Verletzung des § 103 SGG nur gestützt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist.
Der Kläger macht geltend, das LSG habe bei seinen Überlegungen die Voraussetzungen des zwischen ihm und einer Zeugin abgeschlossenen Leihvertrags aufgrund der Verletzung der Auslegungsregeln der §§ 133 und 157 BGB verkannt. Außerdem habe das LSG gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstoßen.
Damit bezeichnet er grundsätzlich keinen Verfahrensmangel, der zur Zulassung der Revision auf eine Nichtzulassungsbeschwerde hin führen könnte. Angriffe im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren gegen die Beweiswürdigung des LSG mit dem Vorbringen, dieses habe gegen Denkgesetze und Erfahrungssätze verstoßen oder gesetzliche Auslegungsregeln verletzt, sind unzulässig (vgl BSG vom 9.2.2011 - B 11 AL 71/10 B - RdNr 7; BSG vom 15.4.2019 - B 13 R 233/17 B - RdNr 17; BSG vom 25.1.2023 - B 9 V 32/22 B - RdNr 6 mwN; BSG vom 15.3.2018 - B 3 KR 41/17 B - RdNr 12). Daher kommt es auch nicht darauf an, dass im Revisionsverfahren andere Maßstäbe gelten, die der Kläger unter Berufung auf Revisionsurteile des BSG (BSG vom 25.6.2020 - B 10 EG 1/19 R - und BSG vom 15.12.2016 - B 9 V 3/15 R) anwenden will.
Ungeachtet dessen könnte ein Verstoß gegen Denkgesetze im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren allenfalls dann beachtlich sein, wenn aus dem festgestellten Sachverhalt nur eine Schlussfolgerung gezogen werden kann, somit jede andere - also auch die, welche das Gericht tatsächlich gezogen hat - nicht denkbar ist (BSG vom 23.2.2022 - B 9 V 35/21 B - RdNr 22; enger BSG vom 24.1.2018 - B 13 R 377/15 B - RdNr 20; zum Willkürverbot auch BVerfG vom 12.9.1991 - 1 BvR 765/91 - RdNr 4). Dass das LSG schlechthin unmögliche Schlussfolgerungen bei seiner Entscheidung gezogen hat, wird jedoch von der Beschwerdebegründung nicht substantiiert dargelegt.
Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung der §§ 183, 193 SGG.
S. Knickrehm
Söhngen
Neumann