Admissibility of non-allowance of revision for alleged violation of right to be heard
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Social Court dismissed the plaintiff's complaint for non-allowance of revision as inadmissible, thereby leaving the decision of the Landessozialgericht Baden-Württemberg in force. The dispute concerned a challenge to the social court's refusal to allow the revision, with the plaintiff alleging multiple violations of her right to be heard (*Anhörung*) as a procedural defect. The court held that the complaint was procedurally defective under Section 160a(2) sentence 3 SGG because the plaintiff failed to substantively demonstrate that the alleged violation of her right to be heard could have influenced the lower court's decision, specifically omitting what additional arguments she would have presented had the expected notice been given. The court clarified that a violation of the right to be heard under Section 202 SGG in conjunction with Section 547 ZPO is not an absolute ground for revision and requires proof of potential impact on the judgment, which was not established in this case.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 160a Abs 2 Satz 3 SGG, § 169 SGG, § 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 202 Satz 1 SGG, § 547 ZPO, § 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 SGG; Admissibility of non-allowance of revision for alleged violation of right to be heard: The dispute concerned a challenge to the social court's refusal to allow the revision, with the plaintiff alleging multiple violations of her right to be heard (*Anhörung*) as a procedural defect. The court held that the complaint was procedurally defective under Section 160a(2) sentence 3 SGG because the plaintiff failed to substantively demonstrate that the alleged violation of her right to be heard could have influenced the lower court's decision, specifically omitting what additional arguments she would have presented had the expected notice been given. The court clarified that a violation of the right to be heard under Section 202 SGG in conjunction with Section 547 ZPO is not an absolute ground for revision and requires proof of potential impact on the judgment, which was not established in this case.
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KI-generiertProcedural basis for dismissing the complaint without the participation of lay judges.
Procedural rule governing the dismissal of the inadmissible complaint.
Basis for the decision that no reimbursement of costs is due.
Volltext
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - Anforderungen an die Bezeichnung - Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör
[TENOR]
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Landessozialgerichts Baden-Württemberg vom 11. Juli 2022 wird als unzulässig verworfen.
Außergerichtliche Kosten des Beschwerdeverfahrens sind nicht zu erstatten.
[GRUENDE]
Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil der allein geltend gemachte Zulassungsgrund eines Verfahrensmangels nicht in der gebotenen Weise bezeichnet wird (§ 160a Abs 2 Satz 3 SGG). Die Beschwerde ist daher ohne Zuziehung ehrenamtlicher Richter zu verwerfen (§ 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 SGG, § 169 SGG).
Nach § 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist die Revision zuzulassen, wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann. Wer eine Nichtzulassungsbeschwerde auf diesen Zulassungsgrund stützt, muss zu seiner Bezeichnung die diesen Verfahrensmangel des LSG (vermeintlich) begründenden Tatsachen substantiiert dartun, also die Umstände schlüssig darlegen, die den entscheidungserheblichen Mangel ergeben sollen (stRspr; siehe bereits BSG vom 29.9.1975 - 8 BU 64/75 - SozR 1500 § 160a Nr 14;
B. Schmidt in Meyer-Ladewig/Keller/Schmidt, SGG, 14. Aufl 2023, § 160a RdNr 16 mwN). Darüber hinaus ist aufzuzeigen, dass und warum die Entscheidung - ausgehend von der Rechtsansicht des LSG - auf dem Mangel beruhen kann, also die Möglichkeit der Beeinflussung des Urteils besteht, wenn der geltend gemachte Verfahrensmangel keinen absoluten Revisionsgrund darstellt (stRspr; vgl bereits BSG vom 18.2.1980 - 10 BV 109/79 - SozR 1500 § 160a Nr 36).
Diesen Anforderungen wird die Beschwerdebegründung nicht gerecht. Die Klägerin trägt zwar vor, das LSG habe ihren Anspruch auf rechtliches Gehör in mehrfacher Hinsicht verletzt. Sie zeigt allerdings nicht auf, warum die Entscheidung des LSG auf diesem Verfahrensfehler beruhen kann. Dies wäre erforderlich gewesen, weil - anders als die Klägerin meint - eine Gehörsverletzung gem § 202 Satz 1 SGG iVm § 547 ZPO keinen absoluten Revisionsgrund darstellt (vgl Voelzke in Schlegel/Voelzke, jurisPK-SGG, 2. Aufl 2022, § 160a RdNr 142 ff, 151 mwN). Insbesondere fehlt es an jeder Darlegung in der Beschwerdebegründung, was die Klägerin gegenüber dem LSG vorgetragen hätte, wenn sie den von ihr erwarteten Hinweis erhalten hätte. Eine Beschwerdebegründung, die eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör rügt, setzt zu ihrer Zulässigkeit aber unter anderem den Vortrag voraus, welches zur Beeinflussung der Entscheidung des LSG geeignete zusätzliche Vorbringen durch das Verhalten des LSG abgeschnitten worden ist (BSG vom 18.2.1980 - 10 BV 109/79 - SozR 1500 § 160a Nr 36 = juris RdNr 3; BSG vom 25.10.2018 - B 5 R 211/18 B - juris RdNr 12). Nach der in der Beschwerde referierten Rechtsauffassung des LSG, die von der Klägerin zur Überprüfung gestellte Rechtsnorm existiere schon nicht, liegt es im Übrigen auch nicht nahe, dass die Entscheidung des LSG auf einer Gehörsverletzung beruhen kann.
Die Kostenentscheidung beruht auf einer entsprechenden Anwendung des § 193 Abs 1 Satz 1, Abs 4 SGG.
Söhngen
Burkiczak
B. Schmidt