Inadmissibility of revision complaint lacking concrete citation of maintained evidentiary motion under ex officio fact-finding duty
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Social Court dismissed the plaintiff's complaint against the non-admission of revision as inadmissible, leaving the Lower Social Court's judgment denying nursing care benefits under care grade 3 for the period November 1, 2016, to March 10, 2020, in force. The dispute centered on procedural defects in the appellate proceedings, specifically the plaintiff's allegation that the Lower Social Court violated the ex officio principle of fact-finding by failing to investigate necessary facts. The court held the complaint inadmissible because the plaintiff failed to concretely reference a maintained, protocol-compliant evidentiary motion that the appellate court had disregarded without sufficient reasoning, as required for a valid procedural defect claim under § 160(2) No. 3 and § 160a(2) Sentence 3 of the Social Code; additionally, challenges to the appellate court's evidence valuation and standards of proof were deemed ineffective grounds for admitting a revision under the relevant statutory provisions.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 169 Satz 2 SGG, § 160 Abs 2 Nr 3 SGG, § 160a Abs 2 Satz 3 SGG, § 103 SGG, § 128 Abs 1 Satz 1 SGG, § 169 Satz 3 SGG; Inadmissibility of revision complaint lacking concrete citation of maintained evidentiary motion under ex officio fact-finding duty: The dispute centered on procedural defects in the appellate proceedings, specifically the plaintiff's allegation that the Lower Social Court violated the ex officio principle of fact-finding by failing to investigate necessary facts. The court held the complaint inadmissible because the plaintiff failed to concretely reference a maintained, protocol-compliant evidentiary motion that the appellate court had disregarded without sufficient reasoning, as required for a valid procedural defect claim under § 160(2) No. 3 and § 160a(2) Sentence 3 of the Social Code; additionally, challenges to the appellate court's evidence valuation and standards of proof were deemed ineffective grounds for admitting a revision under the relevant statutory provisions.
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KI-generiertBasis for dismissing the complaint against the non-admission of revision as inadmissible.
Basis for the decision on costs, which ordered that costs were not to be refunded.
Volltext
Sozialgerichtliches Verfahren - Nichtzulassungsbeschwerde - Verfahrensmangel - Verletzung des Amtsermittlungsgrundsatzes - Vorliegen eines Beweisantrags
[TENOR]
Die Beschwerde der Klägerin gegen die Nichtzulassung der Revision im Urteil des Landessozialgerichts Hamburg vom 7. Dezember 2023 wird als unzulässig verworfen.
Kosten sind nicht zu erstatten.
[GRUENDE]
I. Das LSG hat den von der Klägerin verfolgten Anspruch auf Pflegegeld nach dem Pflegegrad 3 für die Zeit vom 1.11.2016 bis zum 10.3.2020 abgelehnt.
Hiergegen wendet sich die Klägerin mit ihrer Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision durch das LSG und macht Verfahrensmängel geltend.
II. Die Beschwerde der Klägerin ist als unzulässig zu verwerfen (§ 160a Abs 4 Satz 1 Halbsatz 2 iVm § 169 Satz 2 SGG).
Nach § 160 Abs 2 Nr 3 SGG ist die Revision ua zuzulassen, wenn ein Verfahrensmangel geltend gemacht wird, auf dem die angefochtene Entscheidung beruhen kann. Diesen hier allein geltend gemachten Zulassungsgrund hat die Klägerin in der Begründung der Beschwerde nicht schlüssig bezeichnet (§ 160a Abs 2 Satz 3 SGG).
Soweit die Klägerin als Verletzung des Amtsermittlungsgrundsatzes nach § 103 SGG rügt, das LSG habe die notwendige Sachaufklärung unterlassen, fehlt es an der konkreten Bezeichnung eines bis zuletzt aufrechterhaltenen prozessordnungsgemäßen Beweisantrags, dem das LSG nicht gefolgt sein soll. Nach § 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG kann der mit einer Nichtzulassungsbeschwerde geltend gemachte Verfahrensmangel indes auf eine Verletzung des § 103 SGG nur gestützt werden, wenn er sich auf einen Beweisantrag bezieht, dem das LSG ohne hinreichende Begründung nicht gefolgt ist. In der Regel kann das Übergehen eines Beweisantrags nur dann als Verfahrensmangel geltend gemacht werden, wenn der Beweisantrag in der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht gestellt oder zumindest aufrechterhalten worden ist. Diese Voraussetzung ist bei - wie hier - rechtskundig vertretenen Beteiligten nicht erfüllt, wenn im letzten Termin zur mündlichen Verhandlung ausweislich der Sitzungsniederschrift nur noch ein Sachantrag gestellt worden ist. Demgemäß muss eine auf die Verletzung der Amtsermittlungspflicht gestützte Nichtzulassungsbeschwerde aufzeigen, dass der Beweisantrag entweder protokolliert oder im Urteil aufgeführt worden ist (vgl nur Schmidt in Meyer-Ladewig/Keller/Schmidt, SGG, 14. Aufl 2023, § 160a RdNr 16e mwN). Daran fehlt es hier.
Soweit mit der Beschwerde die Beweiswürdigung (§ 128 Abs 1 Satz 1 SGG) des LSG angegriffen wird, kann hierauf nach § 160 Abs 2 Nr 3 Halbsatz 2 SGG eine Verfahrensmangelrüge nicht gestützt werden. Soweit auch die vom LSG herangezogenen Beweismaßstäbe gerügt werden, wird letztlich die Unrichtigkeit der angefochtenen Entscheidung geltend gemacht, worauf eine Revisionszulassung von vornherein nicht gegründet werden kann.
Soweit zudem ein Verfahrensmangel in der Verfahrensführung des SG geltend gemacht wird, wird nicht dargelegt, inwiefern hieraus sich ein Verfahrensmangel des LSG ergeben könnte.
Die Verwerfung der unzulässigen Beschwerde erfolgt in entsprechender Anwendung des § 169 Satz 3 SGG ohne Zuziehung der ehrenamtlichen Richter.
Die Kostenentscheidung beruht auf entsprechender Anwendung von § 193 SGG.
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