Jurisdictional conflict in co-heir litigation: assignment of common forum under SGG § 58(1) no. 5 and ZPO § 62(1) mandatory co-litigation
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Social Court ordered the Hamburg Social Court to assume jurisdiction for the pending proceedings. The dispute concerned a joint lawsuit filed by co-heirs regarding social benefits, where no single court had local jurisdiction because the co-heirs resided in different jurisdictions (Hamburg and Stade) under mandatory co-litigation rules, necessitating a determination of a common forum by the superior court. Applying § 58 Abs 1 Nr 5 and § 57 SGG, the court ruled that mandatory co-litigation under § 74 SGG and § 62 ZPO applies to co-heirs, justifying the assignment of a common seat; it selected Hamburg based on the plaintiffs’ choice of venue and the defendant’s location, thereby resolving the jurisdictional conflict between the Social Courts of Hamburg and Stade.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 58 Abs 1 Nr 5 SGG, § 74 SGG, § 62 Abs 1 ZPO, § 57 SGG, § 57 Abs 1 Satz 1 SGG, § 58 Abs 2 SGG; Jurisdictional conflict in co-heir litigation: assignment of common forum under SGG § 58(1) no. 5 and ZPO § 62(1) mandatory co-litigation: Die Voraussetzungen für die Bestimmung des zuständigen Gerichts innerhalb der Sozialgerichtsbarkeit durch das gemeinsam nächsthöhere Gericht liegen vor, weil eine gemeinsame örtliche Zuständigkeit weder nach den §§ 57 bis 57b SGG noch nach einer anderen gesetzlichen Zuständigkeitsbestimmung gegeben ist (§ 58 Abs 1 Nr 5 SGG). Bei den als Miterben gemeinsam klagenden Klägern ist eine notwendige Streitgenossenschaft iS von § 74 SGG, § 62 Abs 1 ZPO nicht ausgeschlossen. Dies rechtfertigt die Bestimmung eines gemeinsamen Gerichtsstands der notwendigen Streitgenossenschaft (stRspr; vgl nur BSG vom 30.3.2004 - B 7 SF 36/03 S - SozR 4-1500 § 58 Nr 2; BSG vom 5.4.2007 - B 12 SF 2/07 S - RdNr 3; zuletzt BSG vom 22.3.2023 - B 11 SF 4/22 S - RdNr 1).
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KI-generiertVolltext
Sozialgerichtliches Verfahren - örtliche Zuständigkeit - Bestimmung des zuständigen Gerichts - gemeinsame Klage von Miterben - notwendige Streitgenossenschaft - Bestimmung eines gemeinsamen Gerichtsstands
[TENOR]
Das Sozialgericht Hamburg wird zum zuständigen Gericht bestimmt.
[GRUENDE]
Die Voraussetzungen für die Bestimmung des zuständigen Gerichts innerhalb der Sozialgerichtsbarkeit durch das gemeinsam nächsthöhere Gericht liegen vor, weil eine gemeinsame örtliche Zuständigkeit weder nach den §§ 57 bis 57b SGG noch nach einer anderen gesetzlichen Zuständigkeitsbestimmung gegeben ist (§ 58 Abs 1 Nr 5 SGG). Bei den als Miterben gemeinsam klagenden Klägern ist eine notwendige Streitgenossenschaft iS von § 74 SGG, § 62 Abs 1 ZPO nicht ausgeschlossen. Dies rechtfertigt die Bestimmung eines gemeinsamen Gerichtsstands der notwendigen Streitgenossenschaft (stRspr; vgl nur BSG vom 30.3.2004 - B 7 SF 36/03 S - SozR 4-1500 § 58 Nr 2; BSG vom 5.4.2007 - B 12 SF 2/07 S - RdNr 3; zuletzt BSG vom 22.3.2023 - B 11 SF 4/22 S - RdNr 1).
§ 58 Abs 1 Nr 5 SGG ist anwendbar, wenn mindestens zwei Gerichte als örtlich zuständige Gerichte in Betracht kommen. Dies ist hier der Fall: Wendet man § 57 SGG auf die der Erbengemeinschaft angehörenden Einzelpersonen an, wäre gemäß § 57 Abs 1 Satz 1 SGG hinsichtlich des in Hamburg wohnenden Klägers das SG Hamburg und hinsichtlich der in Schiffdorf im Landkreis Cuxhaven wohnenden Klägerin das SG Stade (§ 82 Abs 2 Nr 8 Niedersächsisches Justizgesetz) örtlich zuständig. Das BSG ist als nächsthöheres gemeinschaftlich übergeordnetes Gericht zur Bestimmung des zuständigen Gerichts berufen (§ 58 Abs 2 SGG), weil Sozialgerichte verschiedener LSG-Bezirke örtlich zuständig sind.
Zum örtlich zuständigen Gericht bestimmt der Senat das SG Hamburg. Die Kläger haben ihre gemeinsame Klage in Hamburg erhoben. Zudem hat die Beklagte ihren Sitz ebenfalls in Hamburg.
Estelmann
Burkiczak
Harich