Limitation of prosecution to drug trafficking excluding new psychoactive substances charges
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe Federal Court of Justice (BGH) partially upheld the defendant’s appeal, ordering a procedural restriction that excluded the charges of trading new psychoactive substances (NPS) from prosecution and consequently amending the guilty verdict to solely conviction for drug trafficking and armed drug trafficking in concurrence with unauthorized prescription drug trading, while affirming the original sentence and imposing the full costs of the appeal on the defendant. The dispute arose from a Landgericht Köln judgment convicting the defendant for drug trafficking, NPS trading, and armed drug trafficking in significant quantities, where the defendant challenged the application of NPS-specific charges and the characterization of the armed offense. The decisive legal basis was § 154a Abs. 1 S. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO, which permitted the exclusion of minor NPS offenses from prosecution upon the Federal Prosecutor’s recommendation, and § 473 Abs. 4 StPO, which justified the cost allocation due to the limited success of the revision, with the court further noting that the exclusion of NPS charges did not reduce the individual sentences because the conduct could still be considered aggravatingly under drug or pharmaceutical laws.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 473 Abs. 4 StPO; Limitation of prosecution to drug trafficking excluding new psychoactive substances charges: The dispute arose from a Landgericht Köln judgment convicting the defendant for drug trafficking, NPS trading, and armed drug trafficking in significant quantities, where the defendant challenged the application of NPS-specific charges and the characterization of the armed offense. The decisive legal basis was § 154a Abs. 1 S. 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO, which permitted the exclusion of minor NPS offenses from prosecution upon the Federal Prosecutor’s recommendation, and § 473 Abs. 4 StPO, which justified the cost allocation due to the limited success of the revision, with the court further noting that the exclusion of NPS charges did not reduce the individual sentences because the conduct could still be considered aggravatingly under drug or pharmaceutical laws.
Schlagwörter
KI-generiertZitierte Gesetzesbestimmungen
KI-generiertVerwandte Entscheide
KI-generiertZentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator
KI-generiertCited in the dispositive to order the appellant to bear the full costs of the appeal despite the partial success.
Volltext
1. Auf die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Köln vom 26. März 2025 wird
a) in den Fällen B. I. und B. II. der Urteilsgründe der Vorwurf des (gewerbsmäßigen) Handeltreibens mit neuen psychoaktiven Stoffen von der Verfolgung ausgenommen;
b) das vorbezeichnete Urteil im Schuldspruch dahin geändert, dass der Angeklagte des Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln schuldig ist.
2. Die weitergehende Revision wird verworfen.
3. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen.
[GRUENDE]
Das Landgericht hat den Angeklagten wegen „Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in Tateinheit mit Handeltreiben mit neuen psychoaktiven Stoffen sowie wegen bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in Tateinheit mit gewerbsmäßigem Handeltreiben mit neuen psychoaktiven Stoffen sowie in weiterer Tateinheit mit unerlaubtem Handeltreiben mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln“ zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt und die Einziehung von Taterträgen in Höhe von 3.930 Euro angeordnet. Gegen dieses Urteil wendet sich der Angeklagte mit seiner Revision, mit der er die Verletzung materiellen Rechts rügt. Das Rechtsmittel führt in dem aus der Beschlussformel ersichtlichen Umfang zur Beschränkung des Verfahrens (§ 154a Abs. 2 StPO) und zur Änderung sowie Neufassung des Schuldspruchs; im Übrigen ist es unbegründet.
1. Der Senat nimmt aus den Gründen der Zuschrift des Generalbundesanwalts das Handeltreiben mit neuen psychoaktiven Stoffen im Fall B. I. der Urteilsgründe (Handel mit 26,7 Gramm Ketamin) und das gewerbsmäßige Handeltreiben mit neuen psychoaktiven Stoffen im Fall B. II. der Urteilsgründe (Handel mit 13,05 Gramm Ketamin) gemäß § 154a Abs. 1 Satz 1 Nr. 1, Abs. 2 StPO von der Verfolgung aus.
Die Verfolgungsbeschränkung führt zu der aus der Beschlussformel ersichtlichen Änderung des Schuldspruchs. Hinsichtlich des abgeurteilten bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln ist der Zusatz „in nicht geringer Menge“ entbehrlich (vgl. BGH, Beschluss vom 23. Juli 2024 – 3 StR 216/24, Rn. 6).
Die Verfolgungsbeschränkung und die damit verbundene Änderung des Schuldspruchs berühren die beiden Einzelstrafen nicht. Der jeweils rechtsfehlerfrei festgestellte tateinheitliche Handel mit Ketamin kann – entweder nach dem Arzneimittelgesetz oder dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz – ungeachtet der Verfolgungsbeschränkung nach § 154a Abs. 2 StPO strafschärfend berücksichtigt werden (vgl. auch BGH, Beschluss vom 21. Oktober 2025 – 2 StR 511/25, Rn. 4).
Im Übrigen hat die sachlich-rechtliche Nachprüfung des Urteils keinen dem Angeklagten nachteiligen Rechtsfehler ergeben.
2. Für eine Kosten- und Auslagenentscheidung hinsichtlich der Verfolgungsbeschränkung ist hier kein Raum (vgl. BGH, Beschluss vom 24. Juni 2025 – 3 StR 161/25, Rn. 7 mwN). Im Übrigen ist es angesichts des geringen Teilerfolgs nicht unbillig, den Angeklagten mit den gesamten Kosten seines Rechtsmittels zu belasten (§ 473 Abs. 4 StPO).
Menges Zeng Meyberg
Zimmermann Herold