Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
3 StR 377/25 ECLI:DE:BGH:2025:271025B3STR377.25.0 KI-generiert

Attempted gang robbery by deception: Attempt liability for manipulating a protective person and sentencing correction for erroneous aggravation in attempt counts

Geschäftsnummer 3 StR 377/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The Third Criminal Senate of the Federal Court of Justice rejected the appeals of the defendants as unfounded, thereby upholding the sentence imposed by the Landgericht Mönchengladbach for attempted serious gang robbery. The case involved defendants who attempted to commit serious gang robberies by deceiving a resident into granting them entry to steal valuables, with the primary dispute centering on whether such conduct constitutes an actionable attempt and whether the trial court incorrectly applied aggravating factors. The appellate court confirmed that deceiving a person into opening a door to facilitate theft satisfies the legal requirements for an attempted robbery under current precedent, explicitly aligning with the Fifth Senate's 2020 ruling that successful manipulation of a protective mechanism establishes an attempt. Furthermore, the court found that the trial court’s reference to "significant loot" in the sentencing for the attempted offenses was an obvious clerical error, as the sentencing logic indicated that no such aggravating factor was actually applied to the attempt counts, distinguishing them from the completed offenses.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 349 Abs. 2 StPO; Attempted gang robbery by deception: Attempt liability for manipulating a protective person and sentencing correction for erroneous aggravation in attempt counts: The case involved defendants who attempted to commit serious gang robberies by deceiving a resident into granting them entry to steal valuables, with the primary dispute centering on whether such conduct constitutes an actionable attempt and whether the trial court incorrectly applied aggravating factors. The appellate court confirmed that deceiving a person into opening a door to facilitate theft satisfies the legal requirements for an attempted robbery under current precedent, explicitly aligning with the Fifth Senate's 2020 ruling that successful manipulation of a protective mechanism establishes an attempt. Furthermore, the court found that the trial court’s reference to "significant loot" in the sentencing for the attempted offenses was an obvious clerical error, as the sentencing logic indicated that no such aggravating factor was actually applied to the attempt counts, distinguishing them from the completed offenses.

Schlagwörter

KI-generiert
versuchter Raub schwere Straftaten fehlerhafte Strafzumessung vollendeter Versuch E-Justice Diebstahls

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO

Main ground for the verdict, as the court explicitly cites this provision to dismiss the revisions as unfounded because the review revealed no legal error to the detriment of the defendants.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mönchengladbach vom 12. März 2025 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO).

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

1. Gegen die Annahme des Landgerichts, dass die jeweiligen Angeklagten in den Fällen C) II. 2. a), C) II. 2. b) und C) II. 2. g) der Urteilsgründe mit dem Begehren um Einlass in die Wohnung der Geschädigten unter einem Vorwand, um nach Betreten der Wohnung dort Wertgegenstände zu entwenden, unmittelbar zur Begehung der schweren Bandendiebstähle ansetzten, ist nichts zu erinnern. Soweit im Rahmen der Rüge der Verletzung materiellen Rechts vorgebracht worden ist, der Annahme eines strafbaren Versuchs stehe in diesen Fällen eine Entscheidung des 5. Strafsenats entgegen (BGH, Beschluss vom 8. Mai 2018 – 5 StR 108/18, NStZ 2018, 616 Rn. 15 ff.), kann offen bleiben, ob diese Rechtsprechung in der vorliegenden Konstellation einschlägig wäre. Der 5. Strafsenat hat jedenfalls zwischenzeitlich entschieden, dass auch bei einem erfolglosen Angriff auf einen Schutzmechanismus – beispielsweise wie hier beim Einwirken auf eine zum Schutz des Gewahrsams bereite Person mit dem Ziel einer Gewahrsamslockerung und einer beabsichtigten Wegnahme in unmittelbarem zeitlichen und örtlichen Zusammenhang – ein Versuch des Diebstahls vorliege und er an etwaiger entgegenstehender Rechtsprechung nicht festhalte (BGH, Beschluss vom 28. April 2020 – 5 StR 15/20, NJW 2020, 2570 Rn. 6 f.).

2. Bei der dem Wortlaut der Urteilsgründe nach vermeintlich strafschärfenden Berücksichtigung der erlangten „nicht unerheblichen Tatbeute“ bei der Bemessung der Einzelstrafen betreffend den Angeklagten H. W. für die versuchten schweren Bandendiebstähle in den Fällen C) II. 2. a), C) II. 2. b) und C) II. 2. g) bis C) II. 2. j) der Urteilsgründe handelt es sich um ein offensichtliches Fassungsversehen, wie die wortlautgleiche Textpassage bei der Prüfung des minder schweren Falls bei der Beihilfe zum schweren Bandendiebstahl im Fall C) II. 2. f) der Urteilsgründe zeigt. Hieraus sowie aus den von der Kammer für die Versuche im Vergleich zum Fall C) II. 2. f) der Urteilsgründe verhängten niedrigeren Einzelstrafen ist ersichtlich, dass bei den lediglich versuchten schweren Bandendiebstählen die „nicht unerhebliche Tatbeute“ tatsächlich nicht strafschärfend berücksichtigt wurde.

Schäfer

Hohoff

Anstötz

RiBGH Dr. Kreickerbefindet sich im Urlaubund ist deshalb gehindertzu unterschreiben.

Schäfer

Voigt