Scope of review in criminal revision by a supplementary victim: exclusion of guilt and sentencing for offenses not grounding attachment
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe BGH 6. Strafsenat dismissed the supplementary victim’s (Nebenkläger) appeal as unfounded, upholding the Landgericht Braunschweig judgment and ordering the appellant to bear the costs and necessary expenses of the accused. The dispute concerned the scope of judicial review in criminal revision proceedings initiated by a supplementary victim, where the general prosecutor requested a modification of the conviction regarding offenses not grounding the victim’s right to attach. The court held that its control authority does not extend to modifying the guilt pronouncement for unlawful acts that do not grant the right to join the proceedings as a supplementary victim (e.g., weapon offenses concurrent with the primary offense in this case), nor does it extend to reviewing the sentencing outcome when the revision is unfounded. Key legal bases include § 395 Abs. 2 StPO (standing to attach), § 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB (definition of unlawful acts for attachment purposes), and the corresponding application of § 301 StPO limiting the appellate court’s scope of review in unsuccessful revisions.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB, § 395 Abs. 2 StPO; Scope of review in criminal revision by a supplementary victim: exclusion of guilt and sentencing for offenses not grounding attachment: Dem Senat war die vom Generalbundesanwalt beantragte Schuldspruchänderung aus Rechtsgründen verwehrt. Die Prüfung des Revisionsgerichts erstreckt sich bei einer zulässigen Revision des Nebenklägers nicht auf rechtswidrige Taten im Sinne vom § 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB, die nicht zum Anschluss der Nebenklage berechtigen (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 12. März 1997 – 3 StR 627/96, BGHSt 43, 15, 16; vom 30. Juli 2015 – 4 StR 561/14, BGHR StPO § 400 Abs. 1 Prüfungsumfang 5; Beschluss vom 1. Februar 2024 – 5 StR 447/23, NStZ-RR 2024, 286, 287). Die vom Angeklagten tateinheitlich verwirklichten Waffendelikte berechtigen den Vater des Getöteten nicht zum Anschluss nach § 395 Abs. 2 StPO.
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Kontrollbefugnis des Revisionsgerichts bei Revision der Nebenklage
[TENOR]
Die Revision des Nebenklägers gegen das Urteil des Landgerichts Braunschweig vom 6. März 2025 wird als unbegründet verworfen. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die dem Angeklagten im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.
Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundeanwalts bemerkt der Senat:
1. Dem Senat war die vom Generalbundesanwalt beantragte Schuldspruchänderung aus Rechtsgründen verwehrt. Die Prüfung des Revisionsgerichts erstreckt sich bei einer zulässigen Revision des Nebenklägers nicht auf rechtswidrige Taten im Sinne vom § 11 Abs. 1 Nr. 5 StGB, die nicht zum Anschluss der Nebenklage berechtigen (st. Rspr.; vgl. BGH, Urteile vom 12. März 1997 – 3 StR 627/96, BGHSt 43, 15, 16; vom 30. Juli 2015 – 4 StR 561/14, BGHR StPO § 400 Abs. 1 Prüfungsumfang 5; Beschluss vom 1. Februar 2024 – 5 StR 447/23, NStZ-RR 2024, 286, 287). Die vom Angeklagten tateinheitlich verwirklichten Waffendelikte berechtigen den Vater des Getöteten nicht zum Anschluss nach § 395 Abs. 2 StPO.
2. Auch eine Überprüfung des Strafausspruchs war dem Senat verschlossen. Bei einer unbegründeten Revision der Nebenklage erstreckt sich die aus einer entsprechenden Anwendung des § 301 StPO folgende Kontrollbefugnis des Revisionsgerichts auf Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten nicht auf den Rechtsfolgenausspruch (vgl. BGH, Urteil vom 2. Februar 2022 – 2 StR 41/21, BGHSt 67, 7, 8 ff.; Schmitt in Schmitt/Köhler, StPO, 68. Aufl., § 400 Rn. 7a).
Bartel Wenske Fritsche
von Schmettau Arnoldi