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5 StR 440/25 ECLI:DE:BGH:2025:091025B5STR440.25.0 KI-generiert

Admission of injured party as auxiliary prosecutor and retroactive appointment of legal aid counsel under §§ 395, 396, 397a StPO

Geschäftsnummer 5 StR 440/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Gutgeheissen (Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The BGH 5. Strafsenat ordered the admission of the victim as an auxiliary prosecutor (Nebenklägerin) and appointed her requested legal counsel as an official assistant, while rejecting the application for retroactive appointment of that counsel. The dispute concerned the procedural status of a victim in a criminal case, specifically addressing whether she could be admitted as an auxiliary prosecutor and whether legal aid for an assistant could be granted with retroactive effect. The decisive legal basis was § 395 Abs. 1 Nr. 1 StPO, which established her entitlement to join the proceedings based on her status as the injured party, and § 397a Abs. 1 Nr. 4 StPO, which governed the appointment of a legal assistant; the court applied the general principle that retroactive appointments of assistants are inadmissible absent specific exceptional circumstances, which were not present in this instance.

Legislator-Regeste

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§ 32d Satz 2 StPO, § 395 Abs. 1 Nr. 1 StPO, § 397a Abs. 1 Nr. 4 StPO; Admission of injured party as auxiliary prosecutor and retroactive appointment of legal aid counsel under §§ 395, 396, 397a StPO: Die Verletzte K. war auf ihre erstmals formwirksam angebrachte Anschlusserklärung (§ 396 Abs. 1 Satz 1, § 32d Satz 2 StPO; vgl. Antragsschrift des Generalbundesanwalts) vom 2. September 2025 als Nebenklägerin zuzulassen. Ihre Anschlussberechtigung folgt aus § 395 Abs. 1 Nr. 1 StPO.

Schlagwörter

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Bestellung eines Rechtsbeistands Opfereigenschaft Verfahren um unentgeltliche Rechtspflege prozessleitende Verfügungen ausserordentliche Umstände Gesuch um Ernennung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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3 StR 48/08
Mai 2008 – 3 StR 48/08, BGHR StPO § 397a Abs.
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Volltext

1. K. wird als Nebenklägerin zugelassen.

2. Der Nebenklägerin wird Rechtsanwältin L. als Beistand bestellt; ihr weitergehender Antrag wird zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Die Verletzte K. war auf ihre erstmals formwirksam angebrachte Anschlusserklärung (§ 396 Abs. 1 Satz 1, § 32d Satz 2 StPO; vgl. Antragsschrift des Generalbundesanwalts) vom 2. September 2025 als Nebenklägerin zuzulassen. Ihre Anschlussberechtigung folgt aus § 395 Abs. 1 Nr. 1 StPO.

2. Zudem war der Nebenklägerin auf ihren Antrag Rechtsanwältin L. nach § 397a Abs. 1 Nr. 4 StPO für das weitere Verfahren als Beistand zu bestellen. Indes war eine rückwirkende Bestellung abzulehnen; diese ist grundsätzlich nicht statthaft (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Mai 2008 – 3 StR 48/08, BGHR StPO § 397a Abs. 1 Bestellung 1); Anhaltspunkte für einen Ausnahmefall sind weder vorgetragen noch sonst ersichtlich.

Cirener

Gericke

Köhler

Resch

Werner