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4 StR 233/25 ECLI:DE:BGH:2025:100925B4STR233.25.0 KI-generiert

Integration of prior penal order lapses driver's license suspension; JGG § 31 Abs. 2 S. 1 precludes StGB § 55 Abs. 2

Geschäftsnummer 4 StR 233/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Teilweise gutgeheissen (Partially Allowed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (BGH) partially upheld the Landgericht Mönchengladbach’s conviction while correcting a procedural error, specifically ordering the expiration of the driver’s license suspension mandated by a prior penal order, thereby benefiting the defendants. The case involved juvenile defendants challenging their convictions through revision, specifically contesting the inclusion of a prior penal order under § 105 Abs. 2, § 31 Abs. 2 S. 1 JGG and the maintenance of associated legal consequences. The court held that when a prior decision is integrated into the current verdict via § 105 Abs. 2, § 31 Abs. 2 S. 1 JGG, the previously ordered measures, including safeguards under § 55 Abs. 2 StGB, lapse and must be reassessed rather than maintained; although a remand was logically required to allow the first-instance court to re-evaluate the license ban, it was omitted because the original suspension period had already expired, and a new ban would likely not be imposed due to the prohibition against aggravating the defendant's position.

Legislator-Regeste

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§ 74, § 109 Abs. 2 JGG; Integration of prior penal order lapses driver's license suspension; JGG § 31 Abs. 2 S. 1 precludes StGB § 55 Abs. 2: The case involved juvenile defendants challenging their convictions through revision, specifically contesting the inclusion of a prior penal order under § 105 Abs. 2, § 31 Abs. 2 S. 1 JGG and the maintenance of associated legal consequences. The court held that when a prior decision is integrated into the current verdict via § 105 Abs. 2, § 31 Abs. 2 S. 1 JGG, the previously ordered measures, including safeguards under § 55 Abs. 2 StGB, lapse and must be reassessed rather than maintained; although a remand was logically required to allow the first-instance court to re-evaluate the license ban, it was omitted because the original suspension period had already expired, and a new ban would likely not be imposed due to the prohibition against aggravating the defendant's position.

Schlagwörter

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Aussetzungsfrist Revision des Strafurteils prozessleitende Verfügungen Führerausweisentzug Vollstreckungsverwirkung schwerer Fall

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 74, § 109 Abs. 2 JGG

Cited in the dispositive as the basis for waiving the imposition of procedural costs and expenses to the juvenile defendants.

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Volltext

1. Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Mönchengladbach vom 10. Dezember 2024 werden als unbegründet verworfen, bei dem Angeklagten S. T. jedoch mit der Maßgabe, dass die Aufrechterhaltung der durch Strafbefehl des Amtsgerichts Mönchengladbach-Rheydt vom 10. Juli 2024 angeordneten Sperrfrist für die Erteilung der Fahrerlaubnis entfällt. Im Übrigen hat die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben.

2. Es wird davon abgesehen, den Beschwerdeführern S. T. und E. T. die Kosten und Auslagen des Revisionsverfahrens aufzuerlegen (§ 74, § 109 Abs. 2 JGG); sie haben jedoch die dem Nebenkläger N. im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen, der Angeklagte S. T. darüber hinaus diejenigen des Nebenklägers Z. .

Der Beschwerdeführer L. hat die Kosten seines Rechtsmittels und die dem Nebenkläger N. im Revisionsverfahren entstandenen notwendigen Auslagen zu tragen.

Ergänzend zur Zuschrift des Generalbundesanwalts auf die Revision des Angeklagten S. T. bemerkt der Senat:

Der Ausspruch der Jugendkammer, die durch Strafbefehl des Amtsgerichts Mönchengladbach-Rheydt angeordnete Fahrerlaubnissperre aufrechtzuerhalten, hatte in entsprechender Anwendung des § 354 Abs. 1 StPO zu entfallen. Wird – wie vorliegend geschehen – ein früheres Erkenntnis gemäß § 105 Abs. 2, § 31 Abs. 2 S. 1 JGG in die nunmehrige Verurteilung einbezogen, so entfallen die in der einbezogenen Entscheidung verhängten Rechtsfolgen, als wären diese nicht ergangen. Demzufolge sind auch im ersten Erkenntnis festgesetzte Maßregeln der Besserung und Sicherung nicht gemäß § 55 Abs. 2 StGB aufrechtzuerhalten (vgl. BGH, Beschluss vom 18.

August 2021 – 5 StR 203/21 Rn. 7; Beschluss vom 17. März 2011 – 4 StR 49/11 Rn. 2 mwN), sondern ihre Voraussetzungen erneut zu prüfen und diese gegebenenfalls neu anzuordnen (vgl. BGH, Beschluss vom 4. September 2018 – 3 StR 65/18 Rn. 7 mwN). Der danach grundsätzlich gebotenen Zurückverweisung der Sache steht vorliegend auch nicht entgegen, dass die Sperrfrist aus dem einbezogenen Strafbefehl inzwischen abgelaufen ist, weil es auf den Zeitpunkt der tatrichterlichen Entscheidung ankommt und nur auf diese Weise das Revisionsverfahren seiner Korrekturfunktion entsprechen kann (vgl. BGH, Beschluss vom 31.

März 2011 – 2 StR 8/11, StraFo 2011, 288, 289; Schatz in Diemer/Schatz/Sonnen, JGG, 8. Aufl., § 31 Rn. 27). Allerdings ist unter den hier gegebenen Umständen auszuschließen, dass der neue Tatrichter eine neue Sperrfrist verhängen würde, zumal er bei deren Bemessung einer Benachteiligung des Angeklagten entgegenwirken müsste (vgl. Kölbel in Eisenberg/Kölbel, JGG, 26. Aufl., § 31 Rn. 27 a.E.).

Quentin Sturm Maatsch

Scheuß Marks