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XII ZR 10/25 ECLI:DE:BGH:2025:130825BXIIZR10.25.0 KI-generiert

Nichtzulassungsbeschwerde inadmissible: unmet statutory financial threshold for roof surface usage fee dispute.

Geschäftsnummer XII ZR 10/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Nichteintreten / Unzulässig (Inadmissible)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The German Federal Court of Justice (BGH) dismissed the defendant’s appeal for leave to file a non-admissibility complaint, awarding costs to the plaintiff and fixing the dispute value at €1,104, thereby upholding the Munich Regional Court’s 2025 judgment. The dispute concerned the adequacy of an annual usage fee for a roof surface, which the defendant argued was so low it effectively represented gratuitous use, and thus met the statutory threshold for the BGH to review the case. The BGH ruled the complaint inadmissible because the calculated statutory "Beschwer" (financial stake) did not meet the required threshold under Section 544(2)(1) of the Code of Civil Procedure; the court determined that the low fee was justified by the roof's lack of alternative economic utility and could not be assessed based on a fictional rental market value or a previously agreed higher procedural value.

Legislator-Regeste

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§ 41 Abs. 1 GKG; Nichtzulassungsbeschwerde inadmissible: unmet statutory financial threshold for roof surface usage fee dispute: The dispute concerned the adequacy of an annual usage fee for a roof surface, which the defendant argued was so low it effectively represented gratuitous use, and thus met the statutory threshold for the BGH to review the case. The BGH ruled the complaint inadmissible because the calculated statutory "Beschwer" (financial stake) did not meet the required threshold under Section 544(2)(1) of the Code of Civil Procedure; the court determined that the low fee was justified by the roof's lack of alternative economic utility and could not be assessed based on a fictional rental market value or a previously agreed higher procedural value.

Schlagwörter

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Zivilrechtsstreitigkeit Verfahrenskosten Streitwertgrenze Angemessenheitsentscheidung Gebrauchswert Überschreitung der Gebäudehöhe

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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§ 41 Abs. 1 GKG
Provision cited in the dispositive to justify the fixed dispute value of €1,104 for the appeal proceedings.
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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 41 Abs. 1 GKG

Provision cited in the dispositive to justify the fixed dispute value of €1,104 for the appeal proceedings.

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Volltext

Die Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil der 30. Zivilkammer des Landgerichts München I vom 9. Januar 2025 wird auf Kosten des Beklagten verworfen.

Der Streitwert für das Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren wird auf 1.104 € festgesetzt (§ 41 Abs. 1 GKG).

[GRUENDE]

Die Nichtzulassungsbeschwerde ist unzulässig, weil die gemäß § 544 Abs. 2 Nr. 1 ZPO erforderliche Beschwer nicht erreicht ist. Auf der Grundlage des von den Parteien vereinbarten jährlichen Nutzungsentgelts beläuft sich die Beschwer entsprechend § 9 ZPO lediglich auf (3,5 x 1.104,39 € =) 3.865,37 €. Auf den nach Senatsberatung erteilten entsprechenden Hinweis des Senatsvorsitzenden vom 11. Juni 2025 wird zur Vermeidung von Wiederholungen Bezug genommen. Aus der Stellungnahme des Beklagten vom 14. Juli 2025 ergibt sich keine abweichende Bewertung.

Anders als der Beklagte meint, belegt der im gerichtlichen Vergleich vom 20. Juni 1995 vereinbarte Betrag zur Abgeltung der Benutzung der Dachfläche von jährlich 2.160 DM (1.104,39 €) nicht eine weitgehend unentgeltliche Nutzung, sondern ist - nach den insoweit mit der Nichtzulassungsbeschwerde nicht angegriffenen Feststellungen des Berufungsgerichts - dem Umstand geschuldet, „dass es um die Nutzung von bloßen Dachflächen ging, die anderweitig kaum wirtschaftlich nutzbar gewesen wären und auch nicht separat hätten vermietet werden können“. Daher führt es entgegen der Auffassung des Beklagten auch nicht zum Erreichen der erforderlichen Beschwer, dass die Parteien in dem genannten Vergleich den Geschäftswert für die Dachnutzung mit 20.000 DM bemessen haben.

Im Übrigen belegt die mit der Stellungnahme vom 14. Juli 2025 vorgelegte ergänzende Maklerauskunft nachdrücklich, dass durch die Maklerauskünfte kein höherer aktueller Nutzungswert glaubhaft gemacht wird, weil die Makler ein fiktives Mietverhältnis auf der Grundlage der aktuellen Vergleichsmiete bewerten, nicht aber die tatsächlich vorliegende Nutzung einer anderweitig wirtschaftlich wertlosen Dachfläche.

Guhling Klinkhammer Botur

Krüger Recknagel