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1 StR 99/25 ECLI:DE:BGH:2025:260625B1STR99.25.0 KI-generiert

Public official status of a private hospital department head for corruption purposes under § 332 StGB

Geschäftsnummer 1 StR 99/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

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The Federal Court of Justice (1st Criminal Senate) dismissed the defendant's appeal as unfounded, upholding the Stuttgart Regional Court's conviction for corruption and embezzlement. The dispute centered on whether the defendant, a private-sector leader of a specialized department within a public hospital, held the status of a "public official" (Amtsträger) sufficient to establish the elements of corruption under § 332 StGB for organizing the entry and medical treatment of foreign nationals. Relying on a functional interpretation of § 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB, the court held that because the department was an inseparable part of a public institution performing essential public welfare duties, the defendant’s organization of patient intake and treatment constituted the "exercise of public administration tasks," thereby satisfying the legal requirements for the offense.

Legislator-Regeste

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§ 266 Abs. 1 StGB, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 StGB, § 349 Abs. 2 StPO; Public official status of a private hospital department head for corruption purposes under § 332 StGB: The dispute centered on whether the defendant, a private-sector leader of a specialized department within a public hospital, held the status of a "public official" (Amtsträger) sufficient to establish the elements of corruption under § 332 StGB for organizing the entry and medical treatment of foreign nationals. Relying on a functional interpretation of § 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB, the court held that because the department was an inseparable part of a public institution performing essential public welfare duties, the defendant’s organization of patient intake and treatment constituted the "exercise of public administration tasks," thereby satisfying the legal requirements for the offense.

Schlagwörter

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Beamtenstatus Veruntreuung Pflichten der Verwaltung Beamteneigenschaft Staatlicher Sektor öffentlich-rechtliche Einrichtung

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

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§ 349 Abs. 2 StPO

Procedural basis cited in the dispositive to declare the revision appeal unfounded and dismiss it.

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Volltext

Strafverurteilung wegen Bestechlichkeit u.a.: Amtsträgereigenschaft einer Person bei der Organisation der Einreise ausländischer Staatsangehöriger

[TENOR]

Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Stuttgart vom 15. August 2024 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend zur Verurteilung wegen Bestechlichkeit (§ 332 Abs. 1 StGB), ohnehin ein Nebenpunkt gegenüber dem auch den ersten Fall prägenden Straftatbestand der Untreue (§ 266 Abs. 1 StGB), dessen für besonders schwere Fälle vorgesehenen (§ 266 Abs. 2, § 263 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 StGB) und nach § 46b Abs. 1, § 49 Abs. 1 StGB gemilderten Strafrahmen das Landgericht seiner Strafzumessung zugrunde gelegt hat (UA S. 569), ist auszuführen:

Für die „Wahrnehmung von Aufgaben der öffentlichen Verwaltung“ (§ 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB) kommt es auf die tatsächliche Ausübung der Verwaltungstätigkeit an, zu deren Ausführung die Person bestellt worden ist (funktionale Betrachtungsweise; BGH, Beschluss vom 10. Januar 2019 – 3 StR 635/17 Rn. 12; Urteil vom 13. Januar 2016 – 2 StR 148/15, BGHSt 61, 135 Rn. 17; jeweils mwN). Die „I.“, in die die libyschen Staatsangehörigen zur medizinischen Behandlung aufgenommen wurden, war eine unselbständige Abteilung des Klinikums S., das wiederum als „sonstige Stelle“ dem § 11 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. c StGB unterfällt. Dieses war – einschließlich der I. – insgesamt auf dem Gebiet der Daseinsvorsorge tätig; die I. lässt sich nicht herauslösen, sodass sich auch die Betreuung der darin aufgenommenen Patienten nicht von der öffentlichen Aufgabenerfüllung ausnehmen lässt. Das Klinikum schuldete den ausländischen Patienten die gleiche medizinische Leistung wie der (inländischen) „Bevölkerung“. Die vom Angeklagten als Leiter der I. geleistete Organisation der Einreise und des Aufenthalts der libyschen Staatsangehörigen sowie deren Behandlung war zwingende Voraussetzung für deren Aufnahme und diente damit unmittelbar der Erfüllung der zur öffentlichen Aufgabe gewordenen medizinischen Versorgung.

Jäger

Fischer

Wimmer

Leplow

Ri´inBGH Welhofer-Zeitler isturlaubsbedingt gehindertzu unterschreiben.

Jäger