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VIII ZA 6/25 ECLI:DE:BGH:2025:050825BVIIIZA6.25.0 KI-generiert

Denial of legal aid for Rechtsbeschwerde and rejection of recusal motions for failure to demonstrate objective grounds of bias

Geschäftsnummer VIII ZA 6/25
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)

Legislator-Zusammenfassung

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The Eighth Civil Senate of the Federal Court of Justice rejected the plaintiff’s recusal motions against five judges as obviously inadmissible and denied legal aid for a legal complaint (Rechtsbeschwerde) against the Regional Court of Heidelberg’s earlier dismissal of the appeal as inadmissible. The dispute concerned a procedural challenge where the plaintiff argued the panel was biased and sought permission to lodge a constitutional-level appeal against a lower court’s refusal to hear the case on the merits. The Court held that the recusal requests were manifestly unfounded as they failed to articulate objective grounds for suspecting partiality, thereby allowing the challenged judges to participate in the decision on recusal. Furthermore, the application for legal aid was dismissed because the intended legal complaint lacked prospects of success; it did not present questions of fundamental importance, nor was there a need to develop the law or ensure uniform jurisprudence under § 574 Abs. 2 ZPO, leaving the lower court’s dismissal of the appeal in force.

Legislator-Regeste

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§ 121 ZPO, § 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO, § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO, § 574 Abs. 2 ZPO; Denial of legal aid for Rechtsbeschwerde and rejection of recusal motions for failure to demonstrate objective grounds of bias: Februar 2023 - VIII ZB 17/22, juris Rn. 14; vom 10. Oktober 2023 - VIII ZB 29/22, juris Rn. 8; jeweils mwN) Zulässigkeitsgründe erkennen lässt. Die Rechtssache wirft weder entscheidungserhebliche Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf noch erfordert sie eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Schlagwörter

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Ausstandsbegehren unentgeltliche Rechtspflege Zivilrechtsstreitigkeit Zulässige Gründe Befangenheit des Richters E-Justice

Zitierte Gesetzesbestimmungen

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Zitierte Rechtsprechung

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Volltext

Die Ablehnungsgesuche des Klägers gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Bünger, die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Liebert, den Richter am Bundesgerichtshof Dr. Schmidt sowie die Richterinnen am Bundesgerichtshof Wiegand und Dr. Matussek werden als unzulässig verworfen.

Die Anträge des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landgerichts Heidelberg vom 30. April 2025 (5 S 32/23) und auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts werden zurückgewiesen.

[GRUENDE]

1. Die Ablehnungsgesuche des Klägers gegen die im Tenor bezeichneten, an den Beschlüssen des Senats (jeweils) vom 7. Mai 2024 und vom 2. Juli 2024 in den vorhergehenden Verfahren VIII ZA 7/23 und VIII ZA 5/24 beteiligten Richter sind offensichtlich unzulässig und deshalb unter Mitwirkung der abgelehnten Richter, soweit diese nach der Geschäftsverteilung des Senats aktuell zur Entscheidung berufen sind, zu verwerfen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. August 2018 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 1; vom 7. Mai 2024 - VIII ZA 5/24, juris Rn. 1 mwN; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, juris Rn. 1 mwN; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, juris Rn. 1).

Ein Ablehnungsgesuch, das lediglich Ausführungen enthält, die zur Begründung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich unzulässig (BVerfGE 153, 72 Rn. 2; 159, 147 Rn. 2; Senatsbeschlüsse vom 28. August 2018 - VIII ZR 127/17, aaO Rn. 3 mwN; vom 4. Juli 2023 - VIII ZB 25/23, juris Rn. 2; vom 25. April 2023 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 4; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, juris Rn. 2; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO Rn. 2). So verhält es sich hier. Objektive Gründe, die geeignet erscheinen könnten, vom Standpunkt des Klägers bei vernünftiger Betrachtung aller Umstände die Befürchtung zu erwecken, die abgelehnten Richter hätten der Sache nicht unvoreingenommen und damit nicht unparteiisch gegenübergestanden, sind mit den Eingaben des Klägers weder aufgezeigt noch sonst erkennbar (vgl. Senatsbeschlüsse vom 4.

Juli 2023 - VIII ZB 25/23, aaO; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, aaO Rn. 2; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, aaO; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO). Auch der Einholung von dienstlichen Stellungnahmen der abgelehnten Richter bedarf es insoweit nicht (vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Juni 2023 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 2 mwN; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, aaO Rn. 2; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, aaO; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO).

2. Die Anträge des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde und auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts (§ 121 ZPO) sind abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Eine Rechtsbeschwerde gegen den angegriffenen Beschluss des Berufungsgerichts wäre zwar (lediglich) hinsichtlich der darin erfolgten Verwerfung der Berufung als unzulässig statthaft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 iVm § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO). Sie hätte jedoch auch insoweit keine Aussicht auf Erfolg, da der vorbezeichnete Beschluss auch unter Berücksichtigung der Begründung des Prozesskostenhilfeantrags des Klägers keinen der in § 574 Abs. 2 ZPO geregelten, auch bei einer Rechtsbeschwerde gegen einen die Berufung - wie hier - als unzulässig verwerfenden Beschluss erforderlichen (siehe hierzu nur Senatsbeschlüsse vom 21.

Februar 2023 - VIII ZB 17/22, juris Rn. 14; vom 10. Oktober 2023 - VIII ZB 29/22, juris Rn. 8; jeweils mwN) Zulässigkeitsgründe erkennen lässt. Die Rechtssache wirft weder entscheidungserhebliche Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf noch erfordert sie eine Entscheidung des Rechtsbeschwerdegerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung.

Dr. Bünger Kosziol Dr. Liebert

Wiegand Dr. Matussek