Legislator Rechtsprechung & Gesetzgebung
4 StR 347/24 ECLI:DE:BGH:2025:170625B4STR347.24.0 KI-generiert

Motive for continued § 64 StGB detoxification detention: inference of persisting addiction-based dangerousness from rejection of preventive detention

Geschäftsnummer 4 StR 347/24
Gericht / Behörde
Rechtsordnung Deutschland (DE)
Entscheiddatum
Ausgang Abgewiesen (Dismissed)
Kostenauflage zulasten Beschwerdeführer/in

Legislator-Zusammenfassung

KI-generiert

The German Federal Court of Justice (4th Criminal Senate) dismissed the appeals of the defendants as unfounded, thereby upholding the convictions and life sentence imposed by the Lower Regional Court of Hagen for murder and robbery resulting in death; the Court corrected the judgment’s tenor to explicitly state the conviction for these offenses and ordered each appellant to bear the costs of their appeal. The dispute involved a criminal appeal challenging the first-instance verdict in a case involving multiple defendants, one of whom had a prior order for admission to a detoxification institution under § 64 StGB. The decisive legal basis included § 349 Abs. 2 StPO (groundless revision), a correction of the judgment’s tenor, and the requirement under § 55 Abs. 2 StGB that the continued detention of a defendant in a detoxification institution based on § 64 StGB must be justified by the continuing presence of the statutory prerequisites, a condition the appellate court inferred from the trial court’s reasoning that the defendant’s dangerousness stemmed from addiction rather than a personal tendency to commit violent crimes.

Legislator-Regeste

KI-generiert

§ 55 Abs. 2 StGB, § 64 StGB, § 66 StGB, § 349 Abs. 2 StPO; Motive for continued § 64 StGB detoxification detention: inference of persisting addiction-based dangerousness from rejection of preventive detention: The dispute involved a criminal appeal challenging the first-instance verdict in a case involving multiple defendants, one of whom had a prior order for admission to a detoxification institution under § 64 StGB. The decisive legal basis included § 349 Abs. 2 StPO (groundless revision), a correction of the judgment’s tenor, and the requirement under § 55 Abs. 2 StGB that the continued detention of a defendant in a detoxification institution based on § 64 StGB must be justified by the continuing presence of the statutory prerequisites, a condition the appellate court inferred from the trial court’s reasoning that the defendant’s dangerousness stemmed from addiction rather than a personal tendency to commit violent crimes.

Schlagwörter

KI-generiert
Strafurteil strafrechtliche Verwahrung gesetzliche Grundlage Normenkontrolle Raub Betäubungsmittelabhängigkeit

Zitierte Gesetzesbestimmungen

KI-generiert

Zitierte Rechtsprechung

KI-generiert
KI-generiert

Zentrale Rechtsfragen, extrahiert von Legislator

KI-generiert
§ 349 Abs. 2 StPO

Cited in the dispositive as the legal basis for dismissing the appeals as unfounded.

Fragen Sie sich, wie dieser Entscheid auf Ihren Fall anwendbar ist?

Prüfen Sie diesen Entscheid zusammen mit Bundesrecht, kantonalen Erlassen, Kommentaren und Folgeentscheiden in Legislator AI.

Fall in Legislator öffnen →

Volltext

Die Revisionen der Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Hagen vom 29. November 2023 werden als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigungen keinen Rechtsfehler zum Nachteil der Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO); jedoch wird der Tenor des schriftlichen Urteils, soweit er den Angeklagten L. betrifft, dahin berichtigt, dass dieser Angeklagte wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt ist.

Jeder Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.

Ergänzend bemerkt der Senat:

Die von der Strafkammer zutreffend nach § 55 Abs. 2 StGB ausgesprochene Aufrechterhaltung der Unterbringung des Angeklagten G. in einer Entziehungsanstalt gemäß § 64 StGB – angeordnet durch ein vorausgegangenes Urteil des Landgerichts, das nach den hiesigen Taten ergangen war – erfordert, dass deren (hier an § 64 StGB in der bis zum 30. September 2023 geltenden Fassung zu messenden) Voraussetzungen weiterhin vorliegen (vgl. BGH, Beschluss vom 28. August 2024 – 4 StR 480/23 Rn. 20). Das wird von der Strafkammer zwar nicht ausdrücklich erörtert; dass sie dieses Erfordernis gesehen und bejaht hat, vermag der Senat den Entscheidungsgründen aber noch hinlänglich zu entnehmen. Denn in ihren weiteren Ausführungen begründet die auch insoweit sachverständig beratene Strafkammer die unterbliebene Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung nach § 66 StGB damit, dass kein in der Persönlichkeit des Angeklagten begründeter Hang zur Begehung gefährlicher Straftaten vorliege, sondern dessen Gefährlichkeit durch seinen Hang zum Konsum von Suchtstoffen begründet sei. Insoweit aber sei zu erwarten, dass (bereits) eine erfolgreich durchlaufene Maßregel gemäß § 64 StGB entscheidend dazu beitrage, die zugrundeliegende Abhängigkeitsproblematik so zurückzudrängen, dass zukünftig erhebliche rechtswidrige Taten nicht zu erwarten seien.

Quentin

Scheuß

Ri‘inBGH Dr. Momsen-Pflanz istwegen Urlaubs an derUnterschriftsleistung gehindert.

Quentin

Tschakert

Gödicke