Intent in Cum/Ex transactions: Resolving contradictory trial court assessments of expert report influence on the defendant's mental image.
Legislator-Zusammenfassung
KI-generiertThe German Federal Court of Criminal Justice (BGH) dismissed the defendant's appeal, rejecting the conviction for intent in Cum/Ex dividend transactions as unlawful and affirming the decision of the Bonn Regional Court, thereby upholding the defendant's conviction. The dispute centered on whether the trial court's assessment of the defendant's intent contained a logical contradiction by simultaneously dismissing the defendant's claim that he could not have associated specific GmbH-based transaction structures with his own proprietary trading as a mere defense, while also finding that a prior expert report did not influence his mental state because the structures were not comparable. The decisive legal basis involved the exclusion of a fundamental error under § 337 Abs. 1 StPO; the appellate court determined that no such error existed because the trial court's rationale for finding no influence from the expert report relied primarily on the pre-existing固化 of the defendant's belief regarding the illegal nature of Cum/Ex sales and the apparent non-neutrality of the report's author, rather than solely on the contested issue of structural comparability.
Legislator-Regeste
KI-generiert§ 349 Abs. 2 StPO; Intent in Cum/Ex transactions: Resolving contradictory trial court assessments of expert report influence on the defendant's mental image: The dispute centered on whether the trial court's assessment of the defendant's intent contained a logical contradiction by simultaneously dismissing the defendant's claim that he could not have associated specific GmbH-based transaction structures with his own proprietary trading as a mere defense, while also finding that a prior expert report did not influence his mental state because the structures were not comparable. The decisive legal basis involved the exclusion of a fundamental error under § 337 Abs. 1 StPO; the appellate court determined that no such error existed because the trial court's rationale for finding no influence from the expert report relied primarily on the pre-existing固化 of the defendant's belief regarding the illegal nature of Cum/Ex sales and the apparent non-neutrality of the report's author, rather than solely on the contested issue of structural comparability.
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KI-generiertCited in the dispositive to declare the appeal unsubstantiated and dismiss it.
Volltext
Vorsatz bei Cum/Ex-Geschäften: Überzeugungsbildung des Tatgerichts zur Beeinflussung des Vorstellungsbilds des Täters durch ein Gutachten
[TENOR]
Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Bonn vom 12. Dezember 2023 wird als unbegründet verworfen (§ 349 Abs. 2 StPO).
Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen.
Ergänzend bemerkt der Senat:
Zwar ist der Revision zuzugeben, dass die Beweiswürdigung des Landgerichts zum Vorsatz in Bezug auf die Frage der Vergleichbarkeit der sogenannten R. -Geschäfte mittels einer GmbH als Transaktionsvehikel einerseits und der Eigenhandelsgeschäfte der M.M. W. & Co. KG aA (W. Bank) in den Veranlagungszeiträumen 2007 und 2008 andererseits einen Widerspruch enthalten könnte. Einerseits wertet die Strafkammer die Einlassung des Angeklagten, die im Dokument „Zwischenstand Overview Dividendenoptimierung“ genannten R. -Geschäfte wiesen eine andere Transaktionsstruktur auf, die er nicht mit den Eigenhandelsgeschäften der W. Bank habe in Verbindung bringen können, als bloße Schutzbehauptung, weil es sich nach Überzeugung des Landgerichts tatsächlich um die „identische Struktur“ handele (UA S. 249). Andererseits hält das Landgericht eine Beeinflussung des Vorstellungsbilds des Angeklagten durch das Gutachten des gesondert verfolgten B. vom 8. Februar 2008 zu Cum-ex-Geschäften mittels einer GmbH mit der Begründung für ausgeschlossen, dass die begutachtete Transaktionsstruktur mit den Eigenhandelsgeschäften erkennbar nicht vergleichbar sei (UA S. 254, 259).
Der Senat kann aber ausschließen, dass das Urteil auf diesem Widerspruch beruht (§ 337 Abs. 1 StPO). Die Ausführungen des Landgerichts zur mangelnden Vergleichbarkeit beziehen sich allein auf den hypothetischen Fall, dass sich der Angeklagte das Gutachten entgegen seiner Einlassung, wonach er nicht mehr sagen könne, wie intensiv er sich mit dem Gutachten auseinandergesetzt habe, im Detail angeschaut haben sollte. Soweit der Angeklagte das Gutachten nicht gelesen haben sollte, wäre eine Beeinflussung seines Vorstellungsbilds bereits aus diesem Grund ausgeschlossen. Schließlich stützt das Landgericht seine Überzeugung von der fehlenden Beeinflussung des Vorstellungsbilds des Angeklagten durch das Gutachten in erster Linie maßgeblich auf den Umstand, dass sich bei dem Angeklagten bereits zu Beginn des Veranlagungszeitraums 2007 die Vorstellung verfestigt habe, dass den Geschäften Cum-ex-Leerverkäufe mit der Erstattung einer nicht abgeführten Steuer zugrunde lagen, sowie des Weiteren darauf, dass der gesondert verfolgte B. erkennbar nicht als neutraler und objektiver Berater aufgetreten sei, sodass ihm die gutachterlichen Ausführungen als Stellungnahme „eines nachdrücklich seine Profitbeteiligung einfordernden, also interessengelenkten Vermittlers erscheinen“ mussten (UA S. 254).
Jäger Fischer Wimmer
Bär Leplow